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Modellprojekte zur besseren Verknüpfung von Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe

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Ein Beratungsgespräch. (Bild: Roland Weihrauch / dpa)

Im Rahmen des Landesprogramms „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau seit dem 1. Juli 2017 mit einem Volumen von insgesamt 600.000 Euro Modellprojekte zur besseren Verknüpfung von Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe.

Unter den Projektanträgen haben die PHÖNIX Beschäftigung und Bildung e.G. sowie die Werkstatt PARITÄT gGmbH mit ihren Ideen überzeugen können. Beide werden als Gesamtprojektträger in jeweils sechs Modellregionen sieben bis zehn Familien im SGB II-Leistungsbezug mit mindestens einem minderjährigen Kind ganzheitlich betreuen. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt, eine Verlängerungsoption bis Ende 2019 ist jedoch bereits vorgesehen.

„Mir persönlich ist es wichtig, dass wir Bedarfsgemeinschaften mit minderjährigen Kindern besser erreichen und umfassend unterstützen können. In diesen Familien fehlt es mitunter nicht nur an auskömmlicher Erwerbsarbeit, sondern auch an positiver Lebensfreude und einem Lebensplan. Deshalb muss es eine qualifizierte Vertrauensperson geben, die jedes einzelne Familienmitglied und die Familie als Einheit im Blick hat“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

Jobcenter und Beschäftigungsträger arbeiten eng mit der Jugendhilfe zusammen

Ziel des Projekts sei, dass Jobcenter und Beschäftigungsträger eng mit der Jugendhilfe zusammenarbeiteten. Auch Informationsdefizite über weitere Hilfsangebote sollten abgebaut und gesellschaftliche Teilhabe gefördert werden. Hoffmeister-Kraut: „Jeder, der Kinder hat, weiß, welche Vorbildfunktion Eltern zufällt. Wichtig ist es daher, Eltern zu stärken. Sie müssen wieder den Mut fassen, für sich erreichbare Perspektiven zu entwickeln, um nicht zuletzt gute Vorbilder für ihre Kinder zu sein.“

Die PHÖNIX e.G. wird Modellprojekte an folgenden Standorten durchführen:

  • Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung gGmbH Göppingen,
  • AWO Werkstatt Heidenheim,
  • pro labore gGmbH Reutlingen,
  • Gesellschaft für Jugendsozialarbeit und Bildungsförderung e.V. Stuttgart,
  • WALDHAUS gGmbH Hildrizhausen und
  • Q-Print & Services Pforzheim.

Die Standorte der Werkstatt PARITÄT gGmbH werden sein:

  • Biotopia Arbeitsförderungsbetriebe Mannheim gGmbH,
  • Jugendberufshilfe Ortenau e.V.,
  • Berufsvorbereitungswerk Ostalb gGmbH,
  • Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung e.V, Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis,
  • PRO JOB gGmbH Schwarzwald-Baar-Kreis und
  • Frauenunternehmen ZORA gGmbH Stuttgart.

Impulse für das ganze Land setzen

Neben der örtlichen Vernetzung sehen beide Konzeptionen der Gesamtprojektträger einen engen Austausch der Standorte untereinander vor. Zudem ist eine wissenschaftliche Begleitung geplant.

Das Arbeitsministerium erwarte sich durch die praktischen Erfahrungen und eine wissenschaftliche Begleitung grundsätzliche Erkenntnisse, wie die Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe besser verknüpft werden könnten. Zudem wolle man Hinweise darauf erhalten, welche weiteren Angebote und Dienste noch eingebunden werden sollten. „Damit wollen wir Impulse für das ganze Land setzen“, betonte die Ministerin.

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