Artenschutz

Spannende Vermittlungskonzepte zum Erhalt der Artenvielfalt

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Zauneidechse (Bild: © dpa)

Um für das Thema Artenvielfalt zu sensibilisieren, haben die Staatlichen Naturkundemuseen mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums zwei Projekte zum Thema Biodiversität aufgelegt. Dadurch wird die Forschung zum Thema Biodiversität einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ob Insektensterben oder der Verlust unserer Pflanzenwelt – das Thema Artenvielfalt betrifft uns alle. Um dafür ein Bewusstsein zu schaffen und zu erklären, wie jeder einzelne dieser Bedrohung entgegenwirken kann, haben die beiden Staatlichen Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums Projekte zum Thema Biodiversität aufgelegt. Bei „Im Auftrag der Vielfalt“ und „Natur und Biodiversität vor der Haustür“ werden die Forschungen zum Thema Biodiversität einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Weil man nur schützen kann, was man kennt, kommt der Arbeit der beiden Naturkundemuseen in Karlsruhe und Stuttgart eine große Bedeutung zu. Deshalb unterstützten wir die beiden Museen dabei, Bürgerinnen und Bürger für das Thema Artenvielfalt zu sensibilisieren und vor der Haustür lebendige Programme zur Vermittlung anzubieten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten über ihre Forschungs- und ihre Vermittlungsarbeit zudem einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski.

Daher stellt die Landesregierung zusätzliche Mittel zur Stärkung der Wissenschaftskommunikation für spannende Vermittlungskonzepte an den beiden Staatlichen Naturkundemuseen in Karlsruhe und Stuttgart in Höhe von insgesamt 95.000 Euro zur Verfügung. „Die beiden Museen erklären den Bürgerinnen und Bürgern anschaulich ihre Forschungen im Bereich Biodiversität, beispielsweise zum Insektensterben, die ökologischen und ökonomischen Folgen in ihrer Umwelt und zeigen ganz konkret, wie jeder Einzelne seinen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten kann“, so Olschowski weiter.

„Natur und Biodiversität vor der Haustür“

Das Naturkundemuseum Karlsruhe plant zusammen mit dem Umwelt- und Gartenbauamt der Stadt ein integratives und partizipatives Projekt mit dem Titel „Stadt.Wiesen.Mensch – Natur und Biodiversität vor der eigenen Haustür“.

Seit 2017 untersucht das Museum in Karlsruhe die Vielfalt von Pflanzen und Bestäubern, insbesondere von Wildbienen, auf unterschiedlich gemanagten städtischen Grünflächen. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen diese Untersuchungen in den nächsten zwei Jahren an Heuschrecken, Käfern und Spinnen fortgesetzt werden, um auch an Pflanzenfressern und Beutegreifern, die zu einem funktionierenden Ökosystem gehören, den Erfolg des Grünflächen-Managements überprüfen zu können.

Bereits bei den Voruntersuchungen hat sich das große Interesse der Öffentlichkeit am Thema Insektensterben bestätigt: Die künftigen Untersuchungen werden deshalb in hohem Maße transparent, kooperativ und partizipativ gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt - von Sozialen Netzwerke über Informationstafeln zum Grünflächen-Management und Umfragen zur ästhetischen Wahrnehmung der Grünflächen bis zu öffentlichen Veranstaltungsformaten. 

„Im Auftrag der Vielfalt“

Mit „Im Auftrag der Vielfalt“ setzt das Naturkundemuseum Stuttgart einen neuen Akzent: Wissensvermittlung in einer modernen und dynamischen Gesellschaft braucht entsprechende Konzepte. Eine besondere Herausforderung besteht darin, Menschen, die sich damit bisher wenig befasst haben, für gesellschaftlich relevante Themen zu sensibilisieren.

Das Museum plant unter dem Slogan „Im Auftrag der Vielfalt“ die Produktion und Verbreitung kurzer professioneller Filmbeiträge – innovativ, wissenschaftlich fundiert und attraktiv. Damit werden die verschiedensten, teils verblüffenden Aspekte der Biodiversität einem vielfältigen Publikum auf einfache und unterhaltsame Weise nahegebracht. Neben grundlegenden Themen der Bedeutung, Bewertung und Erforschung von Biodiversität werden auch Fragen nach eigenen, sinnvollen Handlungsmöglichkeiten zum Erhalt der Artenvielfalt beantwortet

„Die beiden Projekte der Naturkundemuseen Karlsruhe und Stuttgart ergänzen sich hervorragend: Einerseits machen sie ‚Forschung live‘ vor Ort transparent und andererseits wird Biodiversität, deren Erforschung und deren Wert für eine vielfältige Öffentlichkeit über digitale Kanäle interessant gemacht“, so Olschowski abschließend.

Weitere Meldungen

Ein Clown der Narrenzunft Rottenburg läuft beim großen Umzug des Weißnarrentreffens in Villingen-Schwenningen durch die Innenstadt (Quelle: dpa).
Verbraucherschutz

Produktkontrollen für ein unbe­schwertes Feiern des Faschings

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald soll entnommen werden

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungsstart für „Spitze auf dem Land!“

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Holzbau

Aktualisierte Holzbau-Richtlinie stärkt Klimaschutz und Wirtschaft

Kuhweide mit Kühen
Tierschutz

Impfung hilft gegen Ausbruch der Blauzungenkrankheit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Naturschutz

5,9 Millionen Euro für Naturschutzprojekte

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Walldürn schreitet zügig voran

BaWü zu Tisch - Drei Personen sitzen an einem Tisch
Ernährung

Start der landesweiten Ernährungstage

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
Landwirtschaft

Grundstein für Schlachthof in Gärtringen gelegt