Fußverkehr

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Der erste Platz des landesweiten Wettbewerbs „Schulwegprofis – Wer geht, gewinnt“ geht an die Rudolf-Magenau-Schule aus Hermaringen. Als besonderes Highlight gab es eine Balancier-Slackline für den Pausenhof.

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Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.

Die Rudolf-Magenau-Schule aus Hermaringen hat sich beim landesweiten Wettbewerb „Schulwegprofis – Wer geht, gewinnt“ vom Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule den ersten Platz erlaufen.

Mit einem beeindruckenden Ergebnis setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Magenau-Schule an die Spitze des Wettbewerbs: 95 sogenannte Schulwegprofis leisteten Großes und legten im Aktionszeitraum von 15 Tagen insgesamt 1.412 Wege zu Fuß zurück. Das entspricht einem Durchschnitt von 14,86 aktiven und eigenständigen Wegen pro Kind – und damit nahezu der maximal möglichen Anzahl von 15 Wegen.

Für diese Leistung überreichte das MOVERS-Team der Schule bei einer feierlichen Preisverleihung erstmals den neuen Wanderpokal. Er wird künftig jedes Jahr an die jeweilige Siegerschule weitergegeben. Vor Ort sorgte ein Waffel-Bike für eine süße Belohnung für Kinder und Lehrkräfte. Zusätzlich erhielt die Schule ein Schulwegprofis-Hausschild, eine Urkunde sowie als besonderes Highlight für den Pausenhof eine Balancier-Slackline, die künftig für noch mehr Bewegung in den Pausen sorgen soll.

Kinder brauchen Bewegung und Selbstständigkeit

Verkehrsminister Winfried Hermann würdigte das Engagement der Schulen: „Der zunehmende Erfolg der Schulwegprofis zeigt, dass Kinder für einen aktiven Schulweg begeistert werden können. In diesem Jahr haben 196 Schulen an dem Wettbewerb teilgenommen – ein starkes Zeichen dafür, dass MOVERS durch spielerische Aktionen Bewegung und Selbstständigkeit in den Alltag der Grundschülerinnen und Grundschüler bringen kann. Wenn Kinder eigenständig unterwegs sind, starten sie wach und fit in den Schultag. Und weniger Elterntaxis sind ein wichtiger Beitrag für sichere Schulwege und Klimaschutz.“

Rekordjahr 2025: Mehr Schulen, mehr aktive Wege

2025 verzeichnete der Wettbewerb eine Rekordbeteiligung: 196 Grundschulen mit insgesamt 34.062 Schülerinnen und Schüler nahmen teil – ein Zuwachs von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemeinsam legten die Kinder 395.022 aktive Schulwege zurück, das sind 72 Prozent mehr als 2024.

Den zweiten Platz belegte die Franz-Xaver-Klingler-Grundschule aus Wittnau, gefolgt von der Kirsten-Boie-Grundschule aus Ölbronn-Dürrn auf Platz drei. Die 20 bestplatzierten Schulen erhielten Reflektoren-Anhänger und reflektierende Sticker, um die Sichtbarkeit der Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen.

So funktioniert der Wettbewerb

Die Aktion „Schulwegprofis – Wer geht, gewinnt“ motiviert Grundschulkinder, ihren Schulweg eigenständig und aktiv zurückzulegen – zu Fuß, mit dem Roller und vereinzelt auch mit dem Fahrrad. Innerhalb eines sechswöchigen Zeitraums dokumentieren die Kinder an 15 Aktionstagen (die jede Schule frei festlegen kann) jeden aktiven Weg zur Schule mit einem ausgemalten Smiley auf dem Klassenposter.

MOVERS stattet alle teilnehmenden Kinder mit Wimmelbild-Ausmalkarten sowie einem Schulweg-Bingo aus, das sie über den Zeitraum begleitet. Ergänzend können die Lehrkräfte das Unterrichtsmaterial von MOVERS nutzen, um die Vorteile des aktiven Schulwegs spielerisch in den Unterricht zu integrieren. Manche Schulen veranstalten wöchentliche Treffen mit allen Klassen zum Austausch, verleihen schulintern kleine „Wochensieger-Wanderpokale“ oder gestalten Aktionstage wie den „Tag der Füße“ mit Bewegungsstationen.

Alle Informationen zum Wettbewerb sowie die vollständige Ergebnisliste sind online zu finden.

Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule

Das Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule stärkt die eigenständige und sichere Mobilität von Kindern und Jugendlichen auf dem Schulweg. Schulen und Kommune erhalten gezielte Unterstützung, beispielsweise bei der Erstellung von Schulwegplänen, der Verbesserung von Schulwegen oder bei der Einrichtung von Schulstraßen. MOVERS bündelt erfolgreiche Initiativen wie Bike-Pools, das Schulradeln oder den Ausbau von Radabstellanlagen und entwickelt sie weiter. So entsteht ein landesweit wirksames Programm, das Schulmobilität spürbar und nachhaltig verändert.

Als interministerielles Landesprogramm der Ministerien für Verkehr, Inneres und Kultus in Baden-Württemberg verbindet MOVERS Mobilität und Bildung – für mehr Bewegung, Sicherheit und Selbstständigkeit auf dem Schulweg. MOVERS setzt Impulse, fördert Zusammenarbeit und zeigt Wege auf, wie Schulmobilität kindgerecht und zukunftsfähig gestaltet werden kann.  

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