Landwirtschaft

Sonder-Agrarministerkonferenz 2025 in Berlin

Bei einer Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin haben Bund und Länder unter Vorsitz von Minister Peter Hauk ein gemeinsames Resolutionspapier zur künftigen EU-Agrarpolitik ab 2028 verabschiedet.

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von links nach rechts: Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Bundesminister Alois Rainer und der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Minister Peter Hauk, bei der Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin
von links nach rechts: Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Bundesminister Alois Rainer und der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Minister Peter Hauk, bei der Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin

Unter dem Vorsitz des baden-württembergischen Ministers für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, haben sich die Agrarministerinnen und -minister sowie Agrarsenatorinnen und –senatoren der Länder und des Bundes zu einer Sonder-Agrarministerkonferenz (Sonder-AMK) in Berlin getroffen. Hintergrund ist der im März vollzogene Regierungswechsel in Berlin und dem Amtsantritt des neuen Bundeslandwirtschaftsministers Alois Rainer sowie den Änderungsvorschlägen der Kommission der Europäischen Union (EU) zur Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa ab dem Jahr 2028.

Herausforderungen und Forderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist eines der zentralen Instrumente der Europäischen Union zur Sicherstellung der Ernährung, zur Stärkung des Ländlichen Raums und zur Erreichung ökologischer sowie gesellschaftlicher Zielsetzungen. Die GAP muss aufgrund der verschiedenen Herausforderungen, wie zum Beispiel Struktur- und Klimawandel, Geopolitische Weltlage, Ernährungssicherung, europaweit faire und leistungsorientierte Wettbewerbsbedingungen et cetera, eine Weiterentwicklung erfahren, die sie effizienter, einfacher, nachhaltiger und praxisnäher ausgestaltet.

„Es geht zunächst um die Struktur und das zur Verfügung stehende Budget für die neue GAP, das mindestens in der bisherigen Höhe je Hektar erhalten bleiben muss. Nur dadurch kann auch zukünftig eine flächendeckende, einkommenswirksame Unterstützung für die Landwirtschaft gewährleistet werden, die den Erhalt der Betriebe sichert. Zudem muss das Budget die hohen Erwartungen hinsichtlich der Sicherung von Ernährungssouveränität, Wettbewerbsfähigkeit, Einkommen sowie der Erbringung von Umwelt-, Klima- und Biodiversitätsleistungen, Klimaanpassung und Anforderungen an die Entwicklung der ländlichen Räume abdecken. Wir brauchen daher ein eigenständiges Budget für die Landwirtschaft in Europa, unabhängig zu anderen Politikfeldern, sowie die Beibehaltung der bewährten Zwei-Säulenstruktur. Zudem muss die nächste GAP ab 2028 mehr subsidiäre Möglichkeiten schaffen, um die Eigenverantwortlichkeit der Länder zu stärken. Nur so können die Länder passgenau auf die regionalen Bedingungen reagieren und daran angepasste Konzepte und Angebote zur Unterstützung der Landwirtschaft vor Ort machen. Mit der neuen GAP müssen die Landwirtinnen und Landwirte auch wieder mehr Freiheit bekommen, um im Rahmen der guten fachlichen Praxis selbst entscheiden zu können, welche Früchte sie anbauen, zu welchem Zeitpunkt sie die Pflegemaßnahmen durchführen, ob sie auf Bio umstellen, wie sie zu mehr Biodiversität beitragen können und wo sie Pflanzenschutzmittel einsparen können. Wir müssen weg von einer amtlich vorgegebenen Kalenderlandwirtschaft. Damit die Länder mit ihren Förderprogrammen die Landwirte mit passgenauen Angeboten und Anreizen bei diesem Prozess unterstützen können müssen zudem auch vorhandene Doppelstrukturen in der Förderung in der GAP bereinigt und konsolidiert werden. Es macht keinen Sinn Agrarumweltmaßnahmen in der ersten und in der zweiten Säule anzubieten. Dies sollte in Zukunft in der Hoheit der Länder ausgestaltet werden.

Das zentrale Thema, dass uns zu dieser Sonder-Agrarministerkonferenz zusammengeführt hat, ist die kommende GAP-Periode ab 2028. Und damit nichts weniger als die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland, für die es jetzt gilt die entscheidenden Weichen zu stellen. Hierzu ist es uns gelungen einen einheitlichen Weg einzuschlagen und ein zukunftsweisendes und von Verantwortung getragenes Resolutionspapier (PDF) zu verabschieden. Mit dem Papier wollen wir ein klares, starkes und einheitliches Signal an unsere Landwirtinnen und Landwirte aber vor allem auch nach Brüssel senden“, sagte der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Minister Peter Hauk. 

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