Wirtschaft

Mehr Frauen in Führungspositionen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Businessfrau bei der Arbeit

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz hat den neuen thematischen Schwerpunkt des ESF-Projekts „Frauenkarrieren und innovative Unternehmenskulturen“ vorgestellt. Ziel der Landesregierung sei es, den Anteil von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in Führungspositionen in Baden-Württemberg zu erhöhen.

„Frauen sind in Führungspositionen in Baden-Württemberg immer noch deutlich unterrepräsentiert. Dies gilt besonders für Frauen mit Migrationshintergrund. Dabei hat Baden-Württemberg viele starke Frauen – mit und ohne Migrationshintergrund – die mit ihrem Wissen, Können und Engagement die Wirtschaft im Land voranbringen. Ziel der Landesregierung ist es deshalb, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Baden-Württemberg zu erhöhen“, sagte Schütz.

Das Wirtschaftsministerium fördert dieses Projekt, das den Fokus auf Karrierechancen für Migrantinnen in kleinen und mittleren Unternehmen legt, für drei Jahre (bis 2018) mit insgesamt rund 125.000 Euro aus Landesmitteln und 500.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). In Videoporträts berichten Migrantinnen in Führungspositionen und High Potentials über ihre persönlichen Erfahrungen und die spezifischen Herausforderungen in ihrer Karriere.

Prof. Dr. Barbara Burkhardt-Reich und Prof. Dr. Elke Theobald, beide Leiterinnen des Projektträgers Steinbeis-Innovationszentrums Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim, sowie verschiedene Interviewpartnerinnen des Projekts erläuterten die Video-Interviews, die ab sofort online sind.

„Das Thema Diversity ist eines der aktuellsten Themen unserer Zeit. Indem wir erfolgreiche Migrantinnen in Video-Interviews zu Wort kommen lassen, stellen wir einerseits positive Rollenvorbilder vor und beziehen zugleich mit einem Plädoyer für die Vielfalt auch in Unternehmen klar Stellung gegen Abgrenzung“, erklärten Burkhardt-Reich und Theobald.

Das Projekt beschäftigt sich mit den Fragen, wie Frauen mit Migrationshintergrund Karriere in baden-württembergischen Unternehmen machen können und welche Form von Unternehmenskultur wichtig ist, um Karrieren für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund zu ermöglichen.

„In der Öffentlichkeit gibt es bisher noch zu wenig positive Rollenvorbilder. Das soll auch mit den aktuellen Video-Interviews auf dem Karriereportal spitzenfrauen-bw.de geändert werden. Damit sollen das große Potential und die Erfolgsge-schichten von Frauen mit ausländischen Wurzeln bekannt und sichtbar gemacht werden. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gilt es für Unternehmen, das Potential der Frauen zu erschließen“, so Staatssekretärin Schütz.

Frauen in Spitzenpositionen in Baden-Württemberg

Der Anteil von Frauen in Spitzenpositionen in Baden-Württemberg liegt nach einer aktuellen Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. Tübingen bei 25 Prozent auf oberster Ebene und bei 40 Prozent auf zweiter Führungsebene.

Das Wirtschaftsministerium hat von 2010 bis 2014 das ESF-Projekt „Spitzenfrauen - Wege nach oben“ gefördert. Im Februar 2011 startete das Portal www.spitzenfrauen-bw.de auf Initiative des Wirtschaftsministeriums. Im Herbst 2013 kam die Datenbank www.spitzenfrauen-in-gremien.de dazu. Dort können Unternehmen, die ein Mandat in einem Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Gremium oder Kuratorium in Baden-Württemberg zu vergeben haben, interessierte und qualifizierte Kandidatinnen für ihr Unternehmen gewinnen. Seit April 2015 fördert das Wirtschaftsministerium das ESF-Projekt „Frauenkarrieren und innovative Unternehmenskulturen“ mit den ergänzenden Schwerpunkten kleine und mittlere Unternehmen sowie Migrantinnen. Es wird mit rund 125.000 Euro aus Landesmitteln und mit rund 500.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Das Projekt wird im Auftrag des Wirtschaftsministeriums vom Steinbeis-Innovationszentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim konzipiert, umgesetzt und betrieben.

Weitere Meldungen

Ein Mitarbeiter scannt den Barcode eines Artikels für den Paketversand. (Bild: © dpa)
Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut begrüßt Maßnahmen zum Bürokratieabbau

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor.
Automobilwirtschaft

Spitzengespräch zur Stärkung des Automobilstandorts

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Thomas Dörflinger (zweiter von rechts)
Wirtschaft

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

BaWü-Labs GO!
Forschung

Zehn Jahre Reallaborförderung in Baden Württemberg

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Witschaft

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort stärken

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit bleibt trotz leichtem Rückgang auf höherem Niveau

Logo der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Wirtschaft

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit dem Gewinnerteam „Cover Curtains“ des „Start-up BW Young Talents 2026“-Wettbewerbs.
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ gewinnt „Start-up BW Young Talents“

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Vier Millionen Euro für innovative Unternehmen

Eine Hand hält einen in augmented Reality illustrierten Kopf.
Wirtschaft

500.000 Euro für Digital Hub Region Stuttgart

Etwa ein Dutzend Besucher der Futorumundo vor Werbefahnen der Veranstaltung.
Futuromundo

Land treibt interdisziplinäre Innovationen voran