Bauen

Bauministerkonferenz feiert 75. Jubiläum in Baden-Baden

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ministerin Nicole Razavi (rechts) und Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Klara Geywitz (Mitte) beim Festakt „75 Jahre Bauministerkonferenz“ im Kurhaus Baden-Baden.
Ministerin Nicole Razavi (rechts) und die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz (Mitte), beim Festakt „75 Jahre Bauministerkonferenz“ im Kurhaus Baden-Baden

Die Bauministerkonferenz hat in Baden-Baden ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Vor rund 150 geladenen Gästen betonte die derzeitige Vorsitzende, Ministerin Nicole Razavi, die Bedeutung des Gremiums. Die Bauministerkonferenz sei gelebter Föderalismus, der einen Mehrwert für alle schaffe.

Seit 75 Jahren treffen sich die Bauministerinnen und Bauminister sowie Bausenatorinnen und Bausenatoren der Länder, um die Menschen der Republik mit ausreichend, bezahlbarem und nachhaltigem Wohnraum zu versorgen. Anlässlich dieses Jubiläums feierte die Bauministerkonferenz (BMK) am Mittwoch, 22. November 2023, einen Festakt im Bénazetsaal des Kurhauses in Baden-Baden.

Reallabor, Best-Practice-Produzent und gesunder Wettbewerb

Vor rund 150 geladenen Gästen erinnerte die BMK-Vorsitzende, Baden-Württembergs Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, in ihrer Rede an die Gründung des Gremiums im November 1948 in Marburg und betonte seine Bedeutung. Sie sagte: „Die Bauministerkonferenz ist von Beginn an lebendiger und gelebter Föderalismus. Sie steht mit ihren 75 Jahren für die Leistung des föderalen Deutschlands, Interessenvielfalt zuzulassen, sie zu bündeln und genau daraus einen Mehrwert für alle zu machen. Das ist eine große Stärke und ein hoher Wert. Der Föderalismus, wie er in der BMK gelebt wird, ist eben nicht Kleinstaaterei und Flickenteppich. Er ist Reallabor, Best-Practice-Produzent, gesunder Wettbewerb. Die föderale Zusammenarbeit ist Fehlerbremse und Korrektiv. Und vor allem: Sie schult das Denken in Alternativen. Das muss Politik können, wenn sie erfolgreich sein will.“

Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, sagte in ihrem Grußwort: „Seit dem ersten Tag ihres Bestehens steht die Bauministerkonferenz vor großen Herausforderungen. Sie bewältigt diese – als Zusammenschluss der Länder, in Kooperation mit dem Bund – mit beachtlichem Erfolg. Sie hat Deutschland und das Leben seiner Bürgerinnen und Bürger entscheidend geprägt. Das zeigt sich von der Einführung der Musterbauordnung im Jahr 1959 ausgehend bis heute zu den Verabredungen zum Bau-Turbo-Pakt. Zusammenarbeit ist die DNA dieses Zusammenschlusses, konfliktfrei geht es selten zu. Aber auch das gehört zum Ringen um die besten Lösungen. Liefern können Bund und Länder beim Bauen nur gemeinsam.“

Festschrift „75 Jahre Bauministerkonferenz“

Anlässlich des Jubiläums der Bauministerkonferenz stellte Ministerin Razavi anschließend die Festschrift „75 Jahre Bauministerkonferenz“ vor. Sie sagte: „Die Festschrift ist als Gemeinschaftsprojekt der Länder entstanden. In 75 Jahren haben sich die Welt, die Gesellschaft und damit die Rahmenbedingungen für die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden stetig verändert. Wir wollen mit diesem Jubiläumsband aber nicht in Ehrfurcht die Vergangenheit feiern, sondern den Blick auf die Zukunft richten und mit den vielen motivierenden Lösungen Wege sichtbar machen, die wir als Bundesländer bereits beschreiten und künftig beschreiten können. Das ist mit der Festschrift unzweifelhaft gelungen.“

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Mediathek: Bilder zum Herunterladen

Weitere Meldungen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026