Kunst und Kultur

Dialogtreffen zwischen Kamerun und Deutschland

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Kunst und Kultur Dialogtreffen zwischen Kamerun und Deutschland

Beim Dialogtreffen zwischen Deutschland und Kamerun im Linden-Museum Stuttgart haben die Teilnehmenden mögliche Wege der Rückgabe von Kulturgütern nach Kamerun und eine nachhaltige Zusammenarbeit beider Länder besprochen.

Elf deutsche Museen der Weltkulturen, Delegierte des Interministeriellen Komitees für die Rückführung illegal ausgeführter Kulturgüter sowie Vertreter und Vertreterinnen traditioneller Königshäuser aus Kamerun sprechen im „Dialogtreffen: Kamerun und Deutschland“ im Linden-Museum Stuttgart bis 16. Januar 2024 über mögliche Wege der Rückgabe von Kulturgütern nach Kamerun und über eine nachhaltige Zusammenarbeit. Die baden-württembergische Wissenschafts- und Kunstministerin Petra Olschowski sowie Rékia Nfunfu Ngeh, die Leiterin der kamerunischen Delegation, haben gemeinsam mit dem Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Dr. Markus Hilgert, und Repräsentanten und Repräsentantinnen des Bundes den von den Museen unter Federführung des Linden-Museums Stuttgart initiierten Dialog der Museen am 15. Januar 2024 offiziell eröffnet.

Dieser Dialog mit Kamerun ist ein elementarer Bestandteil der Aufarbeitung der deutschen Sammlungsbestände aus kolonialen Kontexten, der sich die deutschen Museen verpflichtet fühlen. Das Gespräch unter Beteiligung der offiziellen und der zivilgesellschaftlichen Seite soll hierbei breite Möglichkeiten der Verständigung eröffnen. Am Treffen nehmen Vertreter und Vertreterinnen der Museen aus Berlin, Bremen, Braunschweig, Frankfurt, Hannover, Hamburg, Köln, Leipzig, Mannheim, München und Stuttgart teil. Das Dialogtreffen wird durch die Kulturstiftung der Länder gefördert.

Deutschland besitzt etwa 40.000 Kulturgüter aus Kamerun

Deutschland ist im Besitz von etwa 40.000 Kulturgütern aus Kamerun, von denen viele während der deutschen Kolonialherrschaft auf unethische Weise in unsere Museen gelangt sind. Verschiedene traditionelle Gemeinschaften in Kamerun fordern die Rückgabe ihres Kulturgutes und haben Gespräche mit einzelnen Museen begonnen. Im Oktober besuchten erstmals Vertreter und Vertreterinnen des neu gegründeten nationalen „Interministeriellen Komitees für die Rückführung illegal ausgeführter Kulturgüter“ die Museen in Berlin, Bremen, München und Stuttgart.

Um ein gesamtdeutsches Vorgehen der Museen in dieser Frage zu ermöglichen, hat das Linden-Museum in Stuttgart als Bewahrer der größten kamerunischen Sammlung in Deutschland die Leitung einer Museumsgruppe übernommen, die aktiv diesen Dialog aufgreift und gemeinsam nach Wegen der Restitution und nachhaltiger Kooperation mit Kamerun sucht. In dieser Museumsgruppe sind die deutschen Museen vertreten, die jeweils mehr als 500 kamerunische Objekte in ihren Sammlungen beherbergen.

Beteiligte Museen

Am 15. Januar 2024 nahmen neben Ministerin Petra Olschowski auch Vertreter und Vertreterinnen des Auswärtigen Amtes sowie des Amtes der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Dr. Markus Hilgert, am Dialogtreffen teil.

Grundlage für vertrauensvolle Zusammenarbeit schaffen

Ziel des Dialogtreffens in Stuttgart ist es, im persönlichen Austausch mit kamerunischen Delegierten den Prozess eines transparenten Dialogs einzuleiten und eine Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu schaffen.

Die Delegation aus Kamerun wird im Anschluss an das Dialogtreffen in Stuttgart die Museen in Frankfurt (17. Januar 2024), Köln (18. Januar 2024), Hannover (19. Januar 2024), Leipzig (20. Januar 2024), Berlin (23. Januar 2024) und Hamburg (25. Januar 2024) besuchen.

Baden-Württemberg ist innerhalb der Kulturministerkonferenz federführend für das Thema Koloniales Erbe.

Stimmen zur Eröffnung des Dialogtreffens

Weitere Meldungen

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO<sub>2</sub>-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Flurneuordnung Schrozberg
Flurneuordnung

Flurneuordnung macht die Landschaft klimaresilient

Auszeichnung der Gigabitkommunen mit Herrn Minister
Digitalisierung

Fast ein Drittel der Kommunen erreicht vollständige Gigabitversorgung

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Gedenken

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Blick auf die Landesgartenschau Wangen mit einem bunten Blumenfeld im Vordergrund
Landesgartenschau

Förderbescheid für Landesgartenschau 2030 in Ulm

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Außenwirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart