Digitalisierung

Glasfaserpakt Baden-Württemberg unterzeichnet

Insgesamt 24 Akteure haben den Glasfaserpakt Baden-Württemberg unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung hat das Land einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung digitale Zukunft getan.

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Unterzeichnung Glasfaserpakt Baden-Württemberg

Mit der Unterzeichnung des Glasfaserpakts (PDF) hat Baden-Württemberg einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung digitale Zukunft getan. Im Digitalisierungsministerium haben insgesamt 24 Akteure, darunter Kommunale Landesverbände, führende Telekommunikationsunternehmen, Branchenverbände, Stadtwerke und weitere Partner das gemeinsame Abkommen offiziell unterzeichnet.

Digitalisierung braucht starke Bündnisse

„Die Digitalisierung braucht starke Bündnisse – und genau das ist der Glasfaserpakt. Ein starkes Bündnis aller am landesweiten Breitbandausbau beteiligten Akteure und getragen von Überzeugung und Verantwortung. Wir zeigen damit: Digitalisierung beginnt ganz konkret mit der Infrastruktur unter unseren Füßen. Denn nur so erreichen wir digitale Teilhabe für alle, treiben wirtschaftlichen Fortschritt voran und stärken unsere digitale Souveränität. Für Millionen Menschen, für Unternehmen, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen und die Behörden ist schnelles Internet nicht ‚nice-to-have‘, sondern Lebenselixier. Den Ausbau schaffen wir nur im Team. Denn sowohl der Ausbau durch die Privatwirtschaft als auch die Unterstützung durch Bund, Land und Kommunen im Wege der Förderung sind unverzichtbare Bausteine für einen gelingenden flächendeckenden Glasfaserausbau. Wir schaffen ein verlässliches Fundament für ein digitales und zukunftsfähiges Baden-Württemberg“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der feierlichen Unterzeichnung am 17. Juli 2025.

Der Glasfaserpakt Baden-Württemberg bündelt die Kräfte von Land, Kommunen und Telekommunikationswirtschaft für eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Der geschlossene Pakt basiert auf dem gemeinsamen Verständnis, dass der Glasfaserausbau in Baden-Württemberg nur in enger Kooperation zwischen öffentlicher Hand und privatwirtschaftlichen Unternehmen gelingen kann. Ziel ist es, in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit die Rahmenbedingungen für einen raschen und flächendeckenden Ausbau weiter zu verbessern.

Verbindliche Prinzipien für Privatwirtschaft und öffentliche Hand

Der Pakt legt verbindliche Prinzipien für das Zusammenspiel der Akteure fest – von der Koordination eigenwirtschaftlicher und geförderter Ausbaumaßnahmen bis hin zur gemeinsamen Fortschrittsdokumentation über den neuen landesweiten Gigabitatlas.

Die Partner verständigen sich unter anderem auf folgende zentrale Punkte:

  • Vorrang für eigenwirtschaftlichen Ausbau: Privatwirtschaftliche Projekte sind im Fokus, werden ggf. gezielt durch Fördermittel ergänzt – für einen maximal flächendeckenden Ausbau.
  • Bessere Verzahnung: Öffentliche und private Vorhaben sollen künftig noch enger abgestimmt und koordiniert werden – um Synergien zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
  • Einführung eines landesweiten Gigabitatlas: Das Land schafft ein eigenes zentrales Instrument zur transparenten Fortschrittsdokumentation des baden-württembergischen Glasfaserausbaus.
  • Gemeinsame Kommunikationsoffensive: Mit gebündelter Öffentlichkeitsarbeit wollen die Paktpartner die Sichtbarkeit, Akzeptanz und Nachfrage für Glasfaseranschlüsse steigern.
  • Regelmäßige Evaluation und Weiterentwicklung: Ein jährliches Treffen auf Arbeitsebene soll Fortschritte überprüfen, Optimierungspotenziale identifizieren und konkrete Maßnahmen anpassen.

Schon vor seiner offiziellen Unterzeichnung fand der Pakt bundesweite Beachtung. Während des Erstellungsprozesses trat eine stetig wachsende Zahl von Verbänden und Unternehmen an das Ministerium heran, um sich zu informieren und auch um sich dem Pakt gegebenenfalls anzuschließen.

Bisherige Milliardenoffensive der Landesregierung

Durch eine zielgerichtete Förderpolitik und eine Milliardenoffensive unterstützt die Landesregierung den landesweiten Ausbau: Seit 2016 hat das Land mehr als 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Zusammen mit der Förderung des Bundes ergibt sich ein Gesamtbetrag von rund 6,74 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in Baden-Württemberg, erläuterte in diesem Zusammenhang Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Im Vergleich zu den anderen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland hat Baden-Württemberg überproportional von den Fördermitteln des Bundes profitiert. Seit dem Jahr 2020 fließen jährlich die meisten Fördermittel des Bundes nach Baden-Württemberg. Bis heute hat das Land so mehr als 3.700 Projekte gefördert. Im Doppelhaushalt 2025/2026 sind weitere 1,1 Milliarden Euro für den Ausbau des schnellen Internets in Baden-Württemberg vorgesehen.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Tempo beim Ausbau nochmal erhöhen – mit gebündelten Kräften. Mit dem Glasfaserpakt bauen wir in Baden-Württemberg die digitale Überholspur aus – optimieren mit nochmal höherem Tempo die Glasfaserinfrastruktur und die Mobilfunkversorgung unter noch engerer Einbeziehung aller Beteiligten“, so Minister Thomas Strobl.

Stimmen der Paktunterzeichner

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