Ökologischer Landbau

Baden-Württemberg überzeugt auf der BIOFACH mit regionalem Genuss

Das Genießerland Baden-Württemberg präsentiert sich auf der Messe BIOFACH in Nürnberg mit einer gelungenen Mischung aus Tradition und Innovation.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Biofach - Archivbild

„Auf der BIOFACH sehen wir jedes Jahr viele Produktinnovationen in der Ökobranche. Mich freut es besonders zu sehen, wie gut die baden-württembergischen Unternehmen sich hier präsentieren. Das Land Baden-Württemberg hat das ambitionierte Ziel, den Ökolandbau bis zum Jahr 2030 auf 30 bis 40 Prozent auszuweiten. An diesen Zielen halten wir auch in Zeiten turbulenter Märkte und herausfordernder Entwicklungen fest. Für mehr regionales Bio auf dem Acker, in den Regalen und auf den Tellern haben wir in Baden-Württemberg bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. So sind wir beispielsweise mit unserer Verwaltungsvorschrift für Landeskantinen allen anderen Ländern voraus. Darin sind verpflichtende Anteile für den Einsatz regionaler und bioregionaler Produkte festgelegt. Bundesweit einmalig erhalten die Landeskantinen abhängig vom erreichten Bio-Anteil auch einen finanziellen Ausgleich. Mit der in 2025 anstehenden Weiterentwicklung unseres Aktionsplans ,Bio aus Baden-Württemberg‘ passen wir unsere Maßnahmen an die veränderten Rahmenbedingungen an. Damit stärken wir die regionale Wertschöpfung sowie den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg weiter“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich seines Besuchs auf der BIOFACH Messe in Nürnberg.

Einige der Landeskantinen nutzen bei der diesjährigen BIOFACH die Möglichkeit, sich auf Einladung des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der MBW Marketinggesellschaft mbH sowie der Bio-Verbände bei speziell auf die Bedarfe von Großküchen abgestimmten Rundgängen über Produkte und Trends zu informieren.

Hochwertige und regionale Produkte

„Baden-Württemberg will die Potenziale des Ökolandbaus für die heimischen Unternehmen  nutzen. Dazu braucht es weiterhin eine steigende Nachfrage nach regionalem Bio. Deshalb freut es mich sehr, dass sich der ‚Schmeck den Süden. Baden-Württemberg‘-Gemeinschaftsstand erneut großer Beliebtheit erfreut. Wir konnten unsere Standfläche dieses Jahr weiter ausbauen.  17 Aussteller aus Baden-Württemberg inklusive unserer Bio-Musterregionen präsentieren qualitativ hochwertige, regionale Produkte ,made in Baden-Württemberg‘“, betonte Minister Hauk.

Im Qualitätsprogramm BIOZBW gibt es derzeit 128 Zeichennutzer und 1.170 Erzeuger. „Mit dem BIOZBW besteht ein verlässlicher Wegweiser für Verbraucher. Es gewährleistet die regionale Wertschöpfung vom Rohstoff über die Verarbeitung und stellt ein wichtiges Profilierungs- und Differenzierungskriterium in einem anspruchsvollen Markt dar“, ergänzte der Geschäftsführer der landeseigenen MBW Marketinggesellschaft mbH, Dr. Alexander Wirsig.

Auszeichnung von hochwertigem Bio-Käse aus Baden-Württemberg

Im Bereich des Bio-Käses hat das Land einen eigenen Qualitätswettbewerb ausgerufen, dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen der BIOFACH ausgezeichnet wurden. Der jährliche Wettbewerb fand am 5. Februar am Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) in Wangen statt.

Der Milchwirtschaftliche Verein Baden-Württemberg e.V. führte die Veranstaltung durch. Insgesamt zehn Betriebe haben 41 Proben von hochwertigen Bio-Käsesorten in verschiedenen Kategorien wie Hartkäse, Schnittkäse, Weichkäse und Frischkäse eingereicht. Eine Expertenjury prüfte die Proben nach sensorischen und analytischen Merkmalen.

Alle teilnehmenden Betriebe haben in diesem Jahr die Qualitätsanforderungen erfüllt und werden daher mit dem Bio Genuss Preis ausgezeichnet. „Die Milchwirtschaft hat für Baden-Württemberg eine herausragende Bedeutung. Mit dem Bio-Käse-Qualitätswettbewerb zeichnen wir deshalb hochwertigen und köstlichen Bio-Käse aus Baden-Württemberg aus. Die prämierten Käsereien und Molkereien Süddeutschlands stehen für handwerkliche Tradition, höchste Qualität und regionale Rohstoffe. Ich bin besonders stolz, dass die meisten der heute ausgezeichneten Käse das landeseigene Biozeichen Baden-Württemberg tragen. Baden-Württemberg steht für Qualität und Genuss, das unterstreicht dieser Wettbewerb einmal mehr“, freute sich Minister Hauk.

Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel BIOFACH

Die BIOFACH ist die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel. Die BIOFACH findet vom 11. bis 14. Februar 2025 im Messezentrum Nürnberg statt. Die BIOFACH sieht sich als der Ort, an dem Menschen ihre Leidenschaft für Bio-Lebensmittel und den Bio-Markt teilen, sich kennenlernen und austauschen. Den ,Schmeck den Süden. Baden-Württemberg‘-Gemeinschaftsstand teilen sich in diesem Jahr 17 Unternehmen aus Baden-Württemberg, inklusive der Bio-Musterregionen. Dabei sind:

  1. Schwarzwälder Eismanufaktur (Schallstadt)
  2. Jeremias (Birkenfeld)
  3. Obst vom Bodensee (BIOZBW, Friedrichshafen) / Ökobo (BIOZBW, Meckenbeuren), gemeinsamer Standauftritt
  4. Schapfenmühle (Ulm-Jungingen)
  5. Heimatsmühle (Aalen)
  6. Schwarzwaldmilch (BIOZBW, Freiburg)
  7. Reichenau Gemüse (BIOZBW, Insel Reichenau)
  8. Stüwer (Heroldstatt)
  9. Gustav Heess Oil (Böblingen) / Genuino (Leonberg), gemeinsamer Standauftritt
  10.   Biohof Domäne Weil (BIOZBW, Ostfildern)
  11.   Biova (Wildberg)
  12.   natürlich Bio-Ei (BIOZBW, Hoßkirch)
  13.   natürlich Bio-Ei (BIOZBW, Hoßkirch)
  14.   Frießinger Mühle (Bad Wimpfen)
  15.   Ceresal GmbH (Mannheim)
  16.   Bio-Musterregionen (in wechselnder Besetzung)
  17.   MBW (Infostand zum BIOZBW, Regionalkampagne und Maßnahmen der MBW)

Ausgezeichnete Unternehmen des Käse-Wettbewerbs

  1. Bauernkäserei Leupolz (Wangen im Allgäu)
  2. Bergpracht Milchwerk (Tettnang-Siggenweiler)
  3. Bio-Ziegenkäserei Illertal (Unteropfingen)
  4. Dorfkäserei Geifertshofen (Bühlerzell)
  5. Käserei Bauhofer (Bodnegg)
  6. Käsküche Isny (Isny)
  7. Kisslegg Käsefreunde (Kißlegg)
  8. Monte Ziego (Teningen)
  9. Schrozberger Milchbauern (Schrozberg)
  10.   Schwarzwaldmilch (Freiburg)

Weitere Meldungen

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Landwirtschaft

FIONA-Antragssaison 2026 startet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Paradiestal 13.10.2008: auf einer Weide schauen ein Schaf und drei Ziegen neugierig in die Kamera
Naturschutz

Jetzt für Landesnaturschutzpreis 2026 bewerben

Minister Winfried Hermann mit der AMEISE des Fraunhofer-Instituts
Autonomes Fahren

Autonomes Fahren im ÖPNV macht weiter Fortschritte

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Land stärkt Ländlichen Raum mit 112,4 Millionen Euro

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
Gesundheitsberufe

Bis 31. März 2026 für die Landarztquote bewerben

Naturschutzgebiet Wurzacher Ried
Naturschutz

Land kauft mehr Flächen für Natur- und Klimaschutz