Wärmeversorgung

Land fördert drei weitere Wärmenetze

Das Land unterstützt in einer weiteren Förderrunde den Aus- und Neubau von energieeffizienten Wärmenetzen in den Gemeinden Dußlingen, Bad Rappenau und Tamm mit insgesamt 800.000 Euro.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Arbeiter verlegen Rohre für ein Wärmenetz. (Foto: © dpa)
Symbolbild

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft unterstützt in einer weiteren Förderrunde den Aus- und Neubau von drei energieeffizienten Wärmenetzen im Land. „Wir in Baden-Württemberg sind Vorreiter in Sachen Wärmewende – die kommunale Wärmeplanung läuft aktuell auf Hochtouren. Im nächsten Schritt heißt es für die Kommunen, die Maßnahmen in die Tat umzusetzen und die Wärmewende damit aktiv anzugehen“, so Energieministerin Thekla Walker. „Mit Wärmenetzen, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt, können wir einen entscheidenden Beitrag zur Wärmewende und damit zum Klimaschutz im Land leisten. Ich freue mich daher, dass wir die Investitionen in drei weitere Netze nun mit 800.000 Euro unterstützen können.“

Bis heute hat das Umwelt- und Energieministerium über 110 Wärmenetze in Baden-Württemberg gefördert. Dabei wurden fast 24 Millionen Euro an Fördermittel ausgeschüttet. Die Mittel stammen aus dem Landesförderpro­gramm „Energieeffiziente Wärmenetze“.

Drei Wärmenetze erhalten Landeszuschuss

Das Land unterstützt die Gemeinde Dußlingen im Landkreis Tübingen mit 300.000 Euro beim Bau eines Nahwärmenetzes im Rahmen ihres Ortsentwicklungskonzeptes im Gebiet Dußlingen-Maltschach. Dazu sollen 51 neue Übergabestationen für Wohngebäude und kommunale Liegenschaften angeschlossen werden. Zur Wärmeversorgung stehen ein Blockheizkraftwerk und die Abwärme eines holzverarbeitenden Industrieunternehmens zur Verfügung. Perspektivisch soll die Wärmeversorgung mit Solarthermie und weiteren Technologiekombinationen wie Großwärmepumpen und Photovoltaik ergänzt werden. Ein Bonus für die niedrige Rücklauftemperatur und für einen großen Pufferspeicher sind in der Förderung enthalten.

Mit einem Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro wird der Ausbau des Nahwärmenetzes in der Stadt Bad Rappenau im Landkreis Heilbronn unterstützt. Der Zuwendungsempfänger Bauer Anlagen GbR setzt eine Erweiterung des Wärmenetzes von circa 1.700 Meter Länge im Ortsteil Heinsheim um. Das Wärmenetz soll künftig über 40 zusätzliche Übergabestationen weitere Privathäuser versorgen. Für die Deckung des zusätzlichen Wärmebedarfs stehen Biogas-Blockheizkraftwerke und Biomassekessel bereits im Bestand zur Verfügung.

Die erste Erweiterung des multivalenten Wärmenetzes im Ortskern der Stadt Tamm im Landkreis Ludwigsburg wird vom Umweltministerium mit 300.000 Euro gefördert. Durch die Netzerweiterung können rund 100 weitere Häuser mit über 150 Wohneinheiten erschlossen werden. Eine nahegelegene Biogasanlage soll die schon vorhandenen zwei Holzhackschnitzelkessel in der Wärmelieferung ergänzen. Die Trassenlänge umfasst insgesamt circa 1.500 Meter. Darüber hinaus ist ein neuer großer Speicher mit einem Speichervolumen von 500 m³ vorgesehen. Ein Bonus für die niedrige Rücklauftemperatur und für einen großen Pufferspeicher sind in der Förderung enthalten.  

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“

Weitere Meldungen

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Wahlaufruf der Landeswahlleiterin

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Ein Schild weist in einem Wahlbüro auf eine Wahlurne für die Briefwahl  hin.
Landtagswahl

Letzte Hinweise zur Briefwahl

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Eine Frau steckt ihren Stimmzettel für die Bundestagswahl in einem Wahllokal in eine Wahlurne.
Landtagswahl

Stimmabgabe – so geht wählen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Ein Intercity steht in einem Bahnhof. (© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)
Sicherheit

Landesweiter Prozess für mehr Sicherheit im Bahnverkehr