Gesundheit

Runder Tisch Geburtshilfe beschlossen

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Eine Hebamme führt eine Ultraschalluntersuchung an einer Schwangeren durch.

Die Landesgesundheitskonferenz hat dem Vorschlag von Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha zugestimmt, einen Runden Tisch Geburtshilfe einzurichten. Mit dem Runden Tisch Geburtshilfe, an dem Vertreterinnen und Vertreter der Hebammen, der Krankenkassen, der Frauenärzte, der Landesärztekammer sowie der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft teilnehmen werden, reagiert das Land darauf, dass immer mehr Hebammen ihren Beruf aufgeben oder junge Frauen gar nicht erst in diesem Beruf arbeiten wollen.

„Unser Ziel ist es, ein Versorgungskonzept zu erarbeiten, damit Frauen auch in Zukunft noch vor und während der Geburt angemessen betreut werden können und auch die Nachsorge sichergestellt ist“, sagte der Minister. Der Auftakt für den Runden Tisch ist unter der Leitung von Staatssekretärin Bärbl Mielich Anfang kommenden Jahres geplant.

Gesundheitswesen patientenorientiert und bedarfsgerecht weiterentwickeln

In der unter dem Vorsitz des Sozial- und Integrationsministers stattfindenden Landesgesundheitskonferenz kommen einmal im Jahr alle wichtigen Akteure des Gesundheitswesens in Baden-Württemberg zusammen. Ziel ist die Weiterentwicklung des baden-württembergischen Gesundheitswesens unter dem Blickwinkel der Vernetzung, Regionalisierung und Patientenorientierung. Die Einrichtung des Runden Tisches Geburtshilfe war einer von mehreren wichtigen Beschlüssen zur Weiterentwicklung des baden-württembergischen Gesundheitswesens in diesem Jahr.

Weitere wesentliche Beschlüsse fasste die Landesgesundheitskonferenz zur sektorenübergreifenden Versorgung sowie zum Ausbau der Telemedizin. Neben einem nicht-öffentlichen fand auch ein öffentlicher Teil der Landesgesundheitskonferenz statt. Dazu kamen in diesem Jahr rund 300 interessierte Fachleute aus dem Gesundheitswesen, Patientenvertreter sowie Bürgerinnen und Bürger in die Schwabenhalle nach Fellbach, um sich über aktuelle Themen der Gesundheitsförderung und Prävention, medizinischen Versorgung und Pflege zu informieren und auszutauschen.

Sektorenübergreifende Versorgung noch enger verzahnen

Angesichts des demografischen Wandels besteht neben der Akutversorgung der Bevölkerung die wohl wichtigste Aufgabe der Gesundheitsversorgung künftig in einer adäquaten und bedarfsgerechten Versorgung von chronisch und mehrfach erkrankten Patienten. Die Zusammenarbeit von Leistungserbringern sowohl im intersektoralen Bereich (ambulant/stationär) als auch intrasektoral (etwa zwischen Haus- und Fachärzten) wird deshalb immer wichtiger.

Ergebnisse der derzeit geförderten Modellprojekte werden miteinbezogen

Auf Beschluss der Landesgesundheitskonferenz sollen – unter Einbindung des Sektorenübergreifenden Landesausschusses und gemeinsam mit den relevanten Akteuren sowie den Patientinnen und Patienten – Eckpunkte für die zukünftige Versorgungsstruktur in Baden-Württemberg erarbeitet werden. Die Ergebnisse der derzeit vom Sozial- und Integrationsministerium geförderten Modellprojekte zur sektorenübergreifenden und zur ambulanten Versorgung sollen hierbei miteinbezogen werden.

„Unsere Aufgabe ist es, die Gesundheitsversorgung sektorenübergreifend und patientenzentriert weiterzuentwickeln und medizinische Versorgung, Rehabilitation, Pflege, Gesundheitsförderung sowie Prävention künftig noch besser zu vernetzen“, sagte Lucha. Eine wesentliche Rolle dabei spiele die Weiterentwicklung einer am tatsächlichen Versorgungsbedarf der Bevölkerung orientierten Krankenhausplanung.

Konzept zum Ausbau der Telemedizin

Um Baden-Württemberg im Bereich der Telemedizin noch besser aufzustellen und diese nachhaltig auszubauen, soll eine eigens eingerichtete Projektgruppe unter Federführung des Sozial- und Integrationsministeriums eine Strategie erarbeiten. Die Landesgesundheitskonferenz stimmte einem entsprechenden Vorschlag von Minister Lucha zu. „In der Telemedizin liegen große Chancen zur Bewältigung der Herausforderungen im Gesundheitswesen. Wir wollen das Potential der telemedizinischen Versorgung für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die Leistungserbringer und Kostenträger nicht nur sichtbar, sondern auch noch besser nutzbar machen“, sagte Lucha.

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