Landwirtschaft

Land erhöht Förderung der Kontrollen in der Rinder-, Ziegen- und Schafzucht

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mehrere Ziegen liegen während des Regens in einem Unterschlupf in Kreuzthal. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)

Das Land erhöht die Förderung der Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Rinder-, Ziegen- und Schafzucht. Dies soll die Gesundheit und Robustheit landwirtschaftlicher Nutztiere verbessern.

„Die Ausrichtung der Leistungs- und Qualitätsprüfungen auf Merkmale der Tiergesundheit in der Tierzucht und Tierhaltung steht nicht nur im öffentlichen Interesse, sondern ist auch ein erklärtes Ziel des Landes. Diese Entwicklung befürworten wir und unterstützen daher die Datenerfassung in den Betrieben und die Datenaufbereitung durch den Landesverband Baden-Württemberg für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V.. Das Land Baden-Württemberg wird die Förderung der Durchführung dieser Prüfungen in der Milchrinder-, der Milchziegen und Milchschafzucht erhöhen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk.

Leistungs- und Qualitätsprüfungen spielen für das betriebliche Management in der Tierhaltung sowie für die Tierzucht eine entscheidende Rolle. Der Landesverband Baden-Württemberg für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V. (LKV) ist vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz beauftragt, unter anderem die Milchleistungsprüfung von Milchrindern, Milchziegen und Milchschafen durchzuführen. Dabei werden neben Milchmengen und Milchinhaltsstoffen vermehrt Merkmale der Gesundheit, Robustheit und Fruchtbarkeit erfasst und für betriebliche und züchterische Entscheidungen herangezogen. „Mit der jetzt umgesetzten Erhöhung der Fördersätze auf 11,30 Euro je geprüfte Kuh und 21,50 Euro je geprüfte Ziege beziehungsweise Schaf ergibt sich eine Fördersumme von rund drei Millionen Euro. Damit stärken wir unsere bäuerlichen Betreibe und den züchterischen Fortschritt bei den für die Tierhaltung und Tierzucht so wichtigen Merkmalen“, so der Minister.

Fördergrundsatz „Gesundheit und Robustheit landwirtschaftlicher Nutztiere“

Grundlage für die Förderung ist der Fördergrundsatz „Gesundheit und Robustheit landwirtschaftlicher Nutztiere“ (PDF) im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK). Im vergangenen Jahr wurde dieser Fördergrundsatz evaluiert und inhaltlich weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Erhöhung der im Fördergrundsatz festgelegten Fördersätze durch Beschluss der Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder ermöglicht. „Mit der erhöhten Förderung unterstützen wir die Züchter und die Arbeit des LKV. Unser Ziel ist es, möglichst viele Betriebe in diese Prüfungen einzubinden, um so die gewünschten Fortschritte in der Breite der Tierhaltung und Tierzucht mit besonderem Blick auf die Tiergesundheit zu erreichen“, so Minister Hauk.

Aktuell sind rund 275.000 Kühe und damit etwa 80 Prozent der Kühe im Land sowie knapp 3.000 Milchziegen und Milchschafe der Leistungs- und Qualitätsprüfung angeschlossen. Der LKV hat in den letzten Jahren im Bereich des Erfassens von Tiergesundheitsdaten Pionierarbeit geleistet und ein Gesundheitsmonitoring bei Rindern eingerichtet. Vergleichbare Ansätze werden für die Ziegenzucht vorbereitet. Die in diesem Themenbereich erhobenen Merkmale generieren einen Mehrwert für die Mitgliedsbetriebe des LKV sowie für die beteiligten, bäuerlich getragenen Zuchtverbände im Land, die diese Merkmale in ihre Zuchtarbeit einbinden und immer stärker gewichten.

Leistungs- und Qualitätsprüfungen werden in der Tierzucht auf Grundlage des Tierzuchtgesetzes bei Zuchttieren durchgeführt. Ziele des Tierzuchtgesetzes sind, auch unter Bereitstellung öffentlicher Mittel, unter anderem die Leistungsfähigkeit, die Tiergesundheit sowie die Robustheit der Tiere mit dem Ziel einer nachhaltigen Tierzucht zu erhalten und zu verbessen. Zudem soll erreicht werden, dass die von den Tieren gewonnenen Erzeugnisse den qualitativen Anforderungen entsprechen und dass eine genetische Vielfalt erhalten bleibt.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Tiergesundheit

Weitere Meldungen

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Hubertus Nimsch

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Jahresbilanz

L-Bank sieht hohen Bedarf an Unterstützung im Strukturwandel

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Sicherheit

Strobl begrüßt Einigung zur Speicherfrist von IP-Adressen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Breitbandübergabe
Digitalisierung

38,4 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Dr. Edwin Ernst Weber (rechts) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Dr. Edwin Ernst Weber