Justiz

Maskottchen für den familienfreundlichen Justizvollzug

Das Erdmännchen Toni wird künftig als Symbol für die kindgerechte Gestaltung des Besuchsumfelds und die Unterstützung der Kinder inhaftierter Eltern stehen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Maskottchen Toni steht im Kinderbesuchsraum der JVA Mannheim

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges gab in der Justizvollzugsanstalt Mannheim den Namen des neuen Maskottchens für den familienfreundlichen Justizvollzug bekannt: Toni. Das Erdmännchen Toni wird künftig als Symbol für die kindgerechte Gestaltung des Besuchsumfelds und die Unterstützung der Kinder inhaftierter Eltern stehen. Der Name wurde von Kindern inhaftierter Eltern vorgeschlagen und steht stellvertretend für ihre aktive Einbindung in das Projekt.

„Es ist mir ein Anliegen, den Herausforderungen von Familien und Kindern inhaftierter Eltern Rechnung zu tragen“, erklärte Ministerin Gentges. „Mit Toni schaffen wir ein Symbol für Nähe und Geborgenheit in einer Umgebung, die für Kinder oft mit Unsicherheiten verbunden ist. Unser Maskottchen soll nicht nur Ängste nehmen, sondern auch ein verbindendes Element zwischen Eltern und Kindern schaffen – über die Gefängnismauern hinaus. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Familien in dieser schwierigen Situation zu unterstützen und den Grundstein für ein harmonisches Zusammenleben nach der Haftentlassung zu legen.“

Toni – Ein Symbol für kindgerechte Unterstützung im Justizvollzug

Das Maskottchen Toni entstand aus einem Malwettbewerb, der in allen baden-württembergischen Justizvollzugsanstalten unter den Gefangenen durchgeführt wurde. Ziel war es, ein Symbol zu schaffen, das die Werte der Familienfreundlichkeit widerspiegelt und eine positive, kindgerechte Atmosphäre fördert. Aus den eingereichten Beiträgen wurde schließlich der Entwurf eines neugierigen und geselligen Erdmännchens ausgewählt, das die Werte der Familienfreundlichkeit verkörpert.

Im zweiten Schritt konnten die Kinder der Gefangenen im Rahmen ihrer Besuchskontakte Namensvorschläge für das Maskottchen einreichen. Dabei nahmen viele Kinder teil und reichten Vorschläge ein.

In dem neugestalteten Kinderbesuchsraum der JVA Mannheim können Familien in einer kindgerechten Atmosphäre mit Spielsachen und Büchern wieder ein Stück Normalität erleben. Neben dem neuen Namen des Maskottchens wurden zudem erste Produkte mit Toni präsentiert: Plüschtiere, bedruckte Becher und Flyer, die das Maskottchen zeigen und künftig in allen Justizvollzugsanstalten Baden-Württembergs zu finden sein werden.

Projekt „Familienfreundliche Vollzugsgestaltung“

Das Projekt „Familienfreundliche Vollzugsgestaltung“, das vom Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg initiiert wurde, nimmt die Rechte und das Wohl der Kinder inhaftierter Eltern in den Fokus. Damit soll auch psychischen Belastungen entgegengewirkt und der Zusammenhalt der Familie gefördert werden. Neben einer kindgerechten Gestaltung von speziellen Besuchsräumen in den Vollzugsanstalten organisieren die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter auch Behandlungs- und Besuchsangebote für inhaftierte Eltern.

Weitere Meldungen

Grafik Bevölkerungsschutztag
Bevölkerungsschutz

Bevölkerungsschutztag 2026 verschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Sicherheit

Zukunft des Landeskommandos Baden-Württemberg gesichert

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landwirtschaft

Nachbesserungen bei Wieder­herstellungsverordnung gefordert

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Tödlicher Unfall auf dem Hockenheimring

Collage aus zwei Fotos: Teilnehmende der GFMK 2026 stehen als Gruppe auf einer Treppe, Foto von Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand mit Abstimmungsschild für Baden-Württemberg in der erhobenen Hand.
Gleichstellung

Land setzt Impulse für Demokratie, Gewaltschutz und Integration

Symbolbild: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
Demokratie

Bundesverfassungsrichterin besucht Schule in Leimen

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Zwölf Straftäter nach Afghanistan abgeschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Bundeswehr

Hagel trifft Kommandeur des Lan­deskommandos der Bundeswehr

Justizminister Moritz Oppelt (rechts) auf der Justizministerkonferenz
Justiz

Reform der Politikerbeleidigung gefordert

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Landgericht Ulm
Justiz

Richterin aus Baden-Württemberg zur Bundesrichterin gewählt

Innenminister Manuel Hagel (Mitte) besucht das Reutlinger Umspannwerk, in dem es in der Nacht gebrannt hatte.
Stromausfall

Ermittlungen nach Brand in Reutlinger Umspannwerk

Bevölkerungsschutztag 2026
Bevölkerungsschutz

Land richtet bundesweiten Bevölkerungsschutztag aus

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland
Justiz

Examensfeier 2026 zum Zweiten juristischen Staatsexamen