Magnitude 2024

Strobl zeichnet Einsatzkräfte der EU-Katastrophenschutz­übung aus

950 Einsatzkräfte aus verschiedenen Ländern übten im Oktober 2024 anhand eines fiktiven Erdbebens die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Innenminister Thomas Strobl dankte nun den Einsatzkräften aus Deutschland und verlieh ihnen eine Auszeichnung.

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Auszeichnung der Einsatzkräfte der EU-Katastrophenschutzübung Magnitude

„Die Übung war ein bedeutender Meilenstein für den Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg und wir haben gemeinsam Großartiges erreicht. Und noch viel wichtiger: Der Erfolg der Übung hat gezeigt, wie gut wir gemeinsam im Katastrophenschutz zusammenarbeiten. Doch dieser Erfolg wäre ohne das unermüdliche Engagement der Übungsteilnehmerinnen und Übungsteilnehmer nicht möglich gewesen. Die Einsatzkräfte sind diejenigen, die vor Ort im Einsatz die Ärmel hochkrempeln, die sich an die schwierigen Aufgaben machen und die dann nochmal alles geben, um sicherzustellen, dass es reibungslos abläuft. Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb allen an der Übung Beteiligten. Ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft sind das Fundament für den Erfolg dieser Übung – und auch für den bestens aufgestellten Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl. Anlass war die Auszeichnung der an der Katastrophenschutzübung „Magnitude“ der Europäischen Union (EU) beteiligten Einsatzkräfte aus Deutschland. Innenminister Thomas Strobl dankte nun den Einsatzkräften und verlieh ihnen ein Abzeichen und eine Teilnehmerurkunde.

Einsatzkräfte ausgezeichnet

Ausgezeichnet wurden rund 500 Einsatzkräfte dieser Organisationen:

Die Einsatzkräfte der Internationalen Organisationen hatte Innenminister Thomas Strobl bereits unmittelbar nach Ende der Übung am 27. Oktober 2024 ausgezeichnet.

Einsatzkräfte gefordert

Bei der Übung „Magnitude“ waren die Einsatzkräfte über drei Tage, von der Ankunft der internationalen Teams am Flughafen Stuttgart und dem Grenzübergang Iffezheim am 24. Oktober 2024 bis zum letzten Szenario eines Gefahrgutaustritts an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal am 26. Oktober 2024, gefordert. Während an Standorten wie der Mobilen Übungsanlage Binnengewässer oder der Landesfeuerwehrschule Bruchsal nur an einzelnen Tagen trainiert wurde, liefen etwa beim Training Center Retten und Helfen (TCRH) in Mosbach das Suchen, Retten und Bergen rund um die Uhr durch.

So wurden Dutzende Personen gesucht, gerettet und behandelt. Verstorbene mussten geborgen und identifiziert werden. 23.000 Liter Wasser wurden für die Trinkwasserversorgung aufbereitet. Der Behandlungsplatz mit einer Fläche von 2.100 Quadratmeter und einer Kapazität von 25 Personen pro Stunde wurde über 24 Stunden betrieben.

Bereits im Vorfeld wurden durch das TCRH etwa 1.950 Tonnen Geröll, Betonfertigteile, Holz, Fahrzeuge und sonstige Trümmer für die Inszenierung der einzelnen Einsatzlagen bewegt. Die seit März 2024 laufenden Vorbereitungen fanden mit der durchgeführten Übung ihren erfolgreichen Abschluss. Die zahlreichen professionellen, nationalen und internationalen Beobachterinnen und Beobachter müssen nun ihre Ergebnisse zusammentragen, um den europäischen Katastrophenschutz durch ihre Feststellungen weiter voran zu bringen.

Abgesehen von kleineren Blessuren, kam es zu keinen ernsthaften Verletzungen.

Katastrophenschutz als europäische Aufgabe

Die Übung hat auch gezeigt, dass das EU-Katastrophenschutzverfahren (Union Civil Protection Mechanism – UCPM) gute Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit bei gravierenden Schadenslagen eröffnet. Es schafft im Bereich des Katastrophenschutzes neue und auch internationale Ansätze, um Katastrophen wirkungsvoll zu begegnen. Das UCPM ermöglicht eine internationale Zusammenarbeit, insbesondere bei großflächigen und lang andauernden Einsätzen. Einsatzkräfte können damit schnell, planvoll und koordiniert zusammenwirken sowie einheitlich vorgehen. Genau darum ging es im Kern bei der EU-Großübung Magnitude. Und es ging darum, bei nationalen Planungen stets auch mögliche internationale Aspekte mit zu berücksichtigen. Wichtig ist für Baden-Württemberg dabei vor allem auch der Aspekt des Ehrenamts: Während in vielen europäischen Ländern der Katastrophenschutz durch hauptamtliche Organisationen gestellt wird, ist der überwiegende Anteil des Katastrophenschutzes in Baden-Württemberg durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gewährleistet.

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