Verbraucherschutz

Vorsicht bei Crowdinvesting

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Männer arbeiten gemeinsam an einem Computer.

Crowdinvesting ist eine gute Möglichkeit neue Ideen zu finanzieren. Doch für die Anleger kann das Geschäft schnell zu einem Totalverlust werden. Daher ist es wichtig, sich vor der Investition gut zu informieren. Leider reichen die zur Verfügung gestellten Informationen oft nicht aus. Das zeigt eine vom Verbraucherschutzministerium in Auftrag gegebene Studie.

„Crowdinvesting, also die Finanzierung eines Projekts, bei der sich viele Anleger als ‚Schwarm‘ (englisch: Crowd) über eine Plattform im Internet an dem Projekt eines Unternehmens oder eines Start-ups beteiligen, steht bei manchen Verbrauchern hoch im Kurs. Doch die Geschäfte sind riskant und können zum Totalverlust des eingesetzten Geldes führen. Deshalb ist eine gute Verbraucherinformation rund um das Crowdinvesting-Projekt notwendig und wichtig“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk anlässlich der Veröffentlichung einer vom Verbraucherministerium in Auftrag gegebenen Studie zur Verbraucherinformation beim Crowdinvesting.

„Um die Entscheidung für oder gegen die Investition in ein Crowdinvesting-Projekt gut informiert treffen zu können, sollten die notwendigen Informationen zu dieser Investition im jeweiligen Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) zu finden sein“, betonte Peter Hauk. Dazu habe das baden-württembergische Verbraucherministerium eine Studie in Auftrag gegeben, die von Prof. Dr. Andreas Oehler (Uni Bamberg) durchgeführt wurde.

Oft fehlen wichtige Informationen

Gegenstand der Studie sei die Frage gewesen, ob VIBs als primäre Informationsquelle geeignet seien, um Verbraucher über Chancen und Risiken des Crowdinvestings aufzuklären. „Laut der Studie muss diese Frage leider eindeutig verneint werden. Einerseits fehlen relevante Informationen zu Chancen und Risiken der Crowdinvesting-Produkte. Andererseits wird bei den Verbrauchern durch das VIB trotz des Informationsmangels die Illusion erzeugt, gut über das Produkt informiert zu sein. Die Studie spricht hierzu eine deutliche Sprache“, sagt der Minister.

Des Weiteren enthalte die Studie konkrete Lösungsvorschläge für einen besseren Schutz der Verbraucher. Eine Lösung könnte die Aufhebung der Befreiungen für Schwarmfinanzierungen nach dem Vermögensanlagengesetz etwa von der Prospektpflicht oder die Aufsicht über die Crowdinvesting-Plattformen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sein.

Über die Studie

Für die Studie „Infos für den Schwarm: Werden Crowdinvesting-Kleinanleger mit VIBs gut informiert? Eine empirische Untersuchung“ wurden bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hinterlegte Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIBs) von etwa 400 Crowdinvestments entlang eines Vergleichsmaßstabs zu guter Verbraucherinformation qualitativ analysiert.

Verbraucherportal-BW

Weitere Meldungen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Ein Rettungshubschrauber vom Typ H145 der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF)
Rettungsdienst

Ravensburg wird Luftrettungsstandort

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tiergesundheit

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Sport

Landesfinale bei „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Verkehrsminister Winfried Hermann
Online-Dialog

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten