Landwirtschaft

Gespräch über die zukünftige Rolle von Genuss und Erlebnis

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Die Weinberg-Steillagen mit mittelalterlichen Trockenmauern am Neckar bei Lauffen (Baden-Württemberg). (Bild: Bernd Weißbrod / dpa)

Eine starke Weinregion Württemberg ist wichtig für das touristischen Potenzial der Regionen. Landwirtschaftsminister Peter Hauk betonte die Bedeutung eines attraktiven und qualitativ anspruchsvollen Weinangebots in der regional ausgerichteten Gastronomie.

„Das Jahr 2018 hat uns gezeigt, dass der Weinbau hierzulande gute Chancen hat, sich in Zeiten des Klimawandels zu behaupten. Große Herausforderungen für die württembergische Weinwirtschaft sind die gesellschaftlichen Entwicklungen und die schärfer werdende Wettbewerbssituation mit konkurrierenden Anbaugebieten innerhalb und außerhalb Deutschlands“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der Tagung „Terrain. Genuss. Erlebnis – Weinregion Württemberg positionieren“ in Vaihingen an der Enz (Landkreis Ludwigsburg). In diesem Zusammenhang stelle sich die Frage nach den zukünftigen Alleinstellungsmerkmalen und somit dem Profil der württembergischen Weinbauregionen. Hierzu seien die erforderlichen Weichen mit den vor- und nachgelagerten Bereichen zu stellen.

„Dies gilt insbesondere in der Ausgestaltung und Nutzung eines weintouristischen Angebots im Sinne von unverwechselbarem Genuss und Erlebnis. Die Landesregierung ist in diesem Prozess für die Weinwirtschaft ein starker und verlässlicher Partner“, betonte der Minister. Dazu stehen beispielsweise die beiden bewährten EU-Programme der Investitionsförderung im Bereich Verarbeitung und Vermarktung von Wein und die Förderung der Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen zur Verfügung. Darüber hinaus wurde 2018 mit der Landesbeihilfe ‚Förderung Handarbeitsweinbau‘ von 3.000 Euro pro Hektar und Jahr ein weiteres Förderinstrument für den Steillagenweinbau geschaffen. Die Steillagen, insbesondere Terrassensteillagen, seien für das Anbaugebiet Württemberg profilgebend und daher unverzichtbar. Sie bieten daher die Chance für das Anbaugebiet, sich regional und überregional prägnanter zu profilieren. Dazu wird mit Unterstützung des Landes ein Projekt der Europäischen Innovationspartnerschaft ‚Starker Wein aus steilen Lagen – den Klimawandel als Chance für den Weinbau in Terrassenlagen nutzen‘ durchgeführt.

„Das Weinbezeichnungsrecht der EU bietet gute Möglichkeiten und Chancen für das Anbaugebiet Württemberg, die regionalen Weinprofile noch stärker herauszustellen. Dies gilt insbesondere auch für die Weine aus Steillagen“, erklärte Minister Hauk.

„Wir müssen den Weinbau stärker mit der Hotellerie und Gastronomie, zum Beispiel mit den ‚Schmeck den-Süden‘-Gastronomen, vernetzen. Ziel muss ein attraktives und qualitativ anspruchsvolles Weinangebot in der regional ausgerichteten Gastronomie sein“, sagte Hauk.

Steillagenweinbau

Der Steillagenweinbau ist ein Markenzeichen für den baden-württembergischen Weinbau. Vor allem die Terrassen- und Handarbeitslagen haben einen hohen kulturellen und ökologischen Wert und bieten auch  dem Tourismus eine Plattform. Rund fünf Prozent der Weinbauflächen in Baden-Württemberg sind Terrassen- und Steilstlagen, die nur in Handarbeit bewirtschaftet werden können. Durch den Handarbeitsaufwand sind diese Lagen für viele Winzer unrentabel geworden und es besteht die Gefahr, dass sie sukzessive aufgegeben werden.

EIP-Projekt ‚Starker Wein aus steilen Lagen – den Klimawandel als Chance für den Weinbau in Terrassenlagen nutzen‘

Projekte der Europäischen Innovationspartnerschaft bearbeiten konkrete Fragestellungen der Praxis durch Kooperationen zwischen Partnern aus Landwirtschaft und Industrie, ihren Verbänden und aus der Forschung.
Leadpartner (federführender Partner) im oben genannten Projekt sind die Lauffener Weingärtner eG. Daneben sind weitere württembergische Weingärtnergenossenschaften, Weingüter aber auch Vermarktungsunternehmen beteiligt, sowie die Lehr-und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg und die Hochschule Geisenheim.

Das Projekt initiiert eine Neuausrichtung des Steillagenweinbaus in Württemberg durch Untersuchungen zum Anbau, der Verarbeitung und Vermarktung von alternativen Rebsorten.

Der Anbau alternativer Rebsorte ist ein Baustein zur Anpassung an den Klimawandel.

‚Schmeck den Süden‘-Gastronomen

Die Kooperation ‚Schmeck den Süden‘ hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg und der MBW Marketinggesellschaft mbH ins Leben gerufen. Gemeinsam wird die heimische Gastronomie, insbesondere die ländliche Gastronomie, bei der Vermarktung regionaler Produkte unterstützt. Die ‚Schmeck den Süden‘-Betriebe nutzen die Initiative als Basis für ihr regionales Angebot und somit als wichtigen Bestandteil zur Qualitätssicherung. Die Tiefe und Breite des regionalen Angebots der teilnehmenden Betriebe wird klassifiziert und in drei Kategorien - ‚Die drei Löwen‘ - eingeteilt.

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Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
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