Klimaschutz

Land fördert vier Photovoltaik-Projekte an Mobilitäts­infrastrukturen

Das Land fördert vier Photovoltaik-Projekte an Mobilitätsinfrastrukturen mit über 700.000 Euro. So können versiegelte Flächen konfliktarm und effizient für die solare Stromgewinnung herangezogen werden.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Photovoltaik Lärmschutzelemente
Symbolbild

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft unterstützt im Rahmen des Förderprogramms „Flächen doppelt nutzen – Photovoltaik (PV) an Mobilitätsinfrastrukturen“ vier Projekte mit insgesamt rund 724.000 Euro.

Innovative und kreative Ansätze zur solaren Stromgewinnung nutzen

„Wir haben viele bestehende Infrastrukturen im Land, die wir mit wenig Aufwand doppelt nutzen können. Das Anbringen von Photovoltaik-Anlagen an Lärmschutzwänden ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie bereits versiegelte Flächen konfliktarm und effizient für die solare Stromgewinnung herangezogen werden können“, sagt Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker. „Wir brauchen diese kreativen Ansätze, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die nun ausgewählten Projekte zeigen mit ihren innovativen Herangehensweisen, welch vielfältigen Möglichkeiten es zur Gestaltung der Energiewende im Land gibt.“

Nach dem erfolgreichen Förderprogramm „Überdachung bestehender Parkplätze mit PV“ konnten bis Mitte Oktober 2024 Anträge für das Nachfolgeprogramm „Flächen doppelt nutzen – PV an Mobilitätsinfrastrukturen“ eingereicht werden. Die nun bewilligten Projekte müssen bis Ende November 2025 abgeschlossen werden.

Vier Projekte ausgewählt

Das Land fördert die Bürger Energie Ortenau eG im Landkreis Ortenau bei der Errichtung einer Photovoltaikanlage an der Lärmschutzwand entlang der Bundesstraße B33 Höhe Offenburg/Elgersweier mit rund 160.000 Euro. Die Lärmschutzwand wurde vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Entlang dieser Wand sollen circa 700 Photovoltaikmodule befestigt werden. Der Jahresertrag der Anlage wird bei einer Gesamtleistung von circa 290 Kilowatt-Peak voraussichtlich circa 300 Megawattstunden betragen.

Die Bürgerinitiative für Photovoltaik Ladenburg (BIPLA) im Rhein-Neckar-Kreis erhält vom Umweltministerium eine Förderung in Höhe von rund 120.000 Euro. Geplant ist eine Photovoltaikanlage an einer Lärmschutzwand an der Bahnstrecke Ladenburg-Heddesheim, bei der die Photovoltaikmodule als eine Art Dach oben auf die Lärmschutzwand gesetzt werden. Die Leistung soll insgesamt circa 345 Kilowatt-Peak betragen und voraussichtlich einen Jahresertrag von circa 217 Megawattstunden erzielen.

Das Umweltministerium unterstützt die Stadt Wendlingen am Neckar im Landkreis Esslingen mit rund 300.000 Euro. Mit dieser Förderung soll eine Lärmschutzwand entlang der Autobahn A8 parallel zur Taläckerstraße und Kolpingstraße aus Photovoltaikmodulen neu gebaut werden. Die Anlage wird mit einer Gesamtleistung von circa 155 Kilowatt-Peak geplant.

Mit einem Zuschuss in Höhe von rund 144.000 Euro plant die Rhein-Neckar GmbH im Rhein-Neckar-Kreis die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Betriebshofs für Wasserstoffbusse in Heidelberg. Vorgesehen ist eine Gesamtleistung von circa 300 Kilowatt-Peak.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Förderprogramm „Flächen doppelt nutzen – PV an Mobilitätsinfrastrukturen“

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort stärken

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Beschädigte Brandschutztür im Kernkraftwerk Philippsburg

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Klettgau-Grießen gewinnt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Eine Person erntet eine Traube bei der Weinlese.
Weinbau

Neue Verwaltungsvorschrift unterstützt Weinbau

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

Kernkraftwerk Neckarwestheim
Tätigkeitsbericht

Kernenergieüberwachung und Strahlenschutz 2025

Von links nach rechts im Bild: Ministerialdirektorin Gerda Windey, Präsident des Landgerichts Baden-Baden a.D. Dr. Frank Konrad Brede, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller.
Justiz

Präsident des Landgerichts Baden-Baden geht in Ruhestand

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Alexander Föhr spricht im Deutschen Bundestag.
Regierungspräsidien

Wechsel an der Spitze des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Wirtschaft

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit dem Gewinnerteam „Cover Curtains“ des „Start-up BW Young Talents 2026“-Wettbewerbs.
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ gewinnt „Start-up BW Young Talents“

BW blüht
Biodiversität

Vorbildliche Projekte für Artenvielfalt ausgezeichnet