Denkmalpflege

Archäologie-Preis des Landes 2024 verliehen

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement in der archäologischen Denkmalpflege. Die Preisträger 2024 kommen aus Schorndorf und vom Bodensee.

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Preisverleihung Archäologiepreis
Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (links) und Ministerin Nicole Razavi (Fünfte von links) mit den Preisträgern

Die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, hat im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart den Archäologie-Preis Baden-Württemberg 2024 verliehen. Der Archäologie-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement in der archäologischen Denkmalpflege. Gestiftet wird der Preis von der Wüstenrot Stiftung.

Roland Buggle aus Schorndorf erhielt den mit 8.000 Euro dotierten Hauptpreis. Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis ging an den „Nellenburger Kreis“, einer Abteilung des Hegau-Geschichtsvereins, bestehend aus Uwe Frank aus Gaienhofen, Rudolf Martin aus Radolfzell und Ralf Schrage aus Eigeltingen. Der Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro ging an den Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde e.V., Uhldingen-Mühlhofen, Ortsteil Unteruhldingen.

Ehrenamtliche setzen viel Zeit, Energie und Kreativität ein

Ministerin Nicole Razavi sagte: „Die Ehrenamtlichen in der archäologischen Denkmalpflege setzen viel Zeit, Energie und Kreativität ein. Sie schützen die Spuren unserer Vergangenheit, sie vermitteln unsere Denkmale der Öffentlichkeit und bewahren diese für zukünftige Generationen. Diesen Einsatz würdigen wir mit dem Archäologie-Preis Baden-Württemberg.“

Joachim E. Schielke, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Stiftung, die den Preis auslobt, sagte: „Mit dem Archäologie-Preis möchte die Wüstenrot Stiftung Ehrenamtliche sichtbar machen, die sich über viele Jahre für archäologische Denkmäler in ihrer baden-württembergischen Heimat einsetzen. Der Erhalt kulturellen Erbes ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur durch die gute Zusammenarbeit von fachkundigen Institutionen und einer engagierten Zivilgesellschaft gelingen kann.“

Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart und Vorsitzender der Jury, sagte: „Die ehrenamtliche Tätigkeit für die Landesarchäologie bietet viele unterschiedliche Aufgabenfelder und reicht von Begehungen und Fundmeldungen über die Beobachtung von Bauvorhaben vor Ort bis hin zur Organisation und Durchführung kleinerer Grabungen, Messungen, Führungen, Ausstellungen und Publikation der Untersuchungsergebnisse. Auch die heutigen Preisträger bilden in ihren Leistungen jeweils Facetten dieses breiten Spektrums ab. Ich hoffe sehr, dass der Preis als Anerkennung und Ansporn für die Ehrenamtlichen im Lande verstanden wird und es würde mich sehr freuen, wenn weitere, neue Mitstreiter und Mitstreiterinnen im Land gewonnen werden könnten.“

Den Festvortrag zur Preisverleihung hielt Prof. Dr. Franz Schopper, der Landesarchäologe von Brandenburg. Er gewährte spannende Einblicke in das spätbronzezeitliche Königsgrab von Seddin und sein Umfeld.

Die Preisträger

Archäologie-Preis Baden-Württemberg

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg wird seit 1981 alle zwei Jahre im Rahmen eines Festakts durch das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart, die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V. und den Förderkreis für Archäologie in Baden e. V. verliehen. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des LAD, entscheidet eine Jury über die Vergabe des Preises. Die Wüstenrot Stiftung stiftet den Archäologie-Preis Baden-Württemberg seit dem Jahr 2000. Alle Preisträger erhielten eine Urkunde sowie eine Nachbildung der Goldschale aus dem keltischen Fürstengrab von Eberdingen-Hochdorf im Kreis Ludwigsburg.

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Mediathek: Bilder zum Herunterladen

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von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
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