Landwirtschaft

Hauk informiert sich über Verpflegungskonzepte und Heumilchprodukte

Minister Peter Hauk hat sich im Landkreis Calw über Verpflegungskonzepte und Heumilchprodukte informiert.

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Kuhstall

„Die Bedeutung einer nachhaltigen Verpflegung außer Haus wächst stetig. Gerade während der großen Ferien spielt ein ganzheitliches Verpflegungskonzept bei Freizeiten und Veranstaltungen eine besondere Rolle – ganz im Sinne der Dachmarke des Landes ‚Das ganze Land zu Tisch. Gute Ernährung für Baden-Württemberg‘. Freizeit- und Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche finden oftmals in Selbstversorger-Häusern statt. Neben der inhaltlichen Gestaltung sind die ehrenamtlichen Akteure auch für die Planung und Zubereitung der Verpflegung zuständig. Das Online-Tool DEATER unterstützt sie dabei, die Gemeinschaftsverpflegung einfach, schnell und nachhaltig zu planen. Das DEATER trägt dazu bei, insbesondere in der Gemeinschaftsverpflegung eine regionale, saisonale und nachhaltige Verpflegung zu gewährleisten“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich eines Besuches des Sommerzeltlagers Sprollenhaus in Bad Wildbad im Landkreis Calw.

Das Online-Tool DEATER bietet eine große Rezeptauswahl, sortierte Einkaufslisten und regionale Anbieter sowie klimafreundliche Kochtipps. Zudem fördert DEATER die außerschulische Ernährungsbildung, stärkt das Bewusstsein für regionale Produkte und erleichtert den direkten Bezug von Lebensmitteln aus der Region.

Die Hochschule Pforzheim hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Partnern, darunter dem Landjugendring Baden-Württemberg und der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände in Baden-Württemberg, das Onlinetool DEATER.info entwickelt. Das Onlinetool soll in Baden-Württemberg, aber auch deutschlandweit Freizeitgruppen bei der Planung und Umsetzung von selbst organisierter Gruppenverpflegung unterstützen sowie die regionale Lebensmittel-Direktvermarktung fördern. Minister Peter Hauk informierte sich über das Online-Tool anlässlich eines Besuches des Sommerzeltlagers Sprollenhaus in Bad Wildbad.

Heumilch- und Kalbfleischerzeugung auf dem Leimenäckerhof

Anschließend besuchte Minister Peter Hauk die Leimenäckerhof GbR in Unterreichenbach-Kapfenhardt im Landkreis Calw. „Es ist beeindruckend, was die jungen Existenzgründer des Leimäckerhofs mit hohem persönlichen Einsatz in den letzten fünf Jahren erreicht haben. Zudem induzieren sie damit neue Wertschöpfung in der Region und steigern die Attraktivität des Ländlichen Raums“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Im Jahr 2020 wurde auf die Leimenäckerhof GbR gegründet und ein moderner Milchviehstall mit Heubergehalle gebaut. Mitte 2021 folgte die Eröffnung des Hofladens und der Käserei. Der Leimenäckerhof hat sich Heumilch- und Kalbfleischerzeugung spezialisiert. Der ökologisch bewirtschafte Betrieb ist Bioland-zertifiziert. Die Milch und der daraus produzierte Käse, Frischkäse, Joghurt und Quark vermarktet die Leimenäckerhof GbR zu 100 Prozent selbst. Die Heumilch- und Käseprodukte werden im betriebseigenen Hofladen sowie über Verkaufsautomaten angeboten. Im Hofladen gibt es außerdem ein kleines Bio-Vollsortiment, das auch Produkte von Landwirten und Bäckern aus der Region umfasst.

„Die Neugründung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist selten und muss wohl überlegt sein. Dass das Betriebskonzept gut durchdacht ist, zeigt sich beispielsweise an dem großen Liegeboxen-Laufstall und wurde aus dem Programm der Agrarinvestitionsförderung unterstützt. Positive Beispiele, wie die Leimenäckerhof GbR, bestärken uns darin, dass wir auch zukünftig landwirtschaftliche Betriebe bei ihren Investitionen in die Errichtung von umweltschonenden und besonders tiergerechten Milchviehställen und beim Bau von Gebäuden und technischen Anlagen zur Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse unterstützen. Aber wir alle sind auch Kunden, die durch ihr bewusstes Kaufverhalten innovative Unternehmen im Ländlichen Raum und unsere regionale Landwirtschaft stärken.

Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)

Mit der einzelbetrieblichen Investitionsförderung werden landwirtschaftliche Unternehmen bei Investitionen beispielsweise in besonders tiergerechte Stallbauten (Agrarinvestitionsförderung) sowie über die Förderung zur Diversifizierung bei Investitionen in den Aufbau landwirtschaftsnaher Betriebszweige wie zum Beispiel Hofläden unterstützt. Die Programme werden beide mit EU-, Bundes- und Landesmitteln finanziert.

Das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) unterstützt eine wettbewerbsfähige, besonders umweltschonende und tiergerechte Landwirtschaft sowie die Vorbeugung witterungsbedingter Risiken. Gefördert werden Investitionsvorhaben wie tiergerechte Stallbauten, umweltfreundliche Geräte, die beispielsweise den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich reduzieren, sowie moderne Technologien. Die Fördersätze beim AFP liegen zwischen 20 und 40 Prozent und werden in Form eines Zuschusses ausgezahlt.

Bei der Diversifizierung liegen die Schwerpunkte der geförderten Investitionen in den drei Bereichen Verarbeitung und Vermarktung, Pensionspferdehaltung sowie Tourismus. Der Fördersatz beträgt 25 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, wobei maximal 200.000 Euro Förderung in drei Jahren gewährt werden.

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