Bauwirtschaft

Land fördert Zentrum für Industrialisiertes Bauen und Sanieren

Mit dem neuen Zentrum für Industrialisiertes Bauen und Sanieren treibt das Land die Transformation der Bauwirtschaft voran. Industrialisiertes Bauen ermöglicht eine schnellere, ressourcenschonendere und kosteneffizientere Bauweise.

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Datenarbeit und Tablet, Laptop mit Architekturprojekt auf der Baustelle am Schreibtisch im Büro.
Symbolbild

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert den Aufbau eines neuen Zentrums für Industrialisiertes Bauen und Sanieren (ZIBS) in Stuttgart mit 5,1 Millionen Euro. Fünf Fraunhofer–Institute bündeln in dem neuen Zentrum ihre Kompetenzen, um die Transformation der Bauwirtschaft durch innovative Technologien, digitale Prozesse und nachhaltige Lösungen entscheidend voranzutreiben.

„Industrialisiertes Bauen eröffnet enorme Potenziale, um schneller, ressourcenschonender und kosteneffizienter zu bauen – und damit die Produktivität am Bau deutlich zu steigern. Für unsere mittelständisch geprägte Bauwirtschaft in Baden-Württemberg ist das ein entscheidender Hebel, um im Wettbewerb zu bestehen, den Fachkräftemangel zu begegnen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit dem neuen Zentrum für Industrialisiertes Bauen und Sanieren unterstützen wir gezielt den Transfer von Innovation in die betriebliche Praxis“, so Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

Praxisnahe Forschung und Technologietransfer

Das neue Zentrum ist Teil des Stuttgarter Technologie- und Innovationscampus „S-TEC“, an dem verschiedene Fraunhofer-Institute gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen praxisnahe Forschung und Technologietransfer betreiben. Im ZIBS werden neue Ansätze für industrialisiertes und digitales Bauen entwickelt und in die wirtschaftliche Anwendung überführt. Ziel ist es, die Produktivität, Effizienz und Nachhaltigkeit in der gesamten Bauwertschöpfungskette deutlich zu verbessern – von der Planung, über die Baustelle bis zur Sanierung im Bestand. „Die Bauwirtschaft steht vor einer ihrer größten Umbruchsphasen. Mit dem Zentrum für Industrialisiertes Bauen und Sanieren stellen wir sicher, dass Baden-Württemberg dabei nicht nur Schritt hält, sondern eine Vorreiterrolle einnimmt“, so Hoffmeister-Kraut.

Das neue Zentrum für Industrialisiertes Bauen und Sanieren vereint die Expertise der Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Bauphysik (IBP), Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik (IGB), Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und das Informationszentrum Raum und Bau (IRB). Das Zentrum unterstützt baden-württembergische Unternehmen aller Segmenten der baulichen Wertschöpfungskette bei der Umsetzung von Technologietransfer und Digitalisierung. Es adressiert alle Aspekte der Wertschöpfungskette, von der Baustoffproduktion bis hin zur Gebäudebewirtschaftung und Entsorgung, um eine ganzheitliche und nachhaltige Transformation der Branche zu ermöglichen. Dabei stehen Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz; Automatisierungstechnologien; Materialien; Baustoffe und Baukomponenten; Ressourceneffizienz und Klimabilanzierung; Kooperations- und Organisationsstrukturen sowie Geschäftsmodelle im Fokus des Zentrums.

Stuttgarter Technologie- und Innovationscampus S-TEC

Der „Stuttgarter Technologie- und Innovationscampus S-TEC“ soll Unternehmen institutionsübergreifend mit der breiten Forschungslandschaft vernetzen und die Innovationskraft im Land nachhaltig stärken. Die Kompetenzzentren der Fraunhofer-Institute forschen im S-TEC zu Zukunftsthemen der Produktionstechnik für die digitalisierte, intelligente und nachhaltige Herstellung von personalisierten Produkten und setzen damit wichtige Impulse für die Wirtschaft im Südwesten. Sie dienen zudem als Transferbrücke für gemeinsame Entwicklungen mit der Wirtschaft, der Universität Stuttgart und weiteren Forschungs- und Transferpartnern.

Der direkte Wissenstransfer in die Industrie wird innerhalb der S-TEC Zentren insbesondere durch geförderte Potenzialanalysen („Quick Checks“) und Machbarkeitsuntersuchungen („Exploring Projects“) im Rahmen eines Ideenwettbewerbs initiiert. Unternehmen können sich mit einer themenspezifischen Ideenskizze in einem Zentrum hierauf bewerben. Bei erfolgreicher Auswahl forschen Fraunhofer-Expertinnen und -Experten an der eingereichten Projektidee.

S-TEC: Zentrum für Industrialisiertes Bauen und Sanieren

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