Nahverkehr

Busse und Bahnen sind keine Corona-Hotspots

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Frau mit Mundschutz steht an einer Haltestelle der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Es gibt keine Hinweise auf ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wichtig ist allerdings, dass sich alle Fahrgäste an die geltende Maskenpflicht in Bussen, Zügen und auf Bahnsteigen halten.

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen in Baden-Württemberg werden auch weiterhin auf die Einhaltung hoher Hygienestandards in den Zügen achten. Dies betonten die Vertreter aller Bahnunternehmen im Land bei einem Online-Treffen mit dem Landesverkehrsministerium. Trotz allgemein steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie gebe es keine Hinweise auf ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in den Öffentlichen Verkehrsmitteln, betonte Verkehrsminister Winfried Hermann: „Busse und Bahnen sind keine Corona-Hotspots. Sie sollten auch weiter als umwelt- und klimafreundliche Verkehrsmittel genutzt werden. Wichtig ist allerdings, dass sich alle Fahrgäste an die geltende Maskenpflicht in Bussen, Zügen und auf Bahnsteigen halten. Denn der allgemein geltende Mindestabstand kann im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nicht immer eingehalten werden. Eine richtig getragene Mund- und Nasenbedeckung verringert aber wirksam das Risiko einer Ansteckung.“

Bahnunternehmen im Land sichern hohe Hygienestandards in den Zügen

Die Bahnunternehmen unterstrichen bei dem Treffen, dass sie auch mit dem Infektionsrisiko ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbstverständlich höchst verantwortungsvoll umgehen. So werde in sensiblen Bereichen mit getrennten Teams gearbeitet. Bei Verdachtsfällen würden Betroffene umgehend in Quarantäne geschickt bis klar sei, ob sie sich angesteckt haben. Da in Einzelfällen auch Lokführer oder Werkstattpersonal von Ansteckung betroffen sind, könne es allerdings – teilweise bedingt durch kurzfristige Quarantäneanordnungen – auch zu Zugausfällen kommen. Die Vertreter aller Bahnunternehmen im Land betonten zugleich, dass sie alles unternehmen, um wie bisher für einen stabilen und zuverlässigen Betrieb zu sorgen. Hierzu haben sie sich mit dem Land auf Eckpunkte zur Ausgestaltung des Betriebes bei Personalausfällen in Folge von Corona-Infektionen verständigt. Minister Hermann warb zugleich bei den Fahrgästen um Verständnis für den Fall, dass es in Folge von Infektionsfällen beim Bahnpersonal kurzfristig zu Zugausfällen kommen sollte.

Für DB Regio erklärte der Vorsitzende der Regionalleitung Baden-Württemberg, David Weltzien: „Gerade in diesen Zeiten stehen wir mit unserem Zugangebot für ein Stück Normalität, das wir im Schulterschluss mit unseren Aufgabenträgern gewährleisten. Insbesondere Berufspendler und Schüler brauchen weiterhin die Bahn. Mit großem Engagement sorgen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass unsere Kunden verlässlich unterwegs sein können. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.“ Der Technische Geschäftsleiter von Go-Ahead Baden-Württemberg, Gordon Lemke, sagte, man lege größten Wert auf die Hygiene- und Sicherheitsstandards und vermeide, wo immer möglich, jegliche Beeinträchtigungen für die Fahrgäste.

Die hohen Corona-Infektionszahlen gehen auch an der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG) nicht spurlos vorüber. So ist es möglich, dass sich Mitarbeiter aufgrund behördlicher Anweisungen in Quarantäne begeben müssen und dann nicht so ohne Weiteres ersetzt werden können. Dies kann wiederum zur Folge haben, dass das Fahrplanangebot der SWEG – in Abstimmung mit dem Land Baden-Württemberg – auf den betroffenen Strecken angepasst werden muss. „Diese schwierige Zeit ist für uns alle eine große Bewährungsprobe und wir können sie nur gemeinsam und mit gegenseitiger Rücksichtnahme bewältigen“, bittet Tobias Harms, Vorstandsvorsitzender der SWEG, um Verständnis.

Auch Abellio bewertet das Infektionsrisiko im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) nicht höher, als in anderen öffentlichen Bereichen. Maßgeblich für den Schutz von Fahrgästen und Zugpersonal seien umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen in den Fahrzeugen. „Bislang gab es glücklicherweise keine Corona-Infektionen bei unseren rund 300 betrieblichen Mitarbeitern. Auch externe Infektionsfälle wurden unseren Verkehrsleistungen nicht zugeordnet. Wir tun unser Möglichstes, dass dies auch weiterhin so bleibt“, sagte Rolf Schafferath, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH. „Wenn sich Reisende und Mitarbeiter weiterhin so konsequent wie bisher an die bekannten Hygieneregeln halten – in erster Linie aber an die Maskenpflicht –, wird Bahnfahren auch künftig für alle sicher möglich sein“, so Schafferath weiter.

Sich vor Corona schützen

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys