Schienenverkehr

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg

Alstom liefert 26 weitere Coradia-Max-Züge an das Land Baden-Württemberg. Die Bestellung ist Teil eines bestehenden Großauftrags und stärkt Kapazität und Komfort im Regionalverkehr.

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Seitenansicht eines Doppelstockzuges

Alstom hat einen Vertrag zur Lieferung von 26 weiteren Doppelstockzügen („DoStos“) vom Typ Coradia Max an die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) unterzeichnet. Der Auftrag umfasst außerdem eine Vereinbarung über die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge bis Ende 2055. Der Auftragswert für die zusätzlichen 26 Züge und den langfristigen Full-Service-Vertrag beträgt rund 500 Millionen Euro. Die Lieferung der Züge soll von Mitte bis Ende 2028 erfolgen.

Die Bestellung ist Teil eines Optionskontingents, das im Rahmen eines Großauftrags über 130 Fahrzeuge sowie die zugehörige Wartung und Instandhaltung im Mai 2022 vereinbart worden war. Damals hatte man die Möglichkeit zum Abruf von bis zu 100 weiteren Zügen vereinbart.

Mehr Kapazitäten und Komfort für Fahrgäste

Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, sagte: „Rund drei Milliarden Euro investieren wir insgesamt für 156 hochmoderne und komfortable Coradia-Max-Züge. Damit stehen wir in Deutschland an der Spitze mit zahlreichen neuen leistungsfähigen Zügen. Wir schaffen damit Kapazitäten für die hohe Fahrgastnachfrage der letzten Jahre. Mehr Kapazität hilft dort, wo es heute schon voll ist. Mehr Komfort sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste bei uns an Bord wohl fühlen. Mit diesen Fahrzeugen können wir das Nah- und Regionalverkehrsangebot vor allem nach der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 deutlich verbessern. Wir haben darauf geachtet, dass die sehr antriebsstarken Fahrzeuge mit großer Spitzengeschwindigkeit gleichwohl energiesparsam sind. Baden-Württemberg ist Vorreiter für nachhaltige und klimagerechte Mobilität im Schienenverkehr. Wir legen großen Wert auf qualitativ hochwertige Fahrzeuge.“

Tim Dawidowsky, Präsident für die Region Zentral- und Nordeuropa bei Alstom, sagte: „Wir sind stolz, unserer Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg ein weiteres Kapitel hinzufügen zu können. Die Erweiterung der Coradia-Max-Flotte wird den Fahrgästen noch mehr Kapazität, Komfort und Geschwindigkeit im Regionalverkehr bieten. Als Partner für die langfristige Wartung und Instandhaltung werden wir über Jahrzehnte entscheidend zu einem zuverlässigen Betrieb der Fahrzeuge beitragen.“

Ab 2026 schrittweise eingeführt

Die Doppelstockfahrzeuge werden ab Dezember 2026 eingeführt und schrittweise auf verschiedenen Linien in Baden-Württemberg eingesetzt. Sie werden im Netz 35 Los 1 und Los 2 (Stuttgart-Bodensee-Netz) den Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio Baden-Württemberg und Arverio beigestellt werden und damit künftig auf verschiedenen Regionalexpress- und Metropolexpress-Linien verkehren.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde (km/h) sorgt der Coradia Max für Baden-Württemberg für das schnellste Reiseerlebnis im deutschen Regionalverkehr. Die vierteiligen Züge bestehen aus zwei doppelstöckigen Steuerwagen und zwei einstöckigen Mittelwagen mit insgesamt 380 Sitzplätzen. Sie haben eine Länge von 106 Metern und können in Mehrfachtraktion fahren. Leistungsfähige Klimaanlagen, kostenloses WLAN, Lademöglichkeiten für Handys und Laptops sowie Leselampen tragen zu einem angenehmen Reiseerlebnis bei.

Hoher Komfort, Spitzengeschwindigkeit und Energiesparsamkeit

Zusätzlich sorgen Loungebereiche sowie Konferenz- und Familienabteile für einen hohen Komfort für alle Fahrgastbedürfnisse, während geräumige Mehrzweckabteile Platz für großes Gepäck, Kinderwagen und Fahrräder bieten. Breite einflügelige Türen ermöglichen einen schnellen Ein- und Ausstieg. Die Fahrzeuge sind für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen barrierefrei gestaltet. So ermöglichen die Türschwellen einen stufenlosen Zugang vom Standardbahnsteig mit einer Höhe von 760 Millimetern über der Schienenoberkante, und für Bahnhöfe mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen verfügen die Fahrzeuge über spezielle Lifte für Fahrgäste im Rollstuhl. Die Züge sind zudem mit moderner Signal- und Automatisierungstechnik im Rahmen des Leuchtturmprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart (DKS)“, dem ersten digitalisierten Bahnknoten Deutschlands, ausgestattet. Die Züge werden in den bekannten bwegt-Farben weiß-gelb-schwarz unterwegs sein.

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