Verbraucherschutz

Vier Jahre Landeskontrollteam Lebensmittelsicherheit

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Ein Lebensmittelkontrolleur der Stadt Mannheim überprüft am 29.03.2012 in Mannheim bei einer Betriebskontrolle die Temperatur von chinesischen Nudeln. (Bild: Uwe Anspach / dpa)

Minister Peter Hauk hat dem Landeskontrollteam Lebensmittelsicherheit zu seinem vierjährigen Bestehen gratuliert. Das Landeskontrollteam bearbeitet aktuelle Themen meist im Rahmen von Projekten oder durch anlassbezogene Kontrollen zusammen mit den zuständigen Behörden.

„Das Landeskontrollteam Lebensmittelsicherheit (LKL BW) hat sich als neue innovative Einheit gut in das funktionierende System der Lebensmittelüberwachung eingefügt und bringt durch die überregionale Sichtweise eine vereinheitlichende und optimierende Wirkung in die bestehende Überwachungstätigkeit der Behörden“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des vierjährigen Bestehens des LKL BW. Im Oktober 2015 nahm das LKL BW seine Arbeit auf und unterstützt seit vier Jahren die Lebensmittel- und Futtermittelüberwachungsbehörden. Das LKL BW wurde mit dem Ziel eingerichtet, bei der Bewältigung von Krisen mitzuwirken, die Kontrollaktivitäten im Land und zwischen den Bundesländern besser zu vernetzen sowie besondere Kontrollen durchzuführen.

Das LKL BW bearbeitet aktuelle Themen meist im Rahmen von Projekten oder durch anlassbezogene Kontrollen zusammen mit den zuständigen Behörden. Die interdisziplinär zusammengesetzte Einheit hat in den vergangenen Jahren unter anderem die Rückverfolgbarkeitssysteme der Lebensmittelunternehmen überprüft. Die Auslobung regionaler Lebensmittel und die tatsächliche Herkunft der Zutaten war ein weiteres größeres Projekt mit dem Ziel, Verbraucher und Lebensmittelunternehmen vor irreführenden Angaben und vor Betrug besser zu schützen. Darüber hinaus bearbeitet das Team Projekte in den Bereichen Kosmetika, Lebensmittelkontaktmaterialien, Nahrungsergänzungsmittel sowie in Großbäckereien und Großküchen. Das Fazit über die Arbeit der letzten vier Jahre: Im Großen und Ganzen waren die besuchten Betriebe in Ordnung. Mängel wurden direkt von den unteren Lebensmittelüberwachungsbehörden vor Ort behoben. Systematische Defizite mit Auswirkungen auf mehrere Betriebsstätten wurden gezielt mit den Unternehmenszentralen besprochen und Lösungswege vereinbart.

Überprüfung von Regionalauslobungen

Im Frühjahr 2019 hat das LKL BW zusammen mit dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg und den Lebensmittelüberwachungsbehörden überprüft, ob die regionalen Auslobungen von Spargel auch tatsächlich zutrafen. Dabei erhoben die jeweils zuständigen Überwachungsbehörden 34 Proben regional ausgelobten Spargel an Spargelständen und in der Gastronomie. Anhand der zuvor gezogenen Referenzproben untersuchten Sachverständige im CVUA Freiburg die ausgelobte Herkunft mit einer hoch modernen Spezialanalysenmethode, der sogenannten Stabilisotopen-Analyse. Die Laborergebnisse des CVUA in Kombination mit der Dokumentenkontrolle durch das LKL BW zeigten erfreulicherweise nur bei zwei Proben eine falsche regionale Auslobung. „Baden-Württemberg steht seit eh und je für qualitativ hochwertige regionale Produkte. Diese Entwicklung und damit den Trend hin zu regionalen Absatzmärkten unterstützen wir mit unser Kampagne ‚Natürlich. VON DAHEIM‘. Wichtig ist, dass die Regionalangaben zutreffend und nachvollziehbar sind. Das LKL hat beim Spargelprojekt wertvolle Unterstützung geleistet“, betonte Minister Hauk.

Neue Website geht zum vierjährigen Bestehen online

Pünktlich zu seinem vierjährigen Bestehen geht die neue Homepage des LKL BW online. Hier finden sich umfangreiche Informationen zu den vielseitigen Aufgaben und Tätigkeiten des LKL BW. Dort gibt es Informationen über aktuelle sowie abgeschlossene Projekte des LKL BW sowie über den Aufbau und die Tätigkeit der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung im Land.  Das interdisziplinäre Team des LKL BW besteht aktuell aus zwei Lebensmittelchemikern, drei Lebensmitteltechnologen, einer Juristin, einer Agrarwissenschaftlerin, zwei Lebensmittelkontrolleuren und einer Assistentin unter der Leitung eines Amtstierarztes.

Beim LKL BW befinden sich zudem die Landeskontaktstellen der EU-weiten Informationssysteme RASFF und AAC. Über das Schnellwarnsystem RASFF werden zwischen den Behörden von EU-Ländern Informationen über Lebensmittel und Futtermittel ausgetauscht, von denen ein Gesundheitsrisiko ausgeht. Gravierende Feststellungen münden in eine Information beziehungsweise Warnung der Verbraucher, die unter anderem im Internet veröffentlicht werden und abrufbar sind. Bei geringeren Verstößen werden nur die Produkte aus dem Verkehr genommen. Das Informationssystem AAC dient dem Austausch von Informationen zum Lebensmittelbetrug und allgemeinen Amtshilfeersuchen. Durch die Betreuung der Landeskontaktstelle wird das LKL BW immer über aktuelle Themen auf dem Laufenden gehalten.

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