Migration

Land richtet Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme dauerhaft ein

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (rechts) Klaus Danner (links) zur Ombudsperson für Flüchtlingserstaufnahme bestellt.
Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (rechts) Klaus Danner (links) zur Ombudsperson für Flüchtlingserstaufnahme bestellt.

Das Land hat die dauerhafte Einrichtung der Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme beschlossen. Als verlässlicher Ansprechpartner der verschiedenen Akteure hat sich die Ombudsstelle über die letzten Jahre bewährt.

Die Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme beim Ministerium der Justiz und für Migration wird dauerhaft eingerichtet. Der Ministerrat hat eine Kabinettsvorlage von Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges zur unbefristeten Fortführung der im Jahr 2015 errichteten Ombudstelle für Flüchtlingserstaufnahme gebilligt. Die Tätigkeit der Ombudsstelle war zuvor seit ihrem Bestehen zweimal verlängert worden. Sie ist Ansprech-, Mittler- und Unterstützungsstelle für Flüchtlinge, Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende der Erstaufnahme sowie Behörden und Institutionen in Fragen der Unterbringung, Versorgung und Betreuung in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes. Als Ombudsperson für Flüchtlingserstaufnahme in Baden-Württemberg bestellte das Kabinett auf Vorschlag von Ministerin Gentges erneut Klaus Danner.

Verlässlicher Ansprechpartner verschiedener Akteure

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges sagte: „Der Aufbau der Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme hat sich ausgezahlt. Die dauerhafte Einrichtung ist daher folgerichtig. Klaus Danner und sein Team stehen als verlässliche Ansprechpartner den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Flüchtlingserstaufnahme zur Verfügung. Die Ombudsstelle geht vor allem Fragen nach, die außerhalb der formellen Verwaltungsverfahren aufkommen und kommuniziert auf Verwaltungsseite bei Bedarf direkt mit den unmittelbar zuständigen Behörden. Sie koordiniert und vermittelt Kontakte. Klaus Danner hat in dieser Funktion mit seiner sachlichen, lösungsorientierten und engagierten Arbeit viel Gutes bewirkt. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm.“

Klaus Danner, Ombudsperson für Flüchtlingserstaufnahme des Landes, sagte: „Nach meinen Erfahrungen der vergangenen Jahre ist die Arbeit der Ombudsstelle eine sinnvolle Ergänzung zur bewährten Aufgabenwahrnehmung der Verwaltung in der Migrationspolitik des Landes.“

Ombudsperson ist bis 2026 bestellt

Die Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme besteht aus einer ehrenamtlichen Ombudsperson sowie zwei Beschäftigten in der Geschäftsstelle der Ombudsperson, die im Ministerium der Justiz und für Migration angesiedelt ist. Zudem wird von den Regierungspräsidien jeweils eine ehrenamtliche Ansprechperson ernannt, die die Ombudsperson unterstützt. Die Ombudsperson wird auf Vorschlag des Ministeriums der Justiz und für Migration vom Ministerrat für die Dauer der Legislaturperiode bestellt.

Zuletzt hat die Ombudsstelle einen Bericht über die bisherigen sechs Tätigkeitsjahre vorlegt. Auch in diesem wird deutlich, dass im Laufe der Jahre stets neue Thematiken zum Aufgabenspektrum der Ombudsstelle hinzukamen und diese durch kontinuierliche Vernetzung und Vor-Ort Besuche in den (Landes-)Erstaufnahmeeinrichtungen zu einem anerkannten Ansprechpartner geworden ist. Die Anzahl der Anliegen an die Ombudsstelle, lag in den vergangenen Jahren konstant im zwei- bis dreistelligen Bereich.

Neben der Ombudsstelle auf Landesebene hat jeder Regierungsbezirk jeweils einen nebenberuflichen ehrenamtlichen Ansprechpartner, der vom jeweiligen Regierungspräsidium für die dortigen Landeserstaufnahmeeinrichtungen bestellt ist.

Kurzvita Klaus Danner

Klaus Danner wurde 1956 geboren. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Söhne und lebt im Südschwarzwald. Er ist seit Oktober 2017 ehrenamtlich als Ombudsperson für die Flüchtlingserstaufnahme tätig. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Juni 2017 war er Leiter der Direktion Spezialeinheiten der Polizei Baden-Württemberg und dadurch mit den Anliegen unterschiedlichster Personengruppen befasst. Außerdem ist Klaus Danner von der Deutschen Gesellschaft für Mediation ausgebildeter und zertifizierter Mediator.

Ministerium der Justiz und für Migration: Klaus Danner

Weitere Meldungen

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Symbolbild: Eine Frau sitzt an einem Dorfbrunnen. (Foto: © dpa)
Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

Die frisch gekürte Badische Weinkönigin Rosa Kost (Mitte) steht mit den beiden ebenfalls frisch gekürten Badischen Weinprinzessinnen Tina Müller (links) und Viktoria Benz (rechts) auf der Bühne.
Weinbau

Rosa Kost ist neue Badische Weinkönigin

Unser Dorf hat Zukunft - Landesentscheid 2025: Griessen
Ländlicher Raum

Klettgau-Grießen gewinnt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Von links nach rechts im Bild: Ministerialdirektorin Gerda Windey, Präsident des Landgerichts Baden-Baden a.D. Dr. Frank Konrad Brede, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller.
Justiz

Präsident des Landgerichts Baden-Baden geht in Ruhestand

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Alexander Föhr spricht im Deutschen Bundestag.
Regierungspräsidien

Wechsel an der Spitze des Regierungspräsidiums Karlsruhe

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Grafik Bevölkerungsschutztag
Bevölkerungsschutz

Bevölkerungsschutztag 2026 verschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Sicherheit

Zukunft des Landeskommandos Baden-Württemberg gesichert

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Menschen gehen auf einem Uferweg am Bodensee spazieren.
Tourismus

Tourismusinfrastruktur­programm 2027 startet

Ministerpräsident Cem Özdemir spricht während der Auftaktveranstaltung des Deutschen Bauerntags in Freiburg.
Bauerntag

Landwirtschaft als Zukunftsverantwortung

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landwirtschaft

Nachbesserungen bei Wieder­herstellungsverordnung gefordert