Bioökonomie

Förderung: Rohstoffe aus Kohlendioxid gewinnen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Das Umweltministerium schreibt 500.000 Euro für eine Studie zu biotechnologischen Verfahren zur Synthese von Rohstoff aus Kohlendioxid aus. Als Energiequelle soll die Sonne dienen. Die Studie soll das Potenzial biotechnologischer Verfahren zur Rohstoffsynthese aus Kohlendioxid ermitteln.

„In Kohlendioxid steckt wertvoller Kohlenstoff, der beispielsweise die Basis für große Teile der modernen Chemie bildet. Die Landesregierung setzt daher in der Umweltforschung einen Schwerpunkt darauf, Kohlendioxid zu recyclen und eine Kohlenstoff-Kreislaufführung zur Erzeugung organischer Rohstoffe zu etablieren,“ erläuterte Umweltminister Franz Untersteller. „Wenn dies gelingt, ist ein wesentlicher Schritt hin zu einer nachhaltigen biobasierten und bioinspirierten Wirtschaft, der Bioökonomie, geschafft.“ Davon würden sowohl die Unternehmen im Land als auch das Klima profitieren, so Untersteller weiter.

Vor diesem Hintergrund stellt das Umweltministerium insgesamt 500.000 Euro für Studien zur Verfügung, die biotechnologische Lösungen unter Ausnutzung der Lichtenergie der Sonne zur Umwandlung von Kohlendioxid in chemisch nutzbare Stoffe betrachten. Mit der Ausschreibung sollen das Potenzial biotechnologischer Verfahren zur Rohstoffsynthese aus Kohlendioxid ermittelt und Vorschläge für den Wissenstransfer, technische Umsetzungen und die Marktfähigkeit unterbreitet werden. Über die wissenschaftliche Begleitung konkreter Vorhaben sollen Chancen und Hemmnisse für die Nutzung von Kohlendioxid als Ressource bewertet werden.

„Die Ergebnisse aus den Studien werden uns helfen, unsere Landesstrategie für eine nachhaltige Bioökonomie weiterzuentwickeln und die Schwerpunkte innerhalb der Strategie zu präzisieren.“ Baden-Württemberg habe als innovationsstarkes und technologisch gut entwickeltes Land das Potenzial und auch den Anspruch, bei intelligenten, ressourcensparenden und klimaschonenden Technologien weltweit eine Vorreiterrolle zu übernehmen, sagte der Umweltminister.

Die Ausschreibung richtet sich an Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Förderfähig sind auch Verbundprojekte beispielsweise mit Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Kommunen, Landkreisen, Regionalverbänden, Zweckverbänden, Vereinen und Bürgergenossenschaften innerhalb und außerhalb Baden-Württembergs. Die Projektanträge können bis 8. Oktober 2018 beim Projektträger Karlsruhe am Karlsruher Institut für Technologie eingereicht werden.

Die baden-württembergische Landesregierung setzt auf ein nachhaltigeres, ressourcenschonenderes und treibhausgasneutrales Wirtschaftssystem und entwickelt dazu aktuell ihre „Landesstrategie für eine nachhaltige Bioökonomie“. Die dafür anstehenden Arbeiten haben sich das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) geteilt: Um die „Bioökonomie für den ländlichen Raum“ kümmert sich das MLR, die „Bioökonomie in industriellen und urbanen Räumen“ unter dem Motto „Plan B“ ist Aufgabe des Umweltministeriums. Ziel ist es, die Strategie im Jahr 2019 zu verabschieden.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Bioökonomie

Projektträger KIT Karlsruhe

Weitere Meldungen

Businessfrau sitzt an einem PC
Wirtschaft

Ungenutztes Arbeitskräfte­potenzial von Frauen

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Kultusminister Jung (Mitte) mit Grundschulkindern. Der Minister schüttelt einem Jungen die Hand.
Schule

Jung besucht Grundschule Stockach

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Deutsch-französische Freifahrten für junge Menschen

Landestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Baden-Württemberg
Heimat

Treffen und Tagung der Russlanddeutschen

Bundesrat Berlin
Bundesrat

Hagel zum Vorsitzenden des Bundesrat-EU-Ausschusses gewählt

Amtschef Daniel Hager-Mann (links) ehrte am Freitag, 12. Juni 2026, im Kurhaus Hinterzarten Sportlerinnen und Sportler, die im Jahr 2025 das Deutsche Sportabzeichen zum 50. Mal abgelegt haben.
Breitensport

28 Senioren-Sportlerinnen und -Sportler ausgezeichnet

Justizminister Moritz Oppelt (rechts) auf der Justizministerkonferenz
Justiz

Reform der Politikerbeleidigung gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

Gruppenbild: Team der Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS) mit Vertreterinnen und Vertretern aus 12 Städten und Landkreisen im Sozialministerium in den Räumen des Sozialministeriums.
Antidiskriminierungsstelle

LADS und Kommunen im Dialog zur Antidiskriminierungsarbeit

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

ILA 2026
Luft- und Raumfahrt

Land setzt Zeichen für Innovation und Technologie

Logo von Start up BW
Gründungsprogramm

Starthilfe für junge Unternehmen

Landgericht Ulm
Justiz

Richterin aus Baden-Württemberg zur Bundesrichterin gewählt

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert