Künstliche Intelligenz

Gründungsvereinbarung für Graduiertenzentrum connAIx unterzeichnet

Mit dem Graduierten- und Forschungszentrum connAIx in Heilbronn geht die Landesregierung neue Wege in Forschung und Qualifizierung von KI-Spitzenkräften. Dafür arbeiten drei Landesuniversitäten eng mit der Wirtschaft zusammen.

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Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung für das Graduierten- und Forschungszentrum connAIx in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
von links nach rechts: Prof. Dr. Karla Pollmann (Rektorin der Universität Tübingen), Prof. Dr. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Wissenschaftsministerin Petra Olschowski, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Prof. Dr. Gunther Friedl (Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung), Prof. Dr. Jan S. Hesthaven (Präsident des KIT) und Prof. Dr. Oliver Kraft (Vizepräsident Forschung, Lehre und Akademische Angelegenheiten des KIT)

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski haben am Mittwoch, 28. Januar 2026, in Stuttgart die Gründungsvereinbarung für das Graduierten- und Forschungszentrum connAIx unterschrieben.

connAIx – Research School for Applied AI – so lautet der vollständige Name der bundesweit einzigartigen Einrichtung, die in Heilbronn angesiedelt und von den drei KI-Spitzenuniversitäten Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen getragen wird. Sie werden in connAIx ihre Expertise in der Spitzenforschung disziplinübergreifend bündeln und dadurch sofort ihr internationales Netzwerk nutzen können.

connAIx verbindet Spitzenforschung mit praktischer Anwendung. Es bringt unsere exzellente KI-Forschung mit den Ingenieurwissenschaften zusammen und fördert KI-Talente für Wissenschaft und Wirtschaft.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann

„Das ist eine sehr gute Nachricht für das Land Baden-Württemberg“, sagte Ministerpräsident Kretschmann. „Wir brauchen exzellent ausgebildete KI-Expertinnen und -Experten in den Zukunftstechnologien KI, Robotik, Chip Design und Cybersicherheit.“ connAIx verbinde Spitzenforschung mit praktischer Anwendung. „Es bringt unsere exzellente KI-Forschung mit den Ingenieurwissenschaften zusammen und fördert KI-Talente für Wissenschaft und Wirtschaft. Das stärkt Baden-Württemberg als Land der Tüftler und Denker und als einen der führenden KI-Standorte in Europa.“

Land fördert connAIx mit jährlich 30 Millionen Euro

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski ergänzte: „In der KI brauchen wir schnelle Ergebnisse, um im harten internationalen Wettbewerb bestehen und auf die Bedürfnisse der Wirtschaft agil reagieren zu können.“ Deshalb sei es ein starkes Signal, dass die drei Landesuniversitäten eng mit Unternehmen und Start-ups zusammenarbeiten, um mit maßgeschneiderten Karrierewegen KI-Spitzentalente auf höchstem Niveau zu qualifizieren. „Wir müssen heute in innovativen Ökosystemen denken, um die KI-Zukunft bestmöglich zu gestalten und voranzubringen“, hob Ministerin Olschowski hervor.

Im Vollausbau ab dem Jahr 2029 wird Baden-Württemberg connAIx mit rund 30 Millionen Euro jährlich fördern. Die Dieter Schwarz Stiftung unterstützt das Land und die Universitäten mit der kostenfreien Bereitstellung von Flächen und Infrastruktur in Heilbronn. Zehn Professorinnen und Professoren mit Schwerpunkt Promotionsbetreuung werden dann mit 60 internationalen Promovierenden und 20 Postdoktorandinnen und -doktoranden zusammenarbeiten. Sie werden sich vornehmlich um die Steuerung und Entwicklung der nächsten Generation von KI, wie beispielsweise humanoide Roboter oder Maschinen, beschäftigen.

Forschungsergebnisse schneller in die Wirtschaft übertragen

„Mit connAIx schaffen wir in Heilbronn einen einzigartigen Ort, an dem akademische Exzellenz auf reale industrielle Herausforderungen trifft“, erläuterte Professor Gunther Friedl, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung. „Wir bieten dabei weit mehr als nur Räume: Wir garantieren den Talenten direkten Zugang zu den entscheidenden Playern unseres Ökosystems – vom IPAI über die Campus Founders bis hin zu Weltmarktführern. Durch diese Einbettung entsteht ein Reallabor, in dem KI-Lösungen sofort unter realen Bedingungen validiert und in die Anwendung gebracht werden können.“

Professor Oliver Kraft, Vizepräsident Forschung, Lehre und Akademische Angelegenheiten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), unterstrich die Ambitionen von connAIx: „Die drei Universitäten verknüpfen ihre vorhandene Expertise in zahlreichen Forschungsfeldern gezielt mit angewandter KI. Es wird vor allem entscheidend sein, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und Forschungsergebnisse schneller in die Wirtschaft zu übertragen. So wird connAIx einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und zur technologischen Souveränität Europas leisten.“

Mediathek: Bilder zum Herunterladen

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: connAIx – Research School for Applied AI des Landes

Pressemitteilung vom 16. Mai 2025: Innovatives Landesgraduiertenzentrum für angewandte KI

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