Biodiversität

Weltbienentag am 20. Mai

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Biene zieht Nektar aus einer gelben Wiesenblume.

Am 20. Mai ist Weltbienentag. Die Bestäubungsleistung von Bienen ist für die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel in Baden-Württemberg von tragender Bedeutung.

„Bienen sind unabdingbar mit der Sicherstellung der Ernährung unserer Gesellschaft verknüpft. Ihre Bestäubungsleistung ist von essentieller Bedeutung für die Erzeugung von Nahrungsmitteln. In Deutschland beträgt die Bestäubungsleistung von Bienen circa 1,6 Milliarden Euro. Ein beachtlicher Wert und eine enorme Ökosystemdienstleistung, die hier von Bienen erbracht wird“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, mit Blick auf den Weltbienentag am 20. Mai.

Bestandssituation bei der Honigbiene verbessert

In Baden-Württemberg wurde in den letzten Jahren viel dafür getan, die Lebens- und Naturräume für Bienen und Insekten zu verbessern. Bei der Honigbiene hat sich die Bestandssituation in Baden-Württemberg zahlenmäßig gut entwickelt. Die Anzahl der Bienenvölker wächst stetig. Im Jahr 2020 gab es nach Zahlen der zwei Imkerverbände in Baden und Württemberg rund 186.000 Bienenvölker im Land. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von rund 6.000 Völkern. In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der Bienenvölker sogar um rund 25 Prozent angestiegen.

„Diesen positiven Trend gilt es fortzusetzen. Daher fordere ich herzlich jede und jeden auf, der Interesse daran hat, Bienenvölker zu halten, sich den Imkerinnen und Imkern im Land anzuschließen und es diesen gleich zu tun: einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Bienen zu leisten“, sagte Minister Hauk.

Schutz der Wildbiene ein wichtiges Anliegen

Bei den Wildbienen sind die Bestände dagegen rückläufig. Allein in Deutschland gilt jede Dritte der 560 Wildbienenarten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. 39 Arten sind sogar schon ausgestorben. Ihr Schutz ist daher besonders wichtig und der Landesregierung ein wichtiges Anliegen. „Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz fördert im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt unter anderem auch Projekte zugunsten von Wildbienen und Insekten, die Landbewirtschaftungsmethoden und -arten zur Aufwertung von Lebensräumen von Wildbienen und weiteren Insekten auf landwirtschaftlichen Flächen untersuchen. Anbausysteme mit Gemengepartnern, wie der Mais-Stangenbohnen-Gemengeanbau für Futter- und Energiepflanzen, wirken sich beispielsweise positiv auf das Vorkommen von Hummeln aus,“ so der Minister.

An den Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen wurden über das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt darüber hinaus Bienenfachberatungen etabliert. Besonders hinzuweisen ist auf die Broschüre „Biodiversität und Insektenschutz in der Landwirtschaft“ (PDF). In dieser werden einige bewährte Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität anhand von Best-Practice-Beispielen beschrieben und über deren Umsetzung und Finanzierung informiert.

„Der der Bienenschutz ist nicht nur ein Thema der Landwirtschaft. Alle Bürgerinnen und Bürger können zum Erhalt und zur Förderung der Bienen und Insekten beitragen, zum Beispiel durch die Anlage eines arten- und blütenreichen Balkons oder Hausgartens“, betonte der Minister.

Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg besteht seit 2018 und ist bundesweit einmalig. Es soll Impulsgeber sein für Maßnahmen, die die Biodiversität in verschiedensten Bereichen im Offenland und im Wald stärken und erhalten. In diesem Rahmen werden vielfältige Projekte des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie des Ministeriums für Verkehr umgesetzt. Ein wissenschaftliches Fachgremium begleitet und berät die Umsetzung des Programms.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Bienenweidekatalog – Verbesserung der Bienenweide und des Artenschutzes

Weitere Meldungen

Erster Wolf im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt
Naturschutz

Fähe im Enztal-Territorium als sesshaft nachgewiesen

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Ehrenamtskarte Baden-Württemberg
Bürgerengagement

Neue Angebote bei Ehrenamtskarte

Gefärbte Eier stehen in einer Palette (Foto: © dpa)
Verbraucherschutz

Unbeschwertem Ostergenuss steht nichts im Weg

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Neue Fördermaßnahme „Rotationsbrache im Weinbau“ ab 2027

Gruppenbild bei Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall
Landwirtschaft

Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 in Bad Reichenhall

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tiergesundheit

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026