Ernährungsbildung

Ernährungsführerschein in Philippsburg und Niederschopfheim vorgestellt

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Schüler stehen in einem Schulgarten und pflücken Kräuter. (Foto: © dpa)

Der neue Ernährungsführerschein ist in den dritten Klassen an der Hieronymus-Nopp-Schule in Philippsburg und an der Grundschule Niederschopfheim in Hohberg gestartet. Damit unterstützt die Landesregierung die praxisnahe Ernährungsbildung in den Grundschulen.

In unserer immer unübersichtlicheren Welt wird es für Kinder wie auch für Erwachsene noch wichtiger, richtige Entscheidungen über die Auswahl der Lebensmittel und die Gestaltung der täglichen Mahlzeiten zu treffen. Denn es gilt, einen sowohl genussorientierten als auch gesundheitsförderlichen Lebensstil entwickeln zu können.

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz stellen daher allen Grundschulen Baden-Württembergs mit dem Ernährungsführerschein des Bundeszentrums für Ernährung ein Unterrichtspaket vorrangig für die dritte Klasse zur Verfügung. Dieses erleichtert den Lehrerinnen und Lehrern, das Thema im Unterricht umzusetzen. Das Medienpaket wird durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz finanziert und stellt einen vielfach erprobten und umfassend evaluierten Baustein der Ernährungsbildung dar. Fast eine Million Kinder in Deutschland haben bereits einen Ernährungsführerschein erworben.

Bewusste Ernährung als wichtiger Teil guter Bildung

Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, und Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, haben den Ernährungsführerschein an zwei Standorten vorgestellt.

Zunächst präsentierten die beiden Politiker den Ernährungsführerschein an der Hieronymus-Nopp-Schule in Philippsburg. Dort pflanzten sie im Anschluss in Zusammenarbeit mit der Initiative „Pro Apfel – Gesund mit Genuss“ einen Apfelbaum im Schulgarten.

Der zweite Vorstellungstermin fand an der Grundschule Niederschopfheim in Hohberg statt. In beiden Schulen ist der Ernährungsführerschein ein Teil der Ernährungsbildung: Die Lehrkräfte greifen das Themen Essen und Trinken immer wieder in allen Klassenstufen auf, nehmen am EU-Schulprogramm teil, besuchen Erzeuger, haben eine Garten-AG und arbeiten zusammen mit den BeKi-Referentinnen der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung.

Volker Schebesta und Friedlinde Gurr-Hirsch betonen: „Bewusste Ernährung als wichtiger Teil guter Bildung muss schon im Grundschulalter ansetzen. Und Schulen spielen neben dem Elternhaus eine wichtige Rolle bei der Vermittlung des dafür notwendigen Wissens und einer verantwortungsorientierten Alltagskompetenz.“

Der Ernährungsführerschein

Der Ernährungsführerschein vermittelt Kindern, ihren Eltern, aber auch Lehrkräften Freude am Essen und daran, selber Mahlzeiten zuzubereiten. Zugleich erleben die Kinder, wie schnell sich die neuen Kenntnisse und Fertigkeiten erlernen und auch praktisch umsetzen lassen. Die Kinder werden dadurch vielfältige Impulse in ihre Elternhäuser hineintragen können.

Staatssekretär Schebesta sagt dazu: „Der Bildungsplan Grundschule im Fach Sachunterricht und die Leitperspektiven Verbraucherbildung sowie Prävention und Gesundheitsförderung bieten vielfältige Anknüpfungspunkte zur Ernährungsbildung. Darauf lässt sich mit dem Ernährungsführerschein ausgezeichnet aufbauen.“

Staatsekretärin Gurr-Hirsch sagt: „Wir sind sicher, dass von einer landesweiten Einführung des Ernährungsführerscheins alle Kinder profitieren werden und unsere gemeinsame Initiative einen Beitrag für die allgemeine Gesundheitsförderung leisten kann. Wir wünschen allen Kindern und auch den Lehrkräften viel Freude dabei, Ernährungsbildung zu entdecken und im Alltag anzuwenden.“

Fortbildungen machen Lehrkräfte mit dem Ernährungsführerschein vertraut

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg unterstützt Schulen und Kindertageseinrichtungen mit der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi) bei Fragen rund ums Essen und Trinken. Mit Elternveranstaltungen, Unterricht für Kinder, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in Kita und Schule und vielen Informationsmaterialien steht ein breites Angebot rund um ausgewogene Ernährung für Kinder zur Verfügung. Die Landesinitiative BeKi bietet zusätzlich Fortbildungen an, um Lehrkräfte mit dem Ernährungsführerschein vertraut zu machen. In Offenburg finden im Januar und Februar Fortbildungen statt, im Landkreis Karlsruhe werden die Termine in Kürze bekannt gegeben. Alle weiteren Fortbildungen sind auf der Webseite der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung zu finden.

Infodienst Ernährung: BeKi – Bewusste Kinderernährung

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