Ernährung

26. Tag der gesunden Ernährung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)

Der 26. Tag der gesunden Ernährung steht unter dem Motto „Nachhaltige Ernährung: Regional, saisonal, fair, umweltschonend: gesund und lecker!“. Regionalität und Saisonalität sind bei der Lebensmittelauswahl zwei wichtige Kriterien, um sich nachhaltig zu ernähren.

„Was wir essen und trinken wirkt sich nicht nur auf unsere Gesundheit, sondern auch auf unsere Umwelt, Wirtschaft und die sozialen Verhältnisse aus. Daher ist es der Landesregierung ein zentrales Anliegen, Verbraucherinnen und Verbraucher für eine nachhaltige, ausgewogene und genussvolle Ernährung zu sensibilisieren. Dieses wichtige Thema zieht sich wie ein roter Faden auch durch unsere baden-württembergische Ernährungsstrategie (PDF)“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Montag, 6. März 2023, mit Blick auf den Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2023.

Wie wichtig es ist, nachhaltig zu essen und zu trinken, werde Kita- und Schulkindern in Baden-Württemberg bereits über die bundesweit einzigartige Landesinitiative „Bewusste Kinderernährung“ (BeKi) vermittelt. Jedes Jahr beteiligen sich mehr Grundschulen und Kitas auch am Schulprogramm der Europäischen Union (EU) und integrieren frische, unverarbeitete Lebensmittel in den Schul- und Kitaalltag. An weiterführenden Schulen können sich zudem Jugendliche zu Schülermentoren „Nachhaltig essen“ ausbilden lassen und so den Schulalltag aktiv nachhaltig mitgestalten. Über das nachhaltige Veranstaltungskonzept #easyfoodbw lernen junge Erwachsene, wie sie sich nachhaltig, genussvoll und gesundheitsfördernd ernähren können.

Vorträge, Workshops und weitere Formate zur gesunden Ernährung

Darüber hinaus bieten die 35 Landratsämter sowie die vier Ernährungszentren im Land ganzjährig Vorträge, Workshops und weitere Formate, um Verbraucherinnen und Verbrauchern zu vermitteln, wie sie eine nachhaltige, ausgewogene und genussvolle Ernährung abwechslungsreich und praxisorientiert umsetzen können.

„Sich nachhaltig zu ernähren ist gar nicht so schwer, denn im Alltag bieten sich dazu viele Möglichkeiten. Mit dem Kauf von regionalen und saisonalen Produkten werden nicht nur die Transportwege auf ein Mindestmaß reduziert, sondern auch die heimische Landwirtschaft unterstützt. Die Lebensmittel sind außerdem besonders frisch und optimal gereift. So stehen auch im Mittelpunkt der Regionalkampagne ‚Natürlich. VON DAHEIM‘ nachvollziehbare und transparente Wertschöpfungsketten. Das Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW) und das Biozeichen Baden-Württemberg (BIOZBW) sind verlässliche Wegweiser für Verbraucherinnen und Verbraucher um hochwertige Lebensmittel aus Baden-Württemberg erkennen zu können“, so Minister Hauk.

Zusätzlich setzt sich die Landesregierung dafür ein, den Ökolandbau weiter zu stärken und auszubauen. Die zwischenzeitlich 14 Biomusterregionen sind ein wichtiger Katalysator, um den Bioanteil in Baden-Württemberg bis 2030 auf bis zu 40 Prozent zu erhöhen. Die am Projekt „Bio in der Gemeinschaftsverpflegung in Bio-Musterregionen“ beteiligten Regionen gehen dabei als Leuchttürme voran.

Gemeinschaftsverpflegung als effektiver Hebel für nachhaltige Ernährung

„Ein besonders effektiver Hebel für die Verankerung einer nachhaltigen Ernährung ist in der Gemeinschaftsverpflegung zu sehen“, erläuterte der Minister. Im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat das Landeszentrum für Ernährung bereits mehrere Modellprojekte unter anderem in Betrieben, Schulen oder auch Senioreneinrichtungen durchgeführt. Auf Grundlage der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), wird die Verpflegung unter anderem mit einem höheren Anteil regional und ökologisch erzeugter sowie fair gehandelter Produkte und durch die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung optimiert. Auch die Landeskantinen gehen mit gutem Beispiel voran.

„Gerade bei der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung ist noch viel Luft nach oben. Halten Sie Ihre Vorratshaltung im Blick und kaufen Sie nur das ein, was Sie auch wirklich essen. Sollte doch mal etwas übrig bleiben, können Lebensmittel über verschiedene Küchentechniken haltbar oder zu leckeren Resterezepten verarbeitet werden. Und sollte ein Lebensmittel das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben: Vertrauen Sie auf Ihre Sinne. Sie helfen Ihnen zu beurteilen, ob das Lebensmittel noch verzehrfähig ist. Auf unserer Lebensmittelretter-Seite finden sich viele weitere Tipps und Anregungen“, so Minister Hauk.

Bereits zum 26. Mal veranstaltet der Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED) den „Tag der gesunden Ernährung“. Mit diesem Aktionstag soll die Bevölkerung auf die Bedeutung einer gesunden Ernährung aufmerksam gemacht werden. Das diesjährige Motto lautet „Nachhaltige Ernährung: Regional, saisonal, fair, umweltschonend: gesund und lecker!“.

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Ein Clown der Narrenzunft Rottenburg läuft beim großen Umzug des Weißnarrentreffens in Villingen-Schwenningen durch die Innenstadt (Quelle: dpa).
Verbraucherschutz

Produktkontrollen für ein unbe­schwertes Feiern des Faschings

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald soll entnommen werden