Biodiversität

Regenwürmer verbessern Böden nachhaltig

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Ein Regenwurm liegt auf der Erde.

Der 15. Februar ist der Tag des Regenwurms. Regenwürmer sind wahre Bodenveredler und stehen symbolisch für das wertvolle Gut belebter und intakter Waldböden – die Grundlage für gesunde Wälder.

„Unsere Waldböden sind besonders wertvoll und nehmen nahezu 40 Prozent der Landesfläche ein. Regenwürmer sorgen mit dafür, dass sich die Bodeneigenschaften verbessern und sie optimal funktionieren. Waldböden filtern sauberes Trinkwasser, speichern klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO₂) und sind Lebensraum für Tiere sowie Pflanzen. Sie sind komplexe Ökosysteme und bilden die Grundlage für gesunde und stabile Wälder. Eine Handvoll Waldboden beherbergt bis zu acht Milliarden Lebewesen. Mit etwas Glück ist auch ein Regenwurm dabei, der durch sein Graben und seine Exkremente für einen lockeren und nährstoffreichen Boden sorgt. Regenwürmer sind Qualitätsgaranten, die unsere Böden nachhaltig verbessern“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 14. Februar 2024 anlässlich des Tags des Regenwurms am 15. Februar.

Der Klimawandel und in der Folge die damit verbundene Hitze und Trockenheit belasten unsere Waldböden und die darin lebenden Klein- und Kleinstlebewesen. Der Regenwurm kompostiert altes Laub und düngt mit seinem nährstoffreichen Kot den Boden. Sein stetiges Graben belüftet den Boden und schichtet Nährstoffe von unten nach oben um.

Große Bedeutung für Hochwasserschutz und regionales Klima

Durch die verbesserte Bodenstruktur können die Böden Regenwasser besser aufnehmen, speichern und für die Bäume und Waldpflanzen lange verfügbar halten. Damit haben sie eine große Bedeutung für den Hochwasserschutz und das regionale Klima.

Im Hinblick auf den klimawandelbedingten Waldumbau spielt die Wasser-, Nähr- und Kohlenstoffspeicherfunktion der Waldböden eine zunehmend wichtige Rolle. Die Bodenforschungs- und Sonderprogramme zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Landes rückt die Waldböden mit ihren vielen Funktionen noch mehr in den Fokus.

„Waldböden zeigen eine Vielzahl an unterschiedlichen Ausprägungen. Sie sind ein Resultat von Klima, Relief und Ausgangsgestein – und auch der Tätigkeit von Bodenorganismen. Die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ist eine zentrale Aufgabe unserer nachhaltigen und naturnahen Waldbewirtschaftung. Klar ist, dass nur auf gesunden Waldböden gesunde und vitale Bäume wachsen, die klimaresiliente Mischwälder bilden können. Daher beschränken wir zum Beispiel die Befahrung im Rahmen der Waldwirtschaft auf Rückegassen und Maschinenwege“, sagte Minister Hauk.

Reservoir der Artenvielfalt

Der Boden bildet ein Reservoir der Artenvielfalt. Schätzungen zufolge sind knapp 60 Prozent aller Organismenarten und etwa ein Viertel aller bekannten Tierarten auf ihn als Lebensraum angewiesen. Besonders der Waldboden ist dicht und artenreich mit Leben besiedelt.

Im deutschsprachigen Raum wird der Tag des Regenwurms seit 2005 am 15. Februar gefeiert. Im Februar zieht sich der rege Wurm, so die vermutete Namensherkunft, bei den kalten Temperaturen in tiefere, nicht einfrierende Bodenschichten zurück und wartet als Knoten zusammengerollt auf den nächsten Frühling.

Je nach Beschaffenheit des Humus mit Zersetzungsgrad und Mächtigkeit lässt sich schon auf den ersten Blick beurteilen, ob viele Regenwürmer im Waldboden aktiv sind.

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