Flüchtlinge

Zehn Jahre Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme

Die Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme feiert ihr zehnjähriges Bestehen. In diesem Zeitraum sind insgesamt 1.101 Anfragen eingegangen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: Ombudsperson Klaus Danner, Ministerin Marion Gentges und die ehemalige Ombudsperson Karl-Heinz Wolfsturm
von links nach rechts: Ombudsperson Klaus Danner, Ministerin Marion Gentges und die ehemalige Ombudsperson Karl-Heinz Wolfsturm

Die Ombudsstelle für die Flüchtlingserstaufnahme in Baden-Württemberg ist eine Erfolgsgeschichte. Sie wurde 2015 zuerst befristet und nach einer erfolgreichen Evaluation im Dezember 2021 beim Ministerium der Justiz und für Migration dauerhaft eingerichtet. Jetzt hat sie ihr zehnjähriges Bestehen.

Die Ombudsstelle setzt sich für die Belange von Flüchtlingen, Ehrenamtlichen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landeserstaufnahme, Organisationen, Institutionen und zuständigen Behörden, aber auch für Menschen, die im Umfeld von Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes leben und arbeiten gleichermaßen ein. Sie ist Ansprechpartner für Fragen der Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen in den Erstaufnahmeeinrichtungen und hat schon in vielen schwierigen Situationen gute, pragmatische und vor allem menschliche Lösungen gefunden.

Wichtiger Baustein im System der Erstaufnahme von Flüchtlingen

Justizministerin Marion Gentges sagte: „Die Ombudsstelle ist ein wichtiger Baustein in unserem System der Erstaufnahme von Flüchtlingen in Baden-Württemberg. Sie ist ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal, ein besonderes humanitäres Element in unserer Migrationsarbeit und eine wichtige Schnittstelle zwischen Einrichtungen, Kommunen und der Bevölkerung vor Ort. Dafür bin ich ihnen überaus dankbar.“

Geleitet wird die Stelle von einer Ombudsperson für Flüchtlingserstaufnahme in Baden-Württemberg. Im Zeitraum von 2015 bis 2017 war der Leitende Kriminaldirektor a. D. Karl-Heinz Wolfsturm Ombudsperson. Seit 2017 hat diese Aufgabe der Leitende Kriminaldirektor a. D. Klaus Danner inne.

Die Ombudsperson ist neutral, unabhängig von Weisungen, hat keine Weisungsbefugnis gegenüber Behörden und entscheidet selbst über die Befassung mit Einzelfällen. Sie handelt informell, koordinierend, beratend und vermittelnd. In den vier baden-württembergischen Regierungsbezirken gibt es vier ehrenamtliche Ansprechpersonen der Ombudsperson.

1.101 Anfragen in zehn Jahren

In den letzten zehn Jahren sind bei der Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme insgesamt 1.101 Anfragen eingegangen. Mit 381 Anfragen wurden die meisten über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeserstaufnahme gestellt. Im gleichen Zeitraum besuchte die Ombudsstelle die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes 120 Mal. Des Weiteren nahm sie von 2015 bis 2025 328 Gespräche mit Behörden, Organisationen und Institutionen sowie eigene Veranstaltungen und Vorträge wahr.

Karl-Heinz Wolfsturm, ehemalige Ombudsperson, führt zu den Anfängen der Ombudsstelle im Jahr 2015 aus: „Die Tätigkeit der Ombudsperson wurde von Beginn an von allen Beteiligten positiv aufgenommen und insbesondere von Behörden und Institutionen bei Falleingaben konstruktiv unterstützt. Die Möglichkeit, die Ombudsperson stets niedrigschwellig kontaktieren zu können, hat geholfen, herausfordernden Situationen im konstruktivem Zusammenwirken zu begegnen und pragmatische Lösungen zu entwickeln. Das war insbesondere in der Anfangszeit eine kostbare Unterstützung beim Aufbau dieses besonderen und neuen Angebots der Ombudsstelle auf der Ebene der Erstaufnahme von Geflüchteten.“

Klaus Danner, aktuelle Ombudsperson, ergänzt: „Ich bin dankbar dafür, dass ich in den letzten acht Jahren als Ombudsperson des Landes zur Transparenz und Verständnis der Erstaufnahme des Landes beigetragen habe. Pragmatische Lösungen bei Belangen der Geflüchteten, der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden als auch der Anwohnerinnen und Anwohner zu entwickeln sowie der offene Austausch mit allen Beteiligten, tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen. Dieses Vertrauen und die sich daraus entwickelnde Akzeptanz sind die Grundlage des gemeinsamen und respektvollen Zusammenwirkens aller Beteiligten vor Ort.“

Fallbeispiele

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Symbolbild: Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes sind an einer Wand eines Zimmers zu sehen. (Bild: dpa)
Polizei

Pädokrimineller Täter festgenommen

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Karrierechancen