Energieversorgung

Land bei Strombeschaffung für 2025 Spitze im Bundesvergleich

Baden-Württemberg hat bundesweit den günstigsten Strompreis für das Lieferjahr 2025 erzielt. Mit einer zentralen Strombeschaffung sorgt das Land für eine nachhaltige Energieversorgung und für mehr Klimaschutz.

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Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes 16 der Hochschule Reutlingen mit Blick auf den Georgenberg im Hintergrund.
Symbolbild

Im bundesweiten Vergleich stromausschreibender Stellen hat Baden-Württemberg den günstigsten Strompreis für das Lieferjahr 2025 erzielt und ist damit Spitze im Bundesvergleich.

Zudem wurde die Ausschreibung zur Stromversorgung der Landesgebäude für die Jahre 2026 bis 2028 abgeschlossen: Mit 100 Prozent Ökostrom und erstmals einem Bilanzkreismanagement.

Nachhaltige Energieversorgung und Klimaschutz

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett sagte: „Mit der zentralen Strombeschaffung sorgen wir für eine nachhaltige Energieversorgung und für mehr Klimaschutz. Das neue Bilanzkreismanagement macht die eigenen Photovoltaikanlagen noch besser nutzbar. Über den im Ländervergleich günstigsten Strompreis für das Land im Jahr 2025 freue ich mich besonders.“

Die europaweite Ausschreibung der zentralen Strombeschaffung umfasste rund 448 Gigawattstunden Strom jährlich für rund 3.900 Abnahmestellen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von gut 130.000 Privathaushalten.

Erstmals wird für mehrere Ausschreibungslose ein sogenanntes Bilanzkreismanagement eingesetzt. Dadurch kann überschüssiger Strom aus Photovoltaikanlagen auf Landesgebäuden bilanziell innerhalb des eigenen Strombezugs genutzt werden.

Ökostrom vollständig aus erneuerbaren Quellen

Vermögen und Bau koordiniert die Ausschreibung und organisiert die zentrale Beschaffung für große Teile der Landesverwaltung. Die Belieferung beginnt zum 1. Januar 2026. Der ausgeschriebene zertifizierte Ökostrom kommt vollständig aus erneuerbaren Quellen: Aus Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik. Die Ausschreibung stellt sicher, dass die Erzeugungsanlagen nicht älter als 20 Jahre sind, eine Doppelvermarktung ausgeschlossen ist und alle Lieferungen durch Herkunftsnachweise belegt werden.

Die Energiepreise orientieren sich wie bisher am Terminmarkt der Strombörse EEX. Hinzu kommen von den Bietern angebotene transparente Preisaufschläge für Ökostrom und für das Bilanzkreismanagement. Die konkreten Preise für die Lieferjahre werden durch eine börsengekoppelte Preisbildung in festgelegten Zeiträumen ermittelt.

Bilanzkreismanagement

Ein Bilanzkreis ist eine Art virtuelles Energiekonto, in dem Erzeugung und Verbrauch rechnerisch miteinander abgeglichen werden. Mit einem Bilanzkreismanagement kann überschüssiger Strom wie etwa aus Photovoltaikanlagen der Landesgebäude mit dem Stromverbrauch an anderer Stelle verrechnet werden. Das reduziert den externen Stromeinkauf und erhöht die Effizienz der Eigennutzung von landeseigenen Photovoltaikanlagen. Das Bilanzkreismanagement ist eine Maßnahme aus dem Energie- und Klimaschutzkonzept für Landesliegenschaften 2030 (PDF).

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