Energie

Wichtiger Schritt zur Vollendung des Atomausstiegs

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)

Die EnBW beantragt die Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für die letzten beiden baden-württembergischen Atomkraftwerke Kernkraftwerk Philippsburg 2 und das Kernkraftwerk in Neckarwestheim. „Mit den Anträgen rückt das Ende der atomaren Energieerzeugung in Deutschland wieder ein Stück näher. Die Energiewende wird Wirklichkeit“, sagte Umweltminister Franz Untersteller.

Es werde bis zur Stilllegung der beiden verbliebenen Atomkraftwerke in Baden-Württemberg noch ein paar Jahre dauern, erklärte Umweltminister Franz Untersteller in Stuttgart. Dass die EnBW sowohl für das Kernkraftwerk Philippsburg 2 (KKP 2) als auch für das Kernkraftwerk in Neckarwestheim (GKN II) Stilllegung und Abbau beantragt habe, sei aber ein wichtiger Schritt zur Vollendung des Atomausstiegs.

Die Stilllegungs- und Abbaugenehmigung (SAG) umfasst jeweils eine Beschreibung der insgesamt geplanten Vorhaben im Zusammenhang mit der endgültigen Stilllegung und dem Abbau der beiden Kraftwerke. Genehmigungsbehörde ist das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Den Anträgen vorausgegangen war eine erste frühe Öffentlichkeitsbeteiligung, wie sie das neue baden-württembergische Umweltverwaltungsgesetz vorschreibt. Franz Untersteller: „Das Verfahren zur Stilllegung der Kraftwerke Philippsburg 2 und Neckarwestheim II ist das erste atomrechtliche Verfahren, bei dem die Öffentlichkeit bereits vor der Antragstellung einbezogen werden musste. Das schafft Transparenz und auf lange Sicht Vertrauen in das Verfahren und die Beteiligten.“

Weiter vorgeschrieben ist im Genehmigungsverfahren auch eine formale Öffentlichkeitsbeteiligung unter anderem mit einer Erörterung der Stilllegungs- und Abbaupläne sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Wie lange das Verfahren dauert, lässt sich heute noch nicht sagen. Mit Sicherheit dauert es mehrere Jahre.

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Dauer des Verfahrens hängt von der Qualität der Antragsunterlagen ab und davon, ob und wann der Betreiber die nötigen Voraussetzungen für eine Genehmigung geschaffen hat. Ein wichtiger Faktor ist außerdem die Öffentlichkeitsbeteiligung, für die wir uns Zeit nehmen werden. Ich möchte einen transparenten Prozess, in dem Verbände und Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden. Und ich freue mich, dass die EnBW als Antragstellerin einen solchen Prozess zugesichert hat.“

Weitere Informationen

Für die beiden Kraftwerksblöcke KKP 1 und GKN I hat die EnBW bereits im Mai 2013 die Stilllegungs- und Abbaugenehmigung beantragt. Mit einer Entscheidung wird in diesem Jahr gerechnet. Genehmigungsbehörde ist auch da das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Die beiden Blöcke KKP 2 und GKN II haben laut Atomgesetz noch eine Laufzeit bis 2019 beziehungsweise bis 2022. GKN II ist neben zwei anderen das letzte deutsche Atomkraftwerk, das laut Gesetz abgeschaltet werden muss.

Weitere Meldungen

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

Ein Altbau ist aufgrund einer Sanierung eingerüstet
Klimaschutz

Land baut Förderung für Sanie­rung kommunaler Gebäude aus

Spatenstich Elefantenwelt Wilhelma Visualisierung Innenbereich
Vermögen und Bau

Spatenstich für die neue Elefantenwelt in der Wilhelma

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Energieberatung für einkommens­schwache Haushalte verlängert

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

Freiflächen-Photovoltaik-Anlage im Solarpark Kuchen
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Boom setzt sich auch 2025 fort

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
Meldepflichtiges Ereignis

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Ministerin Thekla Walker (vierte von rechts, vordere Reihe) mit Vertreterinnen und Vertretern der Zuwendungsempfänger bei der Übergabe der Verträge für das Landesförderprogramm für Elektrolyseure (ELY)
Erneuerbare Energien

Land baut Produktion von grünem Wasserstoff aus

Kampagnenplakat "Energieholz aus den Wäldern Baden-Württembergs"
Forst

Neues Positionspapier unterstützt Holzenergie im Land

Visualisierung Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart
Vermögen und Bau

Grundstein für Neubau an der Universität Stuttgart gelegt

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Künstliche Intelligenz

1,3 Millionen Euro für die Zukunft der photonischen KI

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 9. Dezember 2025

Die IBK-Regierungschefs bei der symbolischen Steuerradübergabe im Zeppelin-Hangar Friedrichshafen, im Hintergrund steht ein Zeppelin.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Bodenseeraum als Modellregion weiterentwickelt

Die Hand einer jungen Frau hält eine Energiesparlampe, darin ist eine kleine Pflanze.
Wirtschaft

Förderprogramm „Umweltfinan­zierung“ der L-Bank gestartet