Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Die Anpassung der Wälder an den Klimawandel ist im vollen Gange und stellt die Waldbewirtschafter vor große Herausforderungen. Dies betonte Minister Peter Hauk auf der Grünen Woche in Berlin.

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Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)

„Die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel ist im vollen Gange und stellt die Waldbewirtschafter vor große Herausforderungen. Denn sie ist essentiell, um den Wald und seine vielfältigen Waldfunktionen im Klimawandel zu erhalten und großen Waldschäden vorzubeugen. Holznutzung und Holzverwendung sind dabei integrale Teile des Gesamtprozesses zum Erhalt der Wälder und zum Erreichen unserer Klimaschutzziele“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich einer Veranstaltung in der Waldarena des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR) im Rahmen der Grünen Woche in Berlin

Die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Silke Gorißen ergänzte: „Wir müssen die Widerstandsfähigkeit der Wälder weiter stärken und den aktiven Umbau zu starken Mischwäldern fortsetzen. Die Wiederbewaldung bleibt eine Generationenaufgabe.“ Zugleich betonte auch die nordrhein-westfälische Ministerin die vielfältigen Nutzfunktionen des Waldes für Mensch und Natur. „Der Wald ist ein echtes Multi-Talent. Er ist nicht nur Ort der Erholung und ein einmaliges Ökosystem, sondern auch eine wichtige Quelle des nachwachsenden Rohstoffs Holz.“

Stabilisierung der Wälder im Klimawandel hat Priorität

Beide Minister nutzten die Grüne Woche in Berlin für einen öffentlichen Austausch in der DFWR-Waldarena. Dabei stellten sie klar, welche hohe Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung für den Erhalt und die Stabilisierung der Wälder im sich vollziehenden Klimawandel zukommt und was in den Ländern beispielhaft für Walderhalt und Klimaschutz unternommen wird.

„Klar ist, dass die Wälder aktiv bewirtschaftet und klimaresilient entwickelt werden müssen. Das ist kein Selbstläufer, sondern benötigt Expertise, gut ausgebildete Fachleute auf allen Ebenen und finanzielle Unterstützung“, betonten die Minister Gorißen und Hauk.

Handlungsstrategie im Klimawandel: Holzbau fördern

Die Holznutzung und die nachfolgende Verwendung des Holzes in möglichst langlebigen Produkten ermöglichen zum einen die gezielte Verjüngung der Waldbestände und damit auch die Verringerung des Risikos von Schadereignissen. Holz kann zudem energieintensive Rohstoffe ersetzen, was klimawirksame CO2-Emissionen einspart. Beide Länder verfolgen daher Strategien, um die Holzverwendung vor allem im Baubereich zu fördern, so beispielsweise die Holzbau-Offensive Baden-Württemberg oder die Plattform Bauen mit Holz.NRW.

Ministerin Gorißen: „Holz nimmt eine Schlüsselrolle bei der Ressourcenwende ein – und der Holzbau zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz, Baukultur und wirtschaftliche Wertschöpfung ineinandergreifen können.“

„Die Holzbauoffensive Baden-Württemberg ist beispielhaft dafür, dass die Länder Akzente setzen können, um die Einsatzmöglichkeiten für den klimafreundlichen Baustoff Holz und die Beiträge für mehr Klimaschutz auszubauen. Zudem entstehen Baubeispiele, die zur Nachahmung anregen“, betonte Minister Hauk.

Erklärung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen: Waldpakt 2.0 (PDF)
Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Kampagne „#UnserHolz – Gut für’s Klima, gut für Dich.“

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