Radverkehr

Zustandsprüfung für 2.500 Kilometer Radwege

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Fahrzeug für die Erfassung der Zustands- und Bestandsdaten auf Radwegen in Baden-Württemberg

Alle vier Jahre überprüfen wir Radwege, um sie leistungsfähig und in guter Qualität zu halten. Jetzt ist es wieder soweit: Ein spezielles Messfahrzeug hat mit der Befahrung Ende Juli im Bodenseekreis begonnen.

Anlässlich der gestarteten Überprüfung der Radwege erklärte Verkehrs-Staatssekretärin Elke Zimmer bei einem Ortstermin in Schwetzingen: „Das Land Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Dafür ist es notwendig, die Radverkehrsinfrastruktur konsequent zu verbessern und durchgängige Radverkehrsnetze zu schaffen. Unter anderem hat das Land deshalb erstmalig im Jahr 2018 eine Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen durchgeführt. Die ZEB im Jahr 2018 umfasste die Radwege, die in Baulast des Bundes oder des Landes sind. Bei der diesjährigen Befahrung werden auch Radwege an Bundes- und Landesstraßen in kommunaler Baulast erfasst.“

Zustandsveränderungen im Blick

Die Befahrung wird alle vier Jahre durchgeführt, damit Zustandsveränderungen des gesamten Netzes von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg über längere Zeiträume hin beurteilt werden können. Das spezielle Messfahrzeug erfasst hierbei anonymisierte Daten zur Beurteilung des Zustands, wie etwa Risse oder Unebenheiten auf der Fahrbahnoberfläche. Außerdem werden Informationen zur Breite, Beschilderung und Beleuchtung aufgenommen.

Nach Abschluss der Befahrung erfolgt im Herbst die Bewertung der Daten. Das Bewertungsverfahren ist an das seit vielen Jahren bewährte Verfahren zur Auswertung der Zustandsdaten für Straßen angelehnt. Für Radwege werden zusätzliche spezielle Anforderungen wie Wurzelaufbrüche, Stufen oder Mulden berücksichtigt. Erstmals wird – wie bei den Straßen – auch die Unebenheit der Radwege erfasst.

Daten fließen in Raddatenbank des Landes

Die Zustands- und Bestandsdaten fließen in das Radverkehrs-Infrastruktur-System (RadVIS BW) ein, die digitale Raddatenbank des Landes. Dort stehen sie Land und Kommunen als wichtige Informationen für den Ausbau und die Vernetzung der Radverkehrsinfrastruktur im Zuge von Bundes- und Landesstraßen zur Verfügung. Teil der Zustandserfassung und -bewertung ist eine Priorisierung der Dringlichkeit von Erhaltungsabschnitten an Radwegen. Diese dient Regierungspräsidien und kommunalen Akteuren als Grundlage bei der Planung von Erhaltungsmaßnahmen der kommenden Jahre.

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