Weinbau

Land erhöht Pheromonförderung im Weinbau

Aufgrund steigender Kosten und um das Verfahren auf dem erreichten Niveau zu stabilisieren, wird die Pheromonförderung ab 2025 von 100 Euro auf 200 Euro je Hektar erhöht.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Pheromonfalle

„Baden-Württemberg nimmt in der biologischen Bekämpfung des Traubenwicklers durch den Einsatz von Pheromonen bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Die Larven des Traubenwicklers befallen Blüten und Trauben und beeinträchtigen dadurch den Ertrag unserer Winzerinnen und Winzer. Der Einsatz von Pheromonen im Weinbau zur Bekämpfung des einbindigen und bekreuzten Traubenwicklers im Weinbau ist seit Jahren ein erfolgreiches biotechnisches Bekämpfungsverfahren und zudem ein wichtiger Baustein zur Senkung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Diese umweltschonende Verwirrmethode wird auf nahezu zwei Drittel der Rebflächen des Landes angewendet. Die Ausbringung von Pheromonampullen stellt somit das Mittel der Wahl dar, wenn es darum geht, die Biodiversität in den Rebflächen hochzuhalten. Es freut mich daher, dass es auf meine Initiative hin gelungen ist, im nun verabschiedeten Landeshaushalt, eine Erhöhung der Pheromonförderung zu verankern. So wird die Pheromonförderung von 100 Euro ab 2025 auf 200 Euro je Hektar angehoben. Das ist eine gute Nachricht für unsere Winzerinnen und Winzer“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Der Einsatz von Pheromonen zur Bekämpfung des einbindigen und bekreuzten Traubenwicklers im Weinbau ist seit Jahren ein erfolgreiches biotechnisches Bekämpfungsverfahren. Aus diesem Grund wird in Baden-Württemberg seit vielen Jahren der Einsatz von Pheromonen im Weinbau gefördert. Bislang wurde der Pheromoneinsatz mit 100 Euro je Hektar bezuschusst. Aufgrund steigender Kosten und um das Verfahren auf dem erreichten Niveau zu stabilisieren, wird der Förderbetrag ab 2025 auf 200 Euro je Hektar erhöht. Der Einsatz von Pheromonen wird auf vielen Gemarkungsteilen gemeinschaftlich organisiert. „Ein besonderer Dank geht an alle, die sich seit Jahren für den Pheromoneinsatz stark machen, bei der Ausbringung der Ampullen helfen und so zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen“, so Minister Hauk.

Der Einsatz von Pheromonen im Weinbau wird auf Grundlage der VwV Pheromonförderung im Weinbau unterstützt. Eine Beantragung der Fördermittel ist über FIONA im Rahmen des Gemeinsamen Antrags jährlich bis zum 15. Mai möglich.

Weitere Meldungen

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tiergesundheit

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Landwirtschaft

FIONA-Antragssaison 2026 startet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Paradiestal 13.10.2008: auf einer Weide schauen ein Schaf und drei Ziegen neugierig in die Kamera
Naturschutz

Jetzt für Landesnaturschutzpreis 2026 bewerben