Elektromobilität

Weitere Parkplatzflächen für mehr Ladepunkte

Das Land hat 120 weitere öffentliche Parkplatzflächen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Verfügung gestellt.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Elektroauto steht in Stuttgart an einer öffentlichen Ladesäule (Bild: © dpa).
Symbolbild

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat 120 weitere öffentliche Parkplatzflächen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Verfügung gestellt. Die 120 zusätzliche Parkplatzflächen entlang von Bundes- und Landesstraßen bieten Platz für neue Ladepunkte, um das Netz weiter zu verdichten. Das Verkehrsministerium gibt nach und nach weitere Parkplatzflächen für private Investoren frei, um die Klimaschutzziele weiter voranzubringen und die Ladeinfrastruktur in Baden-Württemberg auszubauen. Das Ziel bis zum Jahr 2030 sind 60.000 bis 100.000 öffentliche Ladepunkte. Verkehrsminister Winfried Hermann betonte: „Die Elektrifizierung des Verkehrs spielt eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Dafür ist eine flächendeckende und zuverlässige Ladeinfrastruktur notwendig. Um diese weiter auszubauen, braucht es geeignete Flächen. Diese stellen wir zur Verfügung.“

FlächenTOOL kommt gut an

Mit der Bereitstellung der Flächen über das FlächenTOOL der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur werden Angebot und Interessenten zusammengebracht. Das beschleunigt den Ausbau vor Ort. Im vergangenen Jahr hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg rund 130 bundes- und landeseigene Parkplatzflächen entlang von Bundes- und Landesstraßen für private Investoren zur Verfügung gestellt. Die Resonanz war mit 350 Anfragen auf die rund 40 gefragtesten Parkplatzflächen groß. 32 Flächen befinden sich in der Planung und eine ist bereits im Bau.

Johannes Pallasch, Leiter und Sprecher der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur in der NOW GmbH: „Wir freuen uns, dass wir Baden-Württemberg weiterhin beim Ladeinfrastrukturausbau unterstützen können und sich unser FlächenTOOL hierfür als wertvolle Vermittlungsplattform erwiesen hat. Über das TOOL können private Investoren und Flächeninhaber, zum Beispiel Bundesländer oder Kommunen, einfach und schnell zueinander finden. Dass dies in der Praxis gelingt, zeigen zahlreiche Projekte, die in Baden-Württemberg und ganz Deutschland bereits über das FlächenTOOL entstanden sind.“

Formloses Verfahren und Prioritätsprinzip

Private Investoren können ihr Interesse an den online gestellten Parkplatzflächen formlos über die Plattform FlächenTOOL bekunden. Die Flächen werden nach dem Prioritätsprinzip für denjenigen reserviert, der sich zuerst meldet. Anschließend muss innerhalb von einem Monat ein Grobkonzept für das geplante Vorhaben eingereicht werden. Zweit- und Drittbekunder werden auf eine Warteliste gesetzt. Die höchstmögliche Anzahl an Stellplätzen ist im FlächenTOOL bereits festgelegt. Es ist jedoch möglich, dass aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen weniger Ladesäulen errichtet werden können.

Reservierung für ein Jahr

Das eingegangene Grobkonzept wird im Anschluss einheitlich durch das jeweilige Regierungspräsidium geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung werden die Flächen für ein Jahr reserviert. Untere Verwaltungsbehörden können nach eigener Prüfung eine Sondernutzungserlaubnis zur Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ausstellen. Einen Anspruch darauf gibt es jedoch nicht. Der Vorhabenträger ist für die gesamte Projektentwicklung inklusive Antragstellung und Klärung der örtlichen Rahmenbedingungen selbst zuständig.

Prozessablauf für Interessenten

Weitere Meldungen

Blühstreifen statt Straßenbegrenzungsgrün
Naturschutz

Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Landwirtschaft

Novelle zum EEG 2027 verschenkt Potenzial der Bioenergie

Ein Thermometer zeigt 36 Grad Celsius an.
Gesundheit

Hitzeschutz wird zur Daueraufgabe

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
Elektromobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz

Zwei Straßenwärter knien auf dem Boden und verlegen Steine.
Straße

44 neue Straßenwärter für Baden-Württemberg

Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Floristen und Gärtner

Flurneuordnung Hildrizhausen
Ländlicher Raum

7,5 Millionen Euro für Zukunftsforum Oberkochen

Umweltpreis für Unternehmen 2026: Preisgegenstand ohne die Aufschrift „Die Preisträger“
Umweltschutz

17 Unternehmen für den Umweltpreis 2026 nominiert

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
Verkehr

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Landwirtschaft
Ländlicher Raum

Vereinbarkeit von Ernährungssicherung und Naturschutz

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig

Eine junge Frau forscht im Life Science Center der Universität Hohenheim an Pflanzen in Klimakammern (Symbolbild: © dpa).
Wissenschaft und Forschung

99 Projekte für eine postfossile Zukunft

Symbolbild: Beim Urban Gardening (städtischer Gartenbau) werden durch die gärtnerische Nutzung auf innerstädtischen Flächen z.B. Blumen, Gemüse, Kräuter und Obstbäume angebaut.
Bildung

Festival zur nachhaltigen Entwicklung

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Polizei

Vierte Aktionswoche der Verkehrssicherheit startet

Elzbach im Odennwald
Landwirtschaft

Prekäre Lage in den Gewässern Baden-Württembergs