Kunst und Kultur

„Kultur Sommer 2020“ hält das kulturelle Leben lebendig

Ausstellung Körper. Blicke. Macht. in der Kunsthalle Baden-Baden

Mit dem Programm „Kultur Sommer 2020“ stellt das Land kurzfristig 2,5 Millionen Euro bereit, um Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur zu unterstützen.

„Der Kulturbereich ist stark von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Dabei ist Kunst gerade in solchen Zeiten unverzichtbar, denn sie eröffnet Begegnungsorte und Reflexionsräume. Mit dem Impulsprogramm ‚Kultur Sommer 2020‘ schaffen wir eine Möglichkeit, dass die Kunst- und Kulturschaffenden im Land schnell wieder kleinere Veranstaltungen anbieten können und das kulturelle Leben auch in diesem Sommer lebendig bleibt“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski im Vorfeld der Aktuellen Debatte im baden-württembergischen Landtag zum Thema „Kunst trotz Abstand – Öffnungsperspektiven und Unterstützung für das kulturelle Leben durch den Masterplan Kultur BW“. Anträge für den „Kultur Sommer 2020“ können ab sofort gestellt werden.

Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur unterstützen

Mit dem Programm „Kultur Sommer 2020“ stellt das Wissenschaftsministerium kurzfristig 2,5 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds Kunst zur Verfügung, um Kultureinrichtungen und Vereine der Breitenkultur zu unterstützen. Gefördert werden kleinere analoge Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen aller Sparten, die unter Einhaltung der bestehenden Auflagen und rechtlichen Rahmenbedingungen umgesetzt werden können. Die Mittel sollen dafür eingesetzt werden, dass die Veranstalter verantwortungsvoll arbeiten und die erforderlichen Vorkehrungen zur Gewährung des Gesundheitsschutzes treffen können.

Die Ausschreibung für den „Kultur Sommer 2020“ konzentriert sich auf die kommenden Monate, damit Einrichtungen, Vereine, Künstlerinnen und Künstler schnell wieder arbeiten und kleinere Veranstaltungen im Sommer umsetzen können. Daran schließt das noch umfangreichere Programm „Kunst trotz Abstand“ im Volumen von 7,5 Millionen Euro an, mit dem das Kunstministerium besondere Angebote und Formate fördert, die eine längere Planung benötigen.

Insgesamt umfasst das Notprogramm für Kunst und Kultur, das das Kunstministerium im Masterplan Kultur BW | Kunst trotz Abstand aufgelegt hat, rund 40 Millionen Euro, die aus den Mitteln der Corona-Rücklage des Landes kommen. „Neben den Mitteln für das Impulsprogramm ‚Kunst trotz Abstand‘ unterstützen wir wirtschaftlich gefährdete Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Vereine der Breitenkultur mit einem Nothilfefonds im Umfang von über 32 Millionen Euro“, so Olschowski.

Lebendige Vereinskultur im Land erhalten

Im Zuge der landesweiten Bemühungen, die lebendige Vereinskultur in Baden-Württemberg zu stützen und zu erhalten, will das Ministerium mit weiteren 10 Millionen Euro gezielt die in Landesverbänden organisierten Vereine der Amateurmusik, des Amateurtheaters, der Heimatpflege sowie weitere Vereine der Breitenkultur unterstützen. Auf das Corona-Soforthilfepaket II, das unter anderem die Unterstützung für Vereine wie auch die Mittel für den Masterplan Kultur BW beinhaltet, haben sich Regierung und Regierungsfraktionen am Dienstagabend geeinigt.

„Mit unseren Programmen wollen wir existentiellen und dauerhaften Schaden von unserer vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft in Baden-Württemberg abwenden und investieren in den Erhalt der kulturellen Infrastruktur unseres Landes. Unsere Einrichtungen sollen nicht nur überleben können, sondern sie müssen auch genügend Mittel in der Hand haben, um künstlerische Programme und Veranstaltungen für die Zukunft zu gestalten“, so die Kunststaatssekretärin abschließend.

Antragstellung

Eine Antragstellung für den „Kultur Sommer 2020“ ist ab sofort und bis 15. Juli 2020 beim Wissenschaftsministerium möglich. Die Anträge werden nach Eingang durch eine externe Jury bewertet, die Förderentscheidungen erfolgen laufend. Eine Förderung kann für Veranstaltungen oder Veranstaltungsreihen, die zwischen dem 15. Juni und dem 15. September 2020 stattfinden, beantragt werden. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro, die Mindestfördersumme umfasst 5.000 Euro.

Die Mittel für den „Kultur Sommer 2020“ stellt das Ministerium aus dem Innovationsfonds Kunst zur Verfügung. Die aktuelle Antragsrunde (mit Frist März 2020) hatte das Wissenschaftsministerium vor der Corona-Krise und damit unter anderen Vorzeichen ausgeschrieben. Die meisten der eingereichten Anträge wären unter den gegebenen Umständen der Krise nicht mehr umsetzbar. Um den Kultureinrichtungen eine neue, faire Chance zu geben, hat das Kunstministerium das laufende Verfahren ausgesetzt und passt die Förderrichtlinien an die veränderten Rahmenbedingungen an.

Geplant ist, die nächste reguläre Ausschreibungsrunde des Innovationsfonds Kunst bereits auf den Herbst 2020 vorzuziehen, um Antragstellern mit Projektideen, die nicht von der Corona-Krise berührt sind, entgegenzukommen.

Wissenschaftsministerium: Masterplan Kultur BW | Kunst

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gouverneur Yuji Kuroiwa zeigen die unterzeichnete Gemeinsame Absichtserklärung zwischen Baden-Württemberg und Kanagawa.
  • Internationale Zusammenarbeit

Weitere Kooperation mit Kanagawa

Fidelius Waldvogel Tour 2024
  • Regionalkampagne

„VON DAHEIM-Tour“ 2024 startet

Auf der Bühne wird eine Konfetikannone gezündet.
  • Sonderpädagogik

Preisverleihung des Wettbewerbs „Zauberhaft“

Polizist der Polizei Baden-Württemberg kontrolliert den Verkehr.
  • Polizei

Zweite Aktionswoche der Verkehrssicherheit gestartet

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
  • Gesundheitsberufe

Auswahlverfahren für Landarztquote abgeschlossen

Eine auf Demenzkranke spezialisierte Pflegerin begleitet eine ältere Frau.
  • Pflege

Innovationsprogramm Pflege 2024 gestartet

Katze
  • Tierschutz

Urlaubszeit mit Haustieren

Kinder beim Schwimmunterricht.
  • Sport

Schwimm-Programme ausgebaut

Das Logo des Projekts „Handel 2030“.
  • Stadtentwicklung

Förderung regionaler Innenstadtberater

Gruppenfoto von Grundschülerinnen und -schülern auf der Bühne in einem Veranstaltungssaal
  • Schule

Kinderkongress zur Ganztagsbetreuung

Gruppenbild mit den Gewinnerinnen und Gewinnern des Schülermedienpreises 2024
  • Medienbildung

Schülermedienpreis 2024 verliehen

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
  • Gesundheit

Stechmücken-Saison hat begonnen

Gärtnerhaus in Gemmingen
  • Städtebau

Ortszentrum erfolgreich saniert

Kinder sitzen im Unterricht an Computern.
  • MINT-BERUFE

Abschlussveranstaltung von „Girls´ Digital Camps“

Innenminister Thomas Strobl und Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper umgeben von Personen vor einem Hubschrauber der Luftrettung.
  • Polizei

Blaulichttag in Stuttgart

Polizist im Stadion
  • Polizei

Polizei-Bilanz nach letztem EM-Spiel in Stuttgart

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
  • Gesundheit

Schnellere Anerkennungs­verfahren gefordert

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Donata Apelt-Ihling
  • Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Donata Apelt-Ihling

Eine Professorin steht beim Unterricht vor Studentinnen und Studenten.
  • Hochschule

Studie zu Gehaltsunterschieden an Hochschulen veröffentlicht

Ein altes Stadtgebäude wurde saniert und aufgestockt, um mehr Wohnraum zu schaffen.
  • Wohnraumoffensive

Neue Beratungsgutscheine für Kommunen

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 2. Juli 2024

Ein Schild, das auf Tempo 30 und Lärmschutz hinweist, steht auf der Bundesstraße 31.
  • Lärmschutz

Landesweiter Lärmaktionsplan

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
  • Gesundheit

Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen beendet

Ein Pfleger eines Pflegeheims schiebt eine Bewohnerin mit einem Rollstuhl.
  • Pflege

Reform der Pflegeversicherung angemahnt

Portrait Bild Barbara Honigmann
  • Kunst und Kultur

Friedrich-Schiller-Preis 2024 verliehen