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Kurzfristige Verbesserungen auf der Residenzbahn

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v. l. n. r.: Hans-Werner Herre vom Sozialverband VdK, Uwe Lahl, Ministerialdirektor des Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert (Bild: Erik Schweickert)
v. l. n. r.: Hans-Werner Herre vom Sozialverband VdK, Uwe Lahl, Ministerialdirektor des Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert

Die Situation der Residenzbahn war Thema eines Gesprächs im Verkehrsministerium. Die thematisierten Punkte sollen nun ihre technische Umsetzbarkeit hin geprüft werden.

Die aktuelle Situation auf der Residenzbahn war Thema eines Gesprächs zwischen Dr. Erik Schweickert, Hans-Werner Herre vom Sozialverband VdK und Dr. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr. „Wir sehen die Probleme auf der Residenzbahn, müssen aber auch anerkennen, dass es fahrplan- und betriebstechnische Grenzen gibt. Nichtsdestotrotz arbeiten wir an einer Verbesserung der Situation und zwar zeitnah“, so Lahl.

Die fahrzeugseitigen Startschwierigkeiten würden derzeit intensiv von den Betreibern bearbeitet. Insbesondere das Kuppeln und Flügeln mache das Gesamtsystem derzeit noch sehr störungsanfällig. Es wurde untersucht, ob darauf zukünftig verzichtet werden kann. Dies brächte zwar betriebliche Vorteile aber eine Reihe von fahrplantechnischen Nachteilen. Man konzentriere sich daher zunächst auf kurzfristig umsetzbare Verbesserungsmöglichkeiten.

Kurzfristig umsetzbare Verbesserungsmöglichkeiten

„Es freut mich sehr, dass das Verkehrsministerium erkannt hat, dass es bei der Fahrplanumstellung im letzten Jahr zu gravierenden Nachteilen für viele Pendler auf der Residenzbahn kam und intensiv daran gearbeitet werden muss, diese zu beheben“, so Schweickert, der sich über viele Monate für Änderungen eingesetzt hatte. Lahl teilte diese Kritik nicht: „Unser ursprüngliches Konzept hat für die große Masse der Pendler nur Vorteile und zugegeben für die Pendler aus einigen kleineren Ortschaften auch Nachteile.“

Weiter kritisierte Schweickert während des Gesprächs, dass zur Vorstellung eines möglichen größeren Alternativkonzepts die Region Pforzheim-Enzkreis nur durch das Landratsamt Enzkreis vertreten wurde, während beispielsweise die Regionen Karlsruhe und Stuttgart, neben den zuständigen Landkreisen und einigen Kommunen, auch durch den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) repräsentiert wurden und somit der große Wurf, der jetzt erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 kommen soll, aus unterschiedlichen Gründen nicht von allen in der Region getragen werden kann. Laut Lahl hätte ein größerer Teilnehmerkreis aber nichts an den Einwänden der kommunalen Ebene geändert.

Regionalexpress vom östlichen Enzkreis nach Karlsruhe

Schweickert unterstützt jedoch, dass zum Fahrplanwechsel 2020 deutliche Verbesserungen zu realisieren. Das Land hat das Ziel, bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 alle zwei Stunden einen durchgängigen Regionalexpress vom östlichen Enzkreis nach Karlsruhe bereitzustellen, was von Schweickert sehr begrüßt wurde. Derzeit wird von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) die fahrplantechnische Machbarkeit geprüft. “Wenn diese technische Prüfung positiv ausgeht, wird das Land die zusätzlichen Züge auch finanzieren“, so Lahl, der sich ob der Machbarkeit optimistisch zeigte, aber auch Bombardier hinsichtlich der Lieferschwierigkeiten noch einmal in die Pflicht nahm. Insbesondere im Berufsverkehr soll des Weiteren auch darüber hinaus nach Optimierungspotenzial gesucht werden.

Die thematisierten Punkte werden nun im Verkehrsministerium und bei der NVBW auf ihre technische Umsetzbarkeit hin geprüft.

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