Tag der Organspende

Minister Lucha bekräftigt Unterstützung für Einführung der Widerspruchslösung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha

Zum Tag der Organspende am 1. Juni hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha seine Unterstützung für die Einführung der Widerspruchslösung bekräftigt. Trotz zuletzt leicht gestiegener Spendenzahlen in Baden-Württemberg bestehe akuter Handlungsbedarf.

„In Baden-Württemberg ist die Zahl der Organspenden im vergangenen Jahr zwar gestiegen, doch warten bei uns im Land immer noch zu viele Menschen auf ein lebenswichtiges Spenderorgan,“ sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. „Es besteht deshalb akuter Handlungsbedarf. Die Widerspruchslösung in Verbindung mit engen ethischen Grenzen und einer umfassenden Information der Bevölkerung ist daher der richtige Weg, um die Zahl der Organspenden zu erhöhen.“ Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wuchs die Zahl der Organspenden in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr von 95 auf 126.

Bündnis Organspende Baden-Württemberg

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet das Land gemeinsam mit allen relevanten Akteuren im Bündnis Organspende kontinuierlich daran, das Thema in Baden-Württemberg weiter voranzubringen. „Mit dem Bündnis möchten wir möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich mit Organspende auseinanderzusetzen. Eine Spende ist immer noch ein freiwilliges Geschenk, das nicht eingefordert werden kann. Damit jeder Einzelne eine freie Entscheidung treffen kann, ist eine offene, ausführliche und sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Das gilt ganz besonders für die mögliche Einführung der Widerspruchslösung“, so Lucha.

Transplantationsbeauftragte als Multiplikatoren

Neben der Bereitschaft zur Organspende gehöre aber auch, dass das Land die Entnahmekrankenhäuser weiter unterstütze. In Baden-Württemberg sei bereits ein mustergültiges Curriculum zur Qualifizierung von Transplantationsbeauftragten entwickelt und umgesetzt worden. „Ab diesem Jahr werden wir das intensivmedizinische Personal der Entnahmekrankenhäuser in Notfallaufnahmen und auf Intensivstationen gezielt fortbilden und setzen dabei auf Transplantationsbeauftragte als Multiplikatoren“, so der Minister. Mit dem Förderprojekt „Zukunft Organspende“ unterstütze das Land die Kliniken weiterhin nachhaltig, damit die Steigerung der Organspendezahlen ein dauerhafter Trend werden kann.

Bundesweiter Tag der Organspende

Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ setzt der bundesweite Tag der Organspende am 1. Juni ein Zeichen für die Wichtigkeit der persönlichen Entscheidung. Er findet jährlich am ersten Samstag im Juni statt. Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende in Baden-Württemberg findet dieses Jahr in der Gemeinde Murr im Landkreis Ludwigsburg statt. Dort werden vom 30. Mai (Donnerstag) bis zum 1. Juni (Samstag) die Deutschen Meisterschaften der Transplantierten und Dialysepatienten ausgetragen. Der Wettkampf wird gefördert mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Deutsche Stiftung Organtransplantation: Ergänzende Zahlen zur Organspende

40. Deutsche Meisterschaften der Transplantierten und Dialysepatienten in Murr

Bündnis Organspende Baden-Württemberg: Aktionen und Events rund um den Tag der Organspende

Weitere Meldungen

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Businessfrau sitzt an einem PC
Wirtschaft

Ungenutztes Arbeitskräfte­potenzial von Frauen

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Deutsch-französische Freifahrten für junge Menschen

Landestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Baden-Württemberg
Heimat

Treffen und Tagung der Russlanddeutschen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

Gruppenbild: Team der Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS) mit Vertreterinnen und Vertretern aus 12 Städten und Landkreisen im Sozialministerium in den Räumen des Sozialministeriums.
Antidiskriminierungsstelle

LADS und Kommunen im Dialog zur Antidiskriminierungsarbeit

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen