Europa

Forderung nach stationären Grenzkontrollen an der Grenze zur Schweiz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Grenzübergang zwischen der Schweiz und Deutschland (Bild: © dpa) .

Innenminister Thomas Strobl und Justizministerin Marion Gentges fordern aufgrund der hohen Zugangszahlen stationäre Grenzkontrollen an der Grenze zur Schweiz.

Die Zugangszahlen nach Baden-Württemberg sind aktuell so hoch wie seit 2016 nicht mehr. Allein in den vergangenen zwei Wochen sind in Baden-Württemberg 1.400 Asylsuchende zu verzeichnen. Zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2023 wurden allein in Baden-Württemberg bislang über 2.500 illegale Einreisen über die schweizerische Grenze festgestellt. Mit Blick auf den Vergleichszeitraum 2022, ist dies eine Steigerung um rund 315 Prozent. Angesichts dieser Situation fordern der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl und Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges, die Ampel auf, hier Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Beide Landesvertreter standen in den vergangenen Tagen im Austausch mit Entscheidungsträgern anderer Länder mit stark migrationsbelasteten Außengrenzen wie auch mit Vertretern der Bundespolizei und Verantwortlichen vor Ort.

Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges, sagte: „Alle Ebenen der Flüchtlingsaufnahme, insbesondere die Kommunen sind in höchstem Maße belastet. Die Grenzen der Aufnahmefähigkeit werden absehbar erreicht sein. Nach allen uns vorliegenden Erkenntnissen können wir nicht davon ausgehen, dass sich der Zugangsdruck nach Mittel- und Westeuropa in den nächsten Monaten nachhaltig verringern wird. Es ist notwendig, dass wir in die aktuelle Lage Struktur und Ruhe reinbekommen. Jede Maßnahme, die einen ordnenden Effekt hat, muss jetzt auf den Tisch. Endlich hat sich in dieser Sache nun auch das Bundeskanzleramt zu Wort gemeldet. Es reicht aber nicht, die Etablierung von Grenzsicherungsmaßnahmen ‚lageabhängig‘ anzukündigen, wie es im Beschlussvorschlag für die Bund-Länder-Runde am 10. Mai 2023 der Fall ist, wir müssen über die Umsetzung von Maßnahmen sprechen.“

Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl betonte: „Aktuell stehen wir an einem ganz kritischen Punkt: Durch die ungebrochen hohe Einwanderung nach Deutschland sind unsere Städte, Gemeinden und Landkreise an der Belastungsgrenze, unsere Aufnahmekapazitäten sind bald erschöpft. So kann es nicht weitergehen! Wenn und solange wir beim wirksamen Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union (EU) nicht vorankommen, brauchen wir ein Bündel an rasch wirkenden Maßnahmen. Dazu gehört in der Letztinstanz ein wirksamer Grenzschutz an anderen Grenzen, etwa an der Grenze Deutschlands zur Schweiz. Zudem müssen wir dem Zustrom aus Ländern einen Riegel vorschieben, bei denen kaum Aussicht auf die Anerkennung von Asyl besteht. Und dazu gehört drittens eine eindeutige Identitätsklärung der Asylbewerber an den EU-Außengrenzen. Das bedeutet: Wir brauchen auf europäischer Ebene eine Rechtsgrundlage für die Auswertung von mitgeführten Datenträgern oder Sachen der Migranten. Der Bund, die Bundesinnenministerin, muss hier schnell in die Gänge kommen.“

Weitere Meldungen

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Gewächshaus
Landwirtschaft

Obst- und Gemüsebau im Klimawandel

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

von links nach rechts: Sebastian Gehring, Vorstand Marketing & Medien der SG Sonnenhof Großaspach, Christian Fischer, Vizepräsident Karlsruher SC, Dominik Schwärzel, Vorstandsvorsitzender des SSV Ulm, Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (VfB Stuttgart), Manuel Hagel, Innenminister von Baden-Württemberg, Daniel Förderer, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim und Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim
Sicherheit

Baden-Württemberg stärkt die Stadionallianzen

von links nach rechts: Justizminister Moritz Oppelt, Alexander Schwarz und der neue Opferbeauftragte der Landesregierung, Siegfried Lorek
Opferschutz

Wechsel im Amt des Opfer­beauftragten der Landesregierung

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Menschen besteigen ein Flugzeug. Vor dem Fahrzeug der Bundespolizei stehen auf dem Vorfeld am Flughafen Leipzig/Halle.
Migration

Ein Straftäter aus dem Land nach Afghanistan abgeschoben

Bio-Musterregion Bodensee
Landwirtschaft

Der Bodenseeapfel ist weit mehr als ein gesundes Lebensmittel

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Land fördert 37 lokale Integrationsprojekte

Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. (Foto: © dpa)
Migration

Fünf Straftäter aus dem Land nach Afghanistan abgeschoben

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

140 neue Polizistinnen und Polizisten

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Landkreis Ravensburg
Gemeinsamer Antrag 2026

Ergebnisse des Flächenüber­wachungssystems einsehbar

Ein Mitarbeiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Abteilung Cyberkriminalität, während der Online-Recherche.
Sicherheit

Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität in 2025