Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Das Wirtschaftsministerium und die ukrainische Region Lwiw haben eine Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, und die stellvertretende Leiterin der Regionalverwaltung der Oblast Lwiw (Region Lemberg), Vize-Gouverneurin Khrystyna Zamula, haben am 12. Februar 2026 in Stuttgart im Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen Letter of Intent (LoI) zur Vertiefung ihrer wirtschaftlichen und innovationsorientierten Zusammenarbeit unterzeichnet. Zamula nahm die Unterzeichnung stellvertretend für Gouverneur Maksym Kozytskyy vor, der die Ukraine aufgrund der angespannten Lage im Bereich der Energieversorgung vor Ort kurzfristig nicht verlassen konnte. Ziel der Vereinbarung ist es, die Kooperation zwischen den beiden Regionen in den Schwerpunkten IT und Künstliche Intelligenz, Gesundheit und Medizintechnik sowie sicherheits- und verteidigungsrelevanten Industrien auszubauen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte in seinem Grußwort „Wir sehen, wie sich die Ukraine gegen die Angreifer stemmt: Mit außerordentlichem Mut. Mit großer Widerstandskraft. Und mit beeindruckendem Zusammenhalt. Dafür schulden wir den Menschen in der Ukraine unseren Respekt und unsere Anerkennung. Ich versichere Ihnen, Frau Vize-Gouverneurin: Baden-Württemberg steht entschlossen an der Seite der Ukraine. Wir wollen nicht nur an eine gute Zukunft für die Ukraine glauben. Wir wollen ihr den Weg bereiten.“

Oblast Lwiw

Die ukrainische Oblast Lwiw liegt im Westen des Landes und ist mit rund 2,3 Millionen Einwohnern eine der bevölkerungsstärksten Regionen der Ukraine. Sie gehört zu den größten und wirtschaftlich bedeutendsten Regionen des Landes.

Lwiw ist ein bedeutender Industrie-, Handels- und Logistikstandort mit direkter Nähe zur Europäischen Union. Die Region verfügt über eine breit diversifizierte Wirtschaftsstruktur, in der Industrie, Handel, Dienstleistungen und Informationstechnologie zentrale Rollen spielen.

Für ausländische Investoren ist Lwiw trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen in der ukrainischen Gesamtwirtschaft ein relevanter Standort. Die direkten Auslandsinvestitionen (FDI) in der Region betrugen Ende 2024 rund 1,7 Milliarden US-Dollar; Deutschland trug mit einem Investitionsbestand von mehr als 100 Millionen US-Dollar maßgeblich dazu bei.

Der IT-Sektor ist ein markanter Wachstumsbereich: In Lwiw sind zahlreiche IT-Unternehmen angesiedelt, und der lokale IT-Cluster bündelt die Aktivitäten vieler Technologieunternehmen und Fachkräfte. Mit über 51.000 Beschäftigten im IT-Bereich gehört die Region zu den größten IT-Zentren der Ukraine.

Daneben bestehen in Lwiw sektorale Clusterinitiativen zur Förderung von Innovation und Kooperation, etwa im Gesundheitssektor und im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologien, die gezielt industrielle Zusammenarbeit unterstützen.

Quelle:
Germany Trade and Invest (GTAI): Investitionsstandort Region Lwiw Germany Trade and Invest (GTAI): Investitionsstandort Region Lwiw – Wirtschaftsprofil

Seitens der Bundesregierung bestehen umfangreiche Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für die Ukraine-Geschäfte deutscher Unternehmen (z.B. Exportkreditgarantien, Investitionsabsicherungen, Vorzugskredite oder Zuschüsse)

Germany Trade and Invest (GTAI): Förderung für Ukraine-Geschäfte

 

Aktuelle Spendenaufrufe an die Wirtschaft und Privatpersonen

Materialspenden

Angesichts der überaus angespannten Lage in der Ukraine hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Task Force zur Stabilisierung der ukrainischen Energieversorgung eingerichtet. Unternehmen werden um eine schnelle Prüfung gebeten, ob zeitnah geeignetes technisches Equipment, Fahrzeuge, Werkzeuge oder Materialien bereitgestellt oder gespendet werden kann (zum Beispiel Transformatoren, Reparaturfahrzeuge, Schaltanlagen oder andere Anlagenkomponenten).

Als Kontakt für schnelle Hilfe stehen im Bundeswirtschaftsministerium die Taskforce Ukraine (TF-Ukrainehilfe@bmwe.bund.de) oder direkt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ (helpenergyukraine@giz.de) zur Verfügung.

Geldspenden

Über die Berliner Initiative „Ukraine2Power” kann direkt Geld für die Versorgung der Menschen in der Ukraine gespendet werden. 80 Euro reichen aus, um ein Wärme- und Überlebenskit für eine Wohnung zu finanzieren und vor Ort zu übergeben. Jedes Wärmekit enthält das Nötigste, um Kälte und Dunkelheit zu überstehen: einen Campinggaskocher mit Gasflaschen, einen Schlafsack, Wärmepflaster sowie Powerbanks oder Heizdecken.

Spenden sind über die Partnerorganisation WE AID möglich, die auch Spendenquittungen ausstellt:
IBAN: DE52 3702 0500 0001 8388 01
Verwendungszweck: Ukraine2Power

Weitere Meldungen

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt