Förderung

Moderne Abwasserbeseitigung für Adelberg

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Eine Kläranlage (Symbolbild: Patrick Seeger/dpa)

Die Gemeinde Adelberg im Landkreis Göppingen wird mit Hilfe des Landes in den nächsten Jahren seine Abwasserbeseitigung erneuern. Aus den Mitteln des Förderprogramms Wasserwirtschaft und Altlasten erhält Adelberg insgesamt gut 1,85 Millionen Euro, das entspricht 80 Prozent der gesamten Investitionskosten für die umfassenden Baumaßnahmen.

Umweltminister Franz Untersteller: „Eine gut funktionierende Abwasserbeseitigung ist eine ökologische Notwendigkeit, die viel Geld kostet. Das Land lässt die Kommunen dabei nicht im Stich. Insgesamt stellen wir dieses Jahr mehr als 45 Millionen Euro für Investitionen in die Infrastruktur zur Abwasserbehandlung zur Verfügung.“

In Adelberg wird jetzt die alte Kläranlage aus dem Jahr 1967 gezwungenermaßen wegen baulicher Mängel stillgelegt. Stattdessen entsteht ein Pumpwerk auf dem Gelände der alten Anlage. Über eine etwa viereinhalb Kilometer lange Leitung werden die Adelberger Haushalte und Betriebe dann an die Sammelkläranlage im benachbarten Börtlingen angeschlossen.

Die Abwasserbehandlung werde dadurch effizienter und längerfristig auch kostengünstiger, resümierte Umweltminister Untersteller. Er freue sich, dass die Gemeinde Adelberg sich entschlossen habe, diesen wichtigen Schritt in die Zukunft zu tun. Die Kläranlage in Börtlingen gehöre zu den modernsten im Kreis Göppingen und trage mit ihrer Reinigungsleistung erheblich dazu bei, die Umwelt vor zusätzlicher Nährstoffbelastung zu schützen.

Franz Untersteller: „Aus Kläranlagen aber auch aus der Landwirtschaft landen immer noch zu viele Phosphate und Ammoniumverbindungen in unseren Gewässern. Deshalb ist eine moderne und effektive Abwasserbehandlung unverzichtbar für den Erhalt der Lebensräume für Fische, Pflanzen und andere Organismen.“

Mitte der 60er Jahre seien nur etwa 60 Prozent der Haushalte beziehungsweise der Einwohner Baden-Württembergs an Kläranlagen und damit an die technologische Abwasserbeseitigung angeschlossen gewesen. Heute betrage der Anschlussgrad mehr als 99 Prozent. Das, so der Umweltminister, sei ein großer Erfolg und weltweit beispielhaft.

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