Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat Dr. Andreas Zekorn die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg überreicht.

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Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (links) und Dr. Andreas Zekorn (rechts)

Für seine herausragenden Verdienste als Archivar, als Forscher und Verfasser wissenschaftlicher Publikationen hat Dr. Andreas Zekorn die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten. Im Auftrag des Ministerpräsidenten überreichte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, die Auszeichnung am 22. Januar 2026 in Balingen.

Hoffmeister-Kraut betonte in ihrer Ansprache mit Blick auf den mit der Staufermedaille Geehrten: „Um Zugang zu Geschichte zu bekommen, brauchen wir Menschen, die diese Zugänge eröffnen, Archive pflegen, Vergangenes bewahren, aber auch Geschichte vermitteln und erfahrbar machen. Menschen, denen das nicht nur Beruf, sondern Berufung ist.“

Arbeit des Kreisarchivs über drei Jahrzehnte geprägt

34 Jahre war Dr. Andreas Zekorn Leiter des Kreisarchivs im Zollernalbkreis. Hoffmeister-Kraut lobte die Arbeit des Kreisarchivars: „Es wäre viel zu wenig, wenn man sagen würde, das Archiv lag bei Ihnen in guten Händen! Nein, Sie haben das Archiv zu einem Ort gemacht, an dem man forschen kann oder sich auch nur als ‚interessierter Bürger‘ ein Bild über die spannende Geschichte der Zollernalb verschaffen kann. Und Sie haben es eingebunden in ein Netzwerk geschichtlich orientierter Vereine und Institutionen, wozu auch Gedenkstätten gehörten.“

Licht in ein dunkles Kapitel der Geschichte gebracht

Auch Zekorns über 30-jährige intensive Arbeit zur Erforschung von Verbrechen des Nationalsozialismus(NS)-Regimes und die daraus hervorgegangenen Publikationen mit Fokus auf das Konzentrationslager Dautmergen im Rahmen des „Unternehmens Wüste“ hob die Wirtschaftsministerin hervor. „Sie haben Licht in ein dunkles Kapitel unserer Geschichte gebracht und anhand vieler Einzelschicksale belegt – für alle nachlesbar heute und in Zukunft“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Im Ehrenamt engagiert

Neben Beruf und wissenschaftlicher Arbeit war und ist Dr. Andreas Zekorn auch im Ehrenamt aktiv – so als Vorsitzender der Heimatkundlichen Vereinigung Zollernalb, im Vorstand des Hohenzollerischen Geschichtsvereins und beim Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb. Zudem gab und gibt er bis heute sein heimatkundliches Wissen in unzähligen Führungen, Vorträgen und Tagungen an Interessierte weiter.

In ihrer Laudatio stellte Hoffmeister-Kraut abschließend fest: „Sie haben den Bürgerinnen und Bürgern dieser Region Zugänge zu ihrer Geschichte eröffnet. Sie lassen sie teilhaben an Ihrem Wissen und werden dafür von vielen geschätzt. Sie haben Ihre Forschungsarbeiten auch für sie geleistet – zum besseren Verständnis dessen, was war – und zum besseren Gelingen dessen, was diese und spätere Generationen anpacken werden.“ Dabei sei Heimat, so die Ministerin, nicht gleichbedeutend mit „heiler Welt“ – sondern „ein Versuch des Verstehens wie das wurde, was heute ist“. Auch das sei durch Dr. Andreas Zekorns Wirken deutlich geworden.

Staufermedaille

Die Staufermedaille ist eine besondere persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Mit ihr werden Verdienste um das Gemeinwohl geehrt, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden und über viele Jahre hinweg erbracht worden sind.

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