Opfer-Hilfe

Opferbeauftragter richtet vorsorgliches Beratungstelefon ein

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Von hinten ist eine telefonierende Frau zu sehen.

Ab dem 1. August gibt es ein vorsorgliches Beratungstelefon für Amokläufe und andere Großschadensereignisse in Baden-Württemberg. In einem solchen Fall wird das Telefon freigeschaltet und steht Opfern und deren Angehörigen zur Verfügung.

Der Opferbeauftragte der Landesregierung, Alexander Schwarz, wird ab Sonntag, 1. August 2021, vorsorglich ein Beratungstelefon für Amokläufe und andere Großschadensereignisse in Baden-Württemberg einrichten. In einem solchen Fall wird das Telefon freigeschaltet und steht Opfern und deren Angehörigen zur Verfügung.

Bereits seit 1. Mai 2021 beteiligt sich der Opferbeauftragte der Landesregierung gemeinsam mit dem Opferbeauftragen der Bundesregierung, Edgar Franke, und vier weiteren Ländern an einem Beratungstelefon, das nach einem Terroranschlag rund um die Uhr erreichbar ist. Diese Beratungshotline wird bei Eintritt eines Ereignisfalls, welcher die Zuständigkeit des Opferbeauftragten des Bundes betrifft, also bei terroristischen Straftaten, freigeschaltet und ist dann mit Fachpersonal der psychosozialen Notfallversorgung besetzt.

In Ereignisfällen, die die Zuständigkeit des Opferbeauftragten des Bundes nicht berühren, also Amokläufe und andere Großschadensereignisse in Baden-Württemberg, wird künftig die Nummer des Landesopferbeauftragten freigeschaltet werden. Die Nummer wird nun nach einer europaweiten Ausschreibung für eine Beratungshotline eingerichtet. Ab 1. August 2021 steht damit bei Eintritt eines Ereignisfalls in Baden-Württemberg nunmehr auch dann eine professionelle Beratung Betroffener über eine 0800-Nummer zur Verfügung, wenn eine Zuständigkeit des Bundes nicht besteht.

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges begrüßte die Einrichtung und sagte: „Mit der Einrichtung eines Beratungstelefons ist nun sichergestellt, dass Opfer und Angehörige bei Amokläufen und Großschadensereignissen in Baden-Württemberg schnell telefonische Ansprechpartner haben und betreut werden.“

Der neue Opferbeauftragte der Landesregierung, Alexander Schwarz, der sein Amt vergangene Woche antrat, sagte: „Der Idealfall wäre, dass wir die neu eingerichtete Nummer nie freischalten müssen. Denn dann würden wir in Baden-Württemberg von einem Amoklauf oder einem anderen Großschadensereignis verschont bleiben. Aber für einen solchen Fall wollen wir umfassend vorbereitet sein, dazu gehört auch, eine entsprechende Beratungs-Hotline direkt aktivieren zu können.“

Opferbeauftragter der Landesregierung

Der Opferbeauftragte der Landesregierung und seine Geschäftsstelle im Ministerium der Justiz und für Migration wären Ansprechpartner in Fällen von Terroranschlägen, Amokläufen und Großschadensereignissen, nicht aber bei Naturkatastrophen, im Land.

Im Falle eines Terroranschlages, Amoklaufes oder Großschadensereignisses soll der Opferbeauftragte für die Opfer eine durchgängige Betreuung vom Beginn der Akutphase bis zum Abschluss der Nachsorgephase aus einer Hand sicherstellen. Opferbeauftragter und zentrale Anlaufstelle üben zudem eine Lotsenfunktion für Opfer von allgemeinen Straftaten aus. Sie sind auch Ansprechpartner und Koordinierungsstelle für die Opferhilfeeinrichtungen.

Der Opferbeauftragte der Landesregierung

Weitere Meldungen

Von links nach rechts im Bild: Ministerialdirektorin Gerda Windey, Präsident des Landgerichts Baden-Baden a.D. Dr. Frank Konrad Brede, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller.
Justiz

Präsident des Landgerichts Baden-Baden geht in Ruhestand

Grafik Bevölkerungsschutztag
Bevölkerungsschutz

Bevölkerungsschutztag 2026 verschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Sicherheit

Zukunft des Landeskommandos Baden-Württemberg gesichert

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landwirtschaft

Nachbesserungen bei Wieder­herstellungsverordnung gefordert

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Tödlicher Unfall auf dem Hockenheimring

Collage aus zwei Fotos: Teilnehmende der GFMK 2026 stehen als Gruppe auf einer Treppe, Foto von Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand mit Abstimmungsschild für Baden-Württemberg in der erhobenen Hand.
Gleichstellung

Land setzt Impulse für Demokratie, Gewaltschutz und Integration

Symbolbild: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
Demokratie

Bundesverfassungsrichterin besucht Schule in Leimen

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Zwölf Straftäter nach Afghanistan abgeschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Bundeswehr

Hagel trifft Kommandeur des Lan­deskommandos der Bundeswehr

Justizminister Moritz Oppelt (rechts) auf der Justizministerkonferenz
Justiz

Reform der Politikerbeleidigung gefordert

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Landgericht Ulm
Justiz

Richterin aus Baden-Württemberg zur Bundesrichterin gewählt

Innenminister Manuel Hagel (Mitte) besucht das Reutlinger Umspannwerk, in dem es in der Nacht gebrannt hatte.
Stromausfall

Ermittlungen nach Brand in Reutlinger Umspannwerk

Bevölkerungsschutztag 2026
Bevölkerungsschutz

Land richtet bundesweiten Bevölkerungsschutztag aus

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen