Schule

Finalisten des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ stehen fest

Über 20.000 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg haben beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ ihre Argumentationsfähigkeiten unter Beweis gestellt. Jetzt stehen die acht Finalisten für das Bundesfinale fest.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Gruppenbild mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Ehrengästen von Jugend debattiert
Gruppenbild mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Ehrengästen von Jugend debattiert

Überzeugend argumentieren - das ist eine große Herausforderung, der sich am am 4. April 2025 acht Landesfinalistinnen und Landesfinalisten im diesjährigen Finale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ im Plenarsaal des Landtags von Baden-Württemberg gestellt haben. Landtagspräsidentin Muhterem Aras, der Staatssekretär im Kultusministerium, Volker Schebesta, Theresa Gemmer aus dem Projektbüro „Jugend debattiert“ der Hertie-Stiftung und Christian Rieck, Geschäftsführer der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (aim), haben das Finale mit großem Interesse verfolgt und den Gewinnerinnen und Gewinnern bei der Siegerehrung gratuliert.

„Unsere Gesellschaft lebt von der Partizipation“, betonte Landtagspräsidentin Aras. „Es braucht junge Menschen wie unsere Finalistinnen und Finalisten, die sich mit den Fragen auseinandersetzen, die für unsere Gesellschaft relevant sind.“

Und Staatssekretär Schebesta unterstrich: „Die Debatten der Schülerinnen und Schüler im Landtag zeigen, wie wichtig ‚Jugend debattiert‘ für die Sprach- und Demokratieförderung ist.“

Spannende Diskussionen

Soll ein generelles Verbot für die Nutzung digitaler Endgeräte an Grundschulen gelten? Um diese Frage hat sich die Diskussion der vier Landesfinalistinnen und -finalisten in der Altersgruppe 1 (Klassenstufen 8 bis 10) gedreht. Die Jury, unter Vorsitz von Dr. Simon Drescher, war besonders von Benjamin Theumer überzeugt, die ihn insbesondere durch seine starke Reaktionsfähigkeit zum Erstplatzierten gekürt hat. In der Altersgruppe 2 (Klassenstufe 10 bis 12) hat Leonard Lutz den Landeswettbewerb für sich entschieden. Bei seiner Argumentation zur Frage, ob in Deutschland eine Versicherungspflicht für Elementarschäden eingeführt werden soll, hat er mit seinem beeindruckenden Ausdrucksvermögen und seiner starken Eröffnungs- und Schlussrede die überzeugendste Debatte geliefert.

Gemeinsam mit den Zweitplatzierten, Clara Gubitz (Altersgruppe 1) und Valbona Hoti (Altersgruppe 2), haben sie sich für das Bundesfinale Jugend debattiert vom 5. bis 7. Juni in Berlin qualifiziert.

Landesfinale im Landtag

Der Höhepunkt des Wettbewerbs, das Landesfinale, findet traditionell im baden-württembergischen Landtag statt.  „Die Schülerinnen und Schüler erwerben mit ‚Jugend debattiert‘ das Handwerkszeug, um im politischen Diskurs zu argumentieren, und probieren aus, wie sie ihren Standpunkt auch öffentlich vertreten. ‚Jugend debattiert‘ leistet somit auch einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler“, sagte Staatssekretär Volker Schebesta.

Der Landesqualifikation und dem Landesfinale waren Schul- und Regionalwettbewerbe vorangegangen, die an die Unterrichtsreihe „Jugend debattiert“ angegliedert sind. Am Wettbewerb hatten sich in Baden-Württemberg im laufenden Schuljahr rund 20.000 Schülerinnen und Schüler aus 170 Schulen beteiligt. Die Regionalsiegerinnen und Regionalsieger haben bereits ihren Preis erhalten – ein dreitägiges Regionalsiegerseminar „Jugend debattiert“, das traditionell auf Burg Liebenzell stattfindet. „Durch Programme wie ‚Jugend debattiert‘ lernen junge Menschen, sich auf der Grundlage einer erworbenen Sachkenntnis eine Meinung zu bilden und diese zu vertreten“, erklärte Landtagspräsidentin Muhterem Aras.

Die Finalisten

Wettbewerb „Jugend debattiert“

„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung, das Bundesministerium für Forschung und Bildung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder.

Mit „Jugend debattiert“ wollen die beteiligten Stiftungen Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab Klasse 5 dazu ermutigen, durch Debattentraining ihre sprachliche, politische und persönliche Bildung zu verbessern. An einer Debatte nehmen vier Schülerinnen und Schüler teil, die 24 Minuten über eine Streitfrage debattieren. Wer Pro und Contra vertritt, wird erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost. Inhalte und Argumente zum Thema sind daher unabhängig von der eigenen Meinung und müssen trotzdem fundiert und überzeugend sein

Weitere Meldungen

Ein Mann setzt sich eine Spritze mit Heroin in den Arm.
Gesundheit

Zahl der Drogentoten leicht zurückgegangen

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Forst

KI unterstützt Waldmanagement im Klimawandel

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Ehrenamtskarte Baden-Württemberg
Bürgerengagement

Neue Angebote bei Ehrenamtskarte

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Titelseite der Broschüre Roadmap Antidiskriminierung „Stark gegen Diskriminierung – Unser gemeinsamer Weg“
Antidiskriminierung

Roadmap Antidiskriminierung 2026 bis 2030 veröffentlicht

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher