Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Land fördert innovative Kommunikationskonzepte für Mehrgenerationenhäuser

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Bewohner eines Mehrgenerationenhauses sitzen im Gemeinschaftszimmer (Bild: © dpa).

Das Land unterstützt zwei Mehrgenerationenhäuser in Bammental und Esslingen mit insgesamt 28.500 Euro.

Angesichts der globalen Corona-Pandemie und den damit verbundenen Herausforderungen rückt auch die gegenseitige Unterstützung zwischen den Generationen stärker in den Mittelpunkt. Von großer Bedeutung sind in diesen Zeiten innovative Kommunikationsformate und -konzepte, um das Zusammenleben von Jung und Alt zu fördern. Um Mehrgenerationenhäuser bei dieser Herausforderung zu unterstützen, stellt das Land Baden-Württemberg noch einmal 28.500 Euro für zwei solcher Projekte zur Verfügung. Die geförderten Projekte liegen in Esslingen und in Bammental im Rhein-Neckar-Kreis. In Esslingen wird das Projekt „Digital-Lots*innen gehen vor Ort“ des Bürgerhauses Pliensauvorstadt gefördert, in Bammental das Projekt „Familienzentrum digital“ des Mehrgenerationenhauses Kinderreich Rhein-Neckar e. V.

Förderung ist Teil des Impulsprogramms für gesellschaftlichen Zusammenhalt

„Gerade angesichts der Einschränkungen und des Distanzgebots aufgrund der Corona-Pandemie sollten wir als Gesellschaft jetzt näher zusammenrücken und achtsam füreinander da sein. Das gilt ganz besonders für die verschiedenen Generationen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. „Mehrgenerationenhäuser zeigen uns vorbildhaft, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt vor Ort gelebt und nachhaltig gestärkt werden kann. Dafür ist gelingende Kommunikation ein Schlüsselelement. Deshalb freue ich mich sehr darüber, dass unsere Förderung jetzt noch zwei weiteren innovativen Projekten zugutekommt.“

Die Förderung der Mehrgenerationenhäuser ist Teil des Impulsprogrammes für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das die Landesregierung im März 2019 beschlossen hat. Mit dem Impulsprogramm in Höhe von 20 Millionen Euro setzt das Land konkrete Projekte um, die durch mutige und unkonventionelle Ansätze das Miteinander in Baden-Württemberg stärken.

Land unterstützt Auf- und Ausbau von Mehrgenerationenhäusern

Für den Auf- und Ausbau von Mehrgenerationenhäusern stehen dem Ministerium für Soziales und Integration in den Jahren 2019 bis 2021 insgesamt rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. So flossen bereits im Dezember 2019 in einer ersten Förderrunde insgesamt 800.000 Euro an 22 und im Februar 2020 nochmals 280.000 Euro an fünf weitere entsprechende Einrichtungen. In einer zweiten Förderrunde unterstützte das Ministerium weitere elf innovative Kommunikationskonzepte für Mehrgenerationenhäuser mit 120.000 Euro.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser unterstützt das Land bei der Verwirklichung der Projekte. Der Verein ist ein Zusammenschluss baden-württembergischer Mehrgenerationenhäuser aus dem Bundesprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die geförderten Projekte

„Digital-Lots*innen gehen vor Ort“ (Esslingen)
Fördersumme: 13.500 Euro

Ziel ist die Unterstützung von vorwiegend alleinlebenden Seniorinnen und Senioren und bewegungseingeschränkten Menschen im Quartier bei der Nutzung des Internets zur Kontaktaufnahme mit Kindern, Enkeln und Freunden, für Wissens-, Unterhaltungs- sowie Sportangebote, Gesundheitsthemen („gesundaltern@bw“) sowie Online-Teilnahmen an MGH-Veranstaltungen. Hierzu werden ehrenamtliche Bürger PC-Mentorinnen und Mentoren gezielt Hilfestellung anbieten.

Familienzentrum digital (Bammental)
Fördersumme: 15.000 Euro

Aufgrund der aktuellen Erfahrungen während der Corona-Pandemie soll das Familienzentrum im kommenden Schuljahr verstärkt digitalisiert werden: Ziel des Projektes ist die Schaffung neuer Kommunikationsformen, die langfristig nutzbar sind – und damit verbunden eine Stärkung des Miteinanders, die Unterstützung besonders hilfebedürftiger Gruppen, der Ausbau des bestehenden Netzwerks sowie die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und Nachbarschaftshilfen.

Weitere Meldungen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheitssystem

Hildenbrand kritisiert Umsetzung der GKV-Reform

Ein Mitarbeiter scannt den Barcode eines Artikels für den Paketversand. (Bild: © dpa)
Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut begrüßt Maßnahmen zum Bürokratieabbau

Portrait Dr. Simon Veser Amtsleiter Finanzamt Ludwigsburg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Ludwigsburg

Ein Landwirt betankt sein Gespann mit Gülle um diese anschließend auf einem Feld auszubringen. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Gentges fordert Aufstockung des Hilfspakets für Düngerpreise

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Gesundheitsminister richtet Hitze-Taskforce ein

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
Gesundheit

Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Elektrischer Zug in schwarz-gelbem Design fährt durch eine grüne Landschaft.
Öffentlicher Nahverkehr

SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Ernährungsbildung junger Erwachsener stärken

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor.
Automobilwirtschaft

Spitzengespräch zur Stärkung des Automobilstandorts

Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts, führt bei der Eröffnung des neuen "Future Work Lab" des Fraunhofer Instituts in Stuttgart einen Roboterarm. (Foto: dpa)
Hochschulen und Forschung

Resilienz des Wissenschaftssystems braucht Mut und Haltung

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Abschlussveranstaltung zum Projekt "Nachhaltige Schulverpflegung" am 07.07.2026
Ernährung

Nachhaltige Schulverpflegung prägt Bewusstsein

Eine gelbe Leiter steht vor einem Bücherregal
Literatur

Alfred Kröner Verlag erhält Verlagspreis Literatur 2026

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub