Start-up BW

Risikokapitalfonds für Start-ups im Land geschlossen

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Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)

Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH hat den Risikokapitalfonds für Start-ups im Land Ende 2022 geschlossen. Das Volumen liegt bei rund 45 Millionen Euro. Der Fonds kann Start-ups in der risikoreichen Anfangsphase wirksam unterstützen.

Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH (MBG) hat den Risikokapitalfonds für Start-ups „Start-up BW Innovation Fonds“ mit weiteren institutionellen Investoren – insbesondere Banken, Versicherungen und Stiftungen – Ende 2022 geschlossen. Der Start-up BW Innovation Fonds ist Teil der Gründungsoffensive des Landes Baden-Württemberg.

Er hat zum Ziel, Baden-Württemberg zu einer der gründungsfreundlichsten Regionen Europas zu machen. Der Start-up BW Innovation Fonds richtet sich wie sein Vorgänger, der Venture-Capital-Fonds Baden-Württemberg, vor allem an baden-württembergische Start-ups aus den Branchen Informations- und Kommunikationstechnologie, digitale Transformation, industrielle Innovation sowie Gesundheitswesen/Medizintechnik. Das Investment ist kein Fördergeld, sondern orientiert sich an den Marktchancen der Unternehmen und ist rein renditeorientiert. Das Volumen des Fonds liegt bei rund 45 Millionen Euro.

National wie international ein starkes Signal für den Start-up-Standort

Das Land sieht in dem Investment in den Fonds einen wichtigen Impuls für die Start-up-BW-Kampagne des Landes Baden-Württemberg und national wie international ein starkes Signal für den Start-up-Standort. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, sagte: „Die gegenwärtigen Krisen lassen die wichtige Erkenntnis in den Hintergrund treten, dass Start-ups für unsere Wirtschaft von elementarer Bedeutung sind. Die Start-ups von heute sind die Mittelständler und vielleicht auch die Großunternehmen von morgen, die wir brauchen, um Wohlstand und Beschäftigung zu sichern. Bereits heute profitieren auch die etablierten Unternehmen von Start-ups: Sie treiben Innovationen voran und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Beispiele sind die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Produkten und Geschäftsprozessen oder die Transformation zu nachhaltigeren Produktionsverfahren.“

„Damit ein Start-up erfolgreich wachsen kann, benötigt es eine passende Finanzierung. Hier sind Kreditfinanzierungen aufgrund fehlender Sicherheiten oft nicht geeignet. Gerade in der Start- und Wachstumsphase besteht ein großer Bedarf an Risikokapital“, betonte MBG-Geschäftsführer Dirk Buddensiek. „Wir sehen dies als weiteren wichtigen Schritt, uns als führenden Eigenkapital-Finanzierer in Baden-Württemberg über alle Finanzierungsinstrumente hinweg zu positionieren und damit Baden-Württemberg auch als Venture Capital-Standort attraktiver zu machen.“

Aufbau des Fonds mit Experten

Die MBG hat für diesen Fonds ein Team mit Experten aufgebaut, die sowohl über Branchen-Expertise als auch langjährige Erfahrung als Venture Capital Investoren verfügen. In verschiedene Unternehmen hat der Fonds bereits investiert. Zwei Beispiele: CorTec entwickelt Implantate für die Langzeitmessung und Stimulation von Gehirn- und Nervenaktivität. Die Technologieplattform Brain Interchange bildet eine direkte Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer und ist dafür ausgelegt, relevante Daten auf Basis neuronaler Aktivität zu messen, mit Hilfe KI zu analysieren und bedarfsgerechte und patientenspezifische Stimulation als Therapie abzugeben. Der wesentliche Vorteil des Systems ist, dass Messung und Stimulation quasi in „Echtzeit“ und kontinuierlich (closed-loop) mit Hilfe von KI erfolgen kann. Die Plattform bietet hiermit völlig neue Möglichkeiten, in einem aktiven Prozess neurologische Krankheitsbilder zu untersuchen und entsprechende Therapieansätze zu identifizieren und zu entwickeln.

Die Cloud-Plattform und modulare Software des SaaS-Anbieters AZOWO kann Mobilitäts- und Energiedaten von Fahrzeugen in Echtzeit verarbeiten. So wird Kunden aller Branchen nicht nur effizientes Flottenmanagement erleichtert, sondern auch das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und die Entwicklung neuer Mobilitätsanwendungen ermöglicht.

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