Kulturerbe im Osten

Verleihung des Russlanddeutschen Kulturpreises 2024

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Russlanddeutschen Kulturpreises 2024 überzeugten die Jury mit anspruchsvollen literarischen Publikationen und herausragendem journalistischem Engagement.

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Eine Person liegt auf der Wiese im Park der Villa Reitzenstein und liest ein Buch.
Symbolbild

„Die Preisträgerinnen und Preisträger des Russlanddeutschen Kulturpreises 2024 sind wahre Brückenbauer zwischen den Kulturen. Das ist gerade jetzt, in diesen Zeiten, von unschätzbarem Wert. Die Preisträgerinnen und Preisträger vertreten unterschiedliche Generationen und sind das Gedächtnis von Geschichte und Kultur russlanddeutscher Menschen. Sie haben sich für die russlanddeutsche Literaturlandschaft sehr verdient gemacht“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident, Innenminister und Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl. Anlass war die Bekanntgabe der Gewinner des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg im Bereich „Literatur: Belletristik, Sachbuch, Journalismus und Publizistik“.

Hauptpreis für Irene Langemann

Die Hauptpreisträgerin Irene Langemann wird für ihren herausragenden Roman „Das Gedächtnis der Töchter“ ausgezeichnet. In einer berührenden und literarisch anspruchsvollen Weise stellt sie darin persönliche und kollektive Traumata der Deutschen aus Russland dar. Der Roman beleuchtet eindrucksvoll die Geschichten mehrerer Generationen von Frauen einer russlanddeutschen Familie, die unter dem Einfluss politischer Umwälzungen, familiärer Tragödien, Hoffnungen und Überlebenswillen stehen. Durch die literarische Qualität und die zeitlose Relevanz der behandelten Themen erreicht die Autorin ein breites Publikum weit über die Grenzen der russlanddeutschen Leserschaft hinaus.

Förderpreis geht an Reik Kneisel

Der junge Autor, Verleger und Herausgeber Reik Kneisel erhält den Förderpreis. Er hat ein bemerkenswertes Potenzial in der Bereicherung der russlanddeutschen Kultur und Literaturlandschaft gezeigt. Sein innovatives Engagement in mehreren kreativen Bereichen spiegelt sich in der Gründung eines Verlagshauses wider, das jungen Talenten eine Plattform bietet, die die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt in den Vordergrund stellt. Das von ihm herausgegebene Onlinemagazin „Polylux“ steht für eine interdisziplinäre und weltoffene Ausrichtung. Seine Lyrik beeindruckt durch ihre sprachliche Reife und thematische Vielschichtigkeit.

Ehrengabe für Nina Paulsen

Mit der Ehrengabe, die an Nina Paulsen geht, würdigt das Land eine herausragende Persönlichkeit, die sich durch jahrzehntelanges journalistisches, literaturkritisches und publizistisches Engagement in besonderem Maße um die Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen verdient gemacht hat. Besonders hervorzuheben ist ihr unschätzbarer Beitrag zur Erforschung und Popularisierung der russlanddeutschen Literatur. Durch ihre literaturkritischen Arbeiten hat sie dazu beigetragen, russlanddeutsche Autorinnen und Autoren sowie deren Werke einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Bedeutung dieser Literatur für das kulturelle Gedächtnis der Gemeinschaft zu unterstreichen.

Der Hauptpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ist mit 5.000 Euro dotiert, der Förderpreis und die Ehrengabe mit jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung wird in feierlichem Rahmen am 29. November 2024 im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen stattfinden.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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