LUFTREINHALTUNG

Feinstaubgrenzwerte am Stuttgarter Neckartor eingehalten

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Stuttgart: Autos und Lastwagen fahren an der Luft-Messstation für Feinstaub und Stickoxide am Neckartor vorbei. (Foto: © dpa)

Erstmals wurden im laufenden Jahr 2018 alle Grenzwerte für Feinstaub an der Messstation Stuttgart am Neckartor eingehalten. Somit wurden die Grenzwerte auch an allen Messstellen in Baden-Württemberg eingehalten. Dadurch wurde ein wichtiges Ziel bei der Luftreinhaltung erreicht.

Für Feinstaub PM10 werden im laufenden Jahr 2018 erstmals auch an der Messstation Stuttgart Am Neckartor alle Grenzwerte eingehalten. Verkehrsminister Winfried Hermann: „Damit werden die Feinstaubwerte erstmalig an allen Messstellen in Baden-Württemberg eingehalten, Luftreinhaltung wirkt! Es war ein langer Weg, um die seit 2005 verbindlich gültigen Grenzwerte einzuhalten, nun ist ein wichtiges Ziel erreicht. Dazu haben viele Maßnahmen beitragen, von Auflagen für Industrieanlagen bis zu Vorschriften für Baustellen. Am wirkungsvollsten beim Feinstaub dürfte die grüne Umweltzone, das heißt die Einführung des Rußpartikelfilters für Dieselfahrzeuge über die grüne Plakette gewesen sein. Das Verbot der Komfortkaminnutzung und die Verlagerung des Kfz-Verkehrs auf umweltfreundliche Verkehrsmittel haben ebenfalls gut gewirkt.“ Zulässig sind 35 Tage mit Überschreitungen des zulässigen Tagesmittelwertes in Höhe von 50 µg/m³. Bis einschließlich 18. Dezember 2018 wurden an der Station Stuttgart Am Neckartor lediglich 22 Überschreitungen von den Messungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) erfasst. Die Werte sind vorläufig, jedoch ist eine Überschreitung der Grenzwerte im Jahr 2018 rechnerisch nicht mehr möglich.

„Das ist ein großer Erfolg für den Gesundheitsschutz der Anwohnerinnen und Anwohner an diesem hoch belasteten Straßenabschnitt. Die Anstrengungen zu Stadt und Land haben sich gelohnt“, so der Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Im Jahr 2005 lagen noch 187, im Jahr 2010 noch 104 Überschreitungen des Tagesmittelwertes vor. Hermann weiter: „In Stuttgart sind die Ausgangsbedingungen wegen der Kessellage schwieriger als anderswo. Lange Jahre hatte die Politik nicht erkannt, dass dies besonders ambitioniertes Handeln erforderlich macht. Seitdem Stadt und Land eng zusammenarbeiten und das Problem in die Öffentlichkeit getragen wurde, haben viele zum Erfolg beigetragen. Ich möchte hier beispielhaft das Engagement im ÖPNV-Pakt von Region, Landkreisen, Stadt Stuttgart und Land nennen. Aber auch die Betriebe und Verwaltungen, die inzwischen ein verbilligtes Firmenticket für den ÖPNV anbieten, haben zu der Verbesserung beigetragen. Und nicht zuletzt haben viele Stuttgarterinnen und Stuttgart ihr Mobilitätsverhalten umgestellt.“ 

Anstrengungen beibehalten, damit Grenzwert dauerhaft eingehalten wird

Das Ministerium für Verkehr hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart intensiv an wirksamen Maßnahmen zur Verringerung der Belastung gearbeitet. Der ursprüngliche Luftreinhalteplan für die Landeshauptstadt Stuttgart wurde dreimal nachgeschärft. Die dort verankerten Aktivitäten gilt es nun fortzusetzen, damit die Grenzwerte für Feinstaub PM10 weiterhin und dauerhaft eingehalten werden können. Eine Situation wie in Berlin, wo die Feinstaub Grenzwerte mehrere Jahre lang eingehalten wurden, dieses Jahr aber wohl wieder überschritten werden, sei in Stuttgart und Baden-Württemberg unbedingt zu vermeiden, so der Verkehrsminister: „Wir dürfen mit unseren Anstrengungen nicht nachlassen, wenn wir dauerhaft den Grenzwert einhalten wollen.“ Weitere Aktivitäten sind insbesondere auch deshalb notwendig, damit der zulässige Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid in Höhe von 40 µg/m³ schnellstmöglich erreicht wird. Hierfür arbeitet das Regierungspräsidium Stuttgart derzeit an einer Ergänzung der dritten Fortschreibung des Luftreinhalteplans für die Landeshauptstadt Stuttgart, welche noch Anfang 2019 in Kraft treten soll.

Gerichtlicher Vergleich zur Luftreinhaltung am Stuttgarter Neckartor wird erfüllt

Weitere Meldungen

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Süddeutscher Biogasgipfel in Ulm

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
Verkehrssicherheit

Start der Motorradsaison 2026

Ein Fahrradfahrer fährt auf einem Radweg, der an einer Straße entlang läuft.
Rad- und Fußverkehr

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege

Eine Autofahrerin fährt durch einen Autobahntunnel.
Straßenverkehr

Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
Verkehrssicherheit

Bundesweiter Aktionstag „sicher.mobil.leben“

Zahlreiche Menschen sind auf einem Radweg bei Sonnenschein auf ihren Fahrrädern und E-Roller unterwegs.
Radverkehr

STADTRADELN 2026 startet

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Neue Termine für Workshops „Nachhaltiges Bauen“

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Rohrdurchführungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
Nahverkehr

bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg eröffnet

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee